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Trotz Dieselkrise: Volkswagen steigert Absatz und Gewinn

Zehn Millionen Fahrzeuge ausgeliefert  

Trotz Dieselkrise: Volkswagen steigert Absatz und Gewinn

22.02.2019, 18:07 Uhr | sm, dpa, rtr

Erklär-Video: So löste der Diesel-Skandal ein Erdbeben in der Autobranche und Politik aus (Quelle: Reuters / Imago)
Dieselskandal: Die Folgen für deutsche Autobauer und Fahrer

Topmanager in Haft, Milliarden-Strafen für Autokonzerne, Fahrverbote auf deutschen Straßen, Millionen betrogene Autokunden. t-online.de zeigt die massiven Folgen für deutsche Autofahrer, Politiker und Autokonzerne auf. (Quelle: t-online.de)

Dieselskandal: Die Folgen für Fahrer und Autobauer und wie es wohl weitergeht. (Quelle: t-online.de)


Die Dieselaffäre und schärfere Abgasmessregeln begleiteten den VW-Konzern auch im vergangen Jahr. Dennoch steigerte der Autobauer seine Zahlen – leicht. Den Aktionären winkt ein kräftiger Anstieg der Dividende.

Der VW-Konzern VOLKSWAGEN AG VZO O.N. Aktie ist im vergangenen Jahr wegen der Folgen des Dieselskandals und der Probleme mit dem neuen Abgastest WLTP deutlich langsamer gewachsen. Der Umsatz legte im Vergleich zum Vorjahr um 6,3 Milliarden Euro auf 235,8 Milliarden Euro zu, der operative Gewinn vor Sondereinflüssen lag mit 17,1 (2017: 17,0) Milliarden Euro auf Vorjahresniveau, wie der DAX-Konzern DAX Index am Freitag mitteilte. Das Ergebnis vor Steuern stieg auf 15,6 (13,7) Milliarden Euro.

"Wir haben uns 2018 ordentlich geschlagen, gerade vor dem Hintergrund der WLTP-Umstellung, die zu erheblichen Verwerfungen in unserer Absatzentwicklung geführt hat", kommentiert Konzernchef Herbert Diess die aktuellen Zahlen. Weltweit lieferte Volkswagen 10,8 Millionen Fahrzeuge an Kunden aus – 0,9 Prozent mehr als 2017.

Die Stammaktionäre, darunter als größte die Familien Porsche und Piech, das Land Niedersachsen und das Emirat Katar, sollen eine Dividende von 4,80 Euro je Aktie erhalten. An die Vorzugsaktionäre sollen 4,86 Euro je Anteilschein fließen. Für 2017 waren es jeweils 90 Cent weniger.


Sonderkosten im Zuge der Dieselaffäre

Im vergangenen Jahr musste der Autobauer vor allem für die Bewältigung der Dieselaffäre wie ein Jahr zuvor Sonderkosten von 3,2 Milliarden Euro verbuchen. Damit hat das Unternehmen im letzten Quartal 2018 noch einmal rund 800 Millionen Euro an Kosten für die Bewältigung der Softwaremanipulation verbucht.

Neben den Problemen um neue Abgas- und Verbrauchstests, wegen denen VW und die Tochtermarken Audi AUDI AG O.N. Aktie und Porsche viele Modellvarianten teils monatelang nicht anboten, lief auch der wichtigste Einzelmarkt China vor allem im zweiten Halbjahr nicht mehr so rund wie zuvor.

Ambitionierte Ziele für das laufende Jahr

Der Gegenwind in wichtigen Märkten dürfte 2019 nochmals stärker werden. Dennoch gibt sich der Vorstand für das laufende Jahr vorsichtig optimistisch und stellt ein leichtes Absatzplus in Aussicht. Der Umsatz soll um bis zu fünf Prozent steigen, und bei der operativen Rendite peilt Volkswagen vor Sondereffekten wieder einen Wert zwischen 6,5 und 7,5 Prozent an. "Insgesamt werden aber erhebliche Anstrengungen notwendig sein, um auch im neuen Geschäftsjahr unsere ambitionierten Ziele zu erreichen", sagte Diess.

VW fährt weiter Sparkurs – Stellenabbau nicht ausgeschlossen

Die Wolfsburger profitieren stärker von ihrer Baukastenstrategie, bei der immer mehr Fahrzeugmodelle gleiche Bauteile verwenden und die Kosten dadurch sinken. Zudem greift der vor zwei Jahren mit dem Betriebsrat vereinbarte Sparkurs. Im Zuge des "Zukunftspakts" sollen bis 2020 netto 14.000 Stellen durch Vorruhestandsregelungen abgebaut werden. In einer weiteren Sparrunde fallen in Emden und Hannover durch den Umbau zu Elektrostandorten 7.000 Arbeitsplätze weg.


Inzwischen ist sogar von einem weitergehenden Personalabbau die Rede, weil durch den Schwenk in die Elektromobilität auch in anderen Werken weniger Arbeit anfalle – so die Begründung von VW. Auch in der Verwaltung sind Tausende Jobs gefährdet. Die Pläne sollen so umfassend sein, dass dies mit einem sozialverträglichen Stellenabbau kaum mehr zu schaffen sei, heißt es aus Arbeitnehmerkreisen. Sollte dies der Fall sein, könnte ein neuer Konflikt mit dem einflussreichen Betriebsrat bevorstehen.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa-AFX, Reuters

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