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Berlin: BVG-Streik – Wie Sie trotzdem zur Arbeit kommen


Chaos ist programmiert  

Wie kommen Angestellte trotz des BVG-Streiks zur Arbeit?

Von Claudia Hamburger

15.02.2019, 10:08 Uhr
Berlin: BVG-Streik – Wie Sie trotzdem zur Arbeit kommen. Streik-Schild: Die BVG wird bestreikt. Betroffen davon sind U-Bahnen, Straßenbahnen und Busse. (Quelle: imago images/foto-ritter.de)

Streik-Schild: Die BVG wird bestreikt. Betroffen davon sind U-Bahnen, Straßenbahnen und Busse. (Quelle: foto-ritter.de/imago images)

Heute werden große Teile des öffentlichen Nahverkehrs in Berlin stillstehen. Die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) streiken. Einzelheiten dazu und wie Sie dennoch zur Arbeit kommen, lesen Sie hier.

Bei den Berliner Verkehrsbetrieben (BVG) wird am Freitag (15. Februar 2019) gestreikt. Über drei Millionen Fahrgäste könnten davon betroffen sein – so viele hat die BVG an einem durchschnittlichen Werktag.

Wann wird gestreikt?

Die Beschäftigten der BVG streiken am Freitag, 15. Februar, von Betriebsbeginn um 3.30 bis etwa 12 Uhr. Fahrgäste müssen auch noch einige Stunden danach mit Einschränkungen rechnen, heißt es bei den Verkehrsbetrieben. "Ab 15 Uhr dürfte alles wieder im grünen Bereich sein", sagt Petra Nelken, Pressesprecherin der BVG. Die Gewerkschaft Verdi hat alle 14.000 BVG-Mitarbeiter dazu aufgerufen, ihre Arbeit niederzulegen.

Welche Verkehrsmittel fahren nicht?

In der Zeit des Streiks werden weder U-Bahnen noch Trams fahren. Auch die Mehrzahl der Busse wird nicht auf den Straßen unterwegs sein.

Wird es einen Notfallfahrplan geben?

Einen Notfallfahrplan wird es laut BVG nicht geben. Ein solcher komme nur dann zum Einsatz, wenn es sich um einen regulären Streik handele. Ein solcher wäre unbefristet. Im vorliegenden Fall geht es aber um einen Warnstreik. Ein Warnstreik wird als Druckmittel bei Tarifverhandlungen eingesetzt. Es handelt sich dabei um eine kurze und zeitlich befristete Arbeitsniederlegung – "auch wenn der jetzige übertrieben lang ist", sagt die BVG-Sprecherin.

Welche öffentlichen Verkehrsmittel fahren trotz des Streiks?

Regionalzüge fahren wie gewohnt. Ebenso die S-Bahnen, da auch sie zur Deutschen Bahn gehören. Allerdings müssen Fahrgäste mit sehr vollen Zügen rechnen. "Wir empfehlen Ihnen, in diesem Zeitraum nicht unbedingt notwendige Fahrten zu vermeiden", heißt es in einer Information der S-Bahn Berlin. Um für etwas Entlastung zu sorgen, sollen auf den Linien der S1 und S5 im Zeitraum von 5.30 bis 14 Uhr zusätzliche Züge verkehren. Damit will die Berliner S-Bahn rund 50 zusätzliche Zugfahrten anbieten. Ob das wie geplant klappt, bleibt abzuwarten: "Die Kollegen der S-Bahn müssen ja auch erstmal irgendwie zur Arbeit kommen", sagt BVG-Sprecherin Nelken.

Darüber hinaus werden einige Buslinien, die von Subunternehmen betrieben werden, während des Warnstreiks uneingeschränkt fahren. Es handelt sich um die Linien 106, 161, 162, 163, 168, 175, 179, 218, 234, 263, 275, 284, 320, 322, 334, 341, 349, 363, 365, 371, 373, 380, 399. Mit leichten Einschränkungen werden außerdem die Linien 112, 140, 184, 283, 370 und 893 auf den Straßen unterwegs sein. In Betrieb sind außerdem die BVG-Fährlinien.

Welche Alternativen gibt es noch?

Einige Fahrgäste werden wohl auf das Auto ausweichen. In der Facebook-Gruppe "Der BVG-Warnstreik in Berlin" der "Berliner Zeitung" können sich Interessierte zu Fahrgemeinschaften zusammenschließen. Es ist allerdings mit Staus in der Innenstadt zu rechnen. Davon betroffen sind natürlich auch Angestellte, die mit dem Taxi zur Arbeit anreisen wollen.

Die Fahrer des Rufbusses "Berlkönig" sind nicht bei der BVG angestellt. Trotzdem sollte man sich auf die Rufbusse am Freitag nicht verlassen, sagt BVG-Sprecherin Nelken. Denn bei den meisten dieser Fahrzeuge handelt es sich um E-Autos, die zum Laden auf den BVG-Betriebsbahnhöfen stehen. Da auch diese bestreikt werden, können die Kleinbusse wohl nicht auf die Straße gelangen.

Wer es nicht allzu weit hat, könnte mal wieder zu Fuß laufen oder das Fahrrad nutzen. Wer kein eigenes Fahrrad besitzt, hat die Möglichkeit, ein Leihrad zu nehmen. In Berlin gibt es zahlreiche Anbieter, zum Beispiel Limebike, Deezer Nextbike, Mobike und Lidl-Bike.


Was ist, wenn ich zu spät zur Arbeit komme?

Der Arbeitnehmer ist grundsätzlich dafür verantwortlich, pünktlich zur Arbeit zu erscheinen. Er trägt das sogenannte Wegerisiko. Im schlimmsten Fall droht ihm bei Zuspätkommen also eine Abmahnung. Da der Streik der BVG frühzeitig angekündigt wurde, handelt es sich im vorliegenden Fall nicht um höhere Gewalt oder ein Fremdverschulden. Ihr Arbeitgeber wird Sie sicherlich nicht direkt abmahnen, wenn Sie wegen des Streiks ein paar Minuten später erscheinen. Dennoch sollten Sie sich frühzeitig eine Alternative überlegen, wie sie zur Arbeit kommen. Planen Sie mehr Zeit für Ihren Arbeitsweg ein. Oder sprechen Sie Ihren Arbeitgeber frühzeitig an, ob Sie gegebenenfalls im Homeoffice arbeiten dürfen.

Was will die BVG erreichen?

Gegen 9 Uhr findet vor der BVG-Hauptverwaltung in der Holzmarktstraße in Berlin-Mitte eine zentrale Kundgebung statt. Die Gewerkschaft fordert in den Tarifverhandlungen für rund 14.500 Arbeitnehmer der BVG und ihrer Tochtergesellschaft Berlin Transport für alle eine 36,5-Stunden-Woche und Weihnachtsgeld, zudem Änderungen an der Entgelttabelle und eine Einmalzahlung von 500 Euro für Gewerkschaftsmitglieder.


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