Sie sind hier: Home > Finanzen > Unternehmen >

Esprit: Modekonzern streicht in Deutschland über 400 Stellen

Fast 200 Millionen Verlust  

Dieser Modekonzern streicht in Deutschland über 400 Stellen

26.02.2019, 15:51 Uhr | Uta Knapp, dpa

Esprit: Modekonzern streicht in Deutschland über 400 Stellen. Shirts auf einer Kleiderstange: Esprit verzeichnet Verluste von fast 200 Millionen Euro.  (Quelle: imago images/STPP)

Shirts auf einer Kleiderstange: Esprit verzeichnet Verluste von fast 200 Millionen Euro. (Quelle: STPP/imago images)

Der Modekonzern steckt tief in den roten Zahlen. Esprit will deshalb mindestens 400 Stellen streichen. Ein Standort ist besonders von den Kürzungen betroffen. 

Der in die roten Zahlen gerutschte Modekonzern Esprit streicht in Deutschland mindestens 400 Stellen. Betroffen davon sei zunächst die deutsche Zentrale in Ratingen, die bis Ende Juni ebenso wie das weltweite Netz des Unternehmens 35 bis 40 Prozent aller Verwaltungsstellen abbauen müsse. In Ratingen waren Ende vergangenen Jahres rund 1.160 Mitarbeiter beschäftigt.

Ladenschließungen möglich

Hinzu kommen kann ein möglicher Personalabbau durch Ladenschließungen. Das Unternehmen kündigte an, die Rentabilität aller Läden überprüfen zu wollen und in "manchen Fällen" auch Geschäfte zu schließen. Ende vergangenen Jahres waren in Deutschland in 137 eigenen Esprit-Läden rund 1.540 Mitarbeiter beschäftigt.

Auch in den ersten sechs Monaten des laufenden Geschäftsjahres 2018/19, das am 30. Juni endet, hatte der Modekonzern mit einem Nettoverlust von 1,773 Milliarden Hongkong Dollar (knapp 199 Millionen Euro) zuvor weiter tiefrote Zahlen geschrieben. Hintergrund seien vor allem Aufwendungen für den laufenden Restrukturierungsplan gewesen, hieß es. Der Umsatz ging im ersten Halbjahr um 14,4 Prozent auf 6,766 Milliarden Hongkong Dollar (758 Millionen Euro) zurück.

Konzentration auf asiatischen Raum

Im gesamten zurückliegenden Geschäftsjahr 2017/18 hatte das Unternehmen mit Firmensitz im nordrhein-westfälischen Ratingen und Börsennotierung in Hongkong einen Nettoverlust von rund 2,5 Milliarden Hongkong Dollar erwirtschaftet.



Esprit-Chef Anders Kristiansen kündigte ein Sanierungsprogramm mit einer zunehmenden Konzentration auf den asiatischen Markt an. Bislang erwirtschaftet das Unternehmen mehr als 50 Prozent seiner Umsätze in Deutschland und insgesamt knapp 90 Prozent der Erlöse in Europa.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail

Anzeige
MagentaTV jetzt 1 Jahr inklusive erleben!*
hier Angebot sichern
Anzeige
Der Sommer zieht ein: shoppe Outdoor-Möbel u.v.m.
jetzt auf otto.de
myToysbonprix.deOTTOUlla Popkenamazon.deLIDLBabistadouglas.deBAUR

shopping-portal