Sie sind hier: Home > Finanzen > Börse > Aktien >

Auf Kaution: Ex-Renault-Boss Ghosn darf Gefängnis verlassen


Auf Kaution  

Automanager Ghosn darf Gefängnis verlassen

05.03.2019, 22:56 Uhr | Sara Hussein, AFP

Auf Kaution: Ex-Renault-Boss Ghosn darf Gefängnis verlassen. Carlos Ghosn: Der Automanager soll unter anderem zu geringe Verdienste deklariert haben. (Quelle: dpa/Eugene Hoshiko)

Carlos Ghosn: Der Automanager soll unter anderem zu geringe Verdienste deklariert haben. (Quelle: Eugene Hoshiko/dpa)

Der seit November in Japan inhaftierte Automanager Carlos Ghosn kann womöglich in Kürze das Gefängnis verlassen – gegen die Zahlung einer sehr hohen Kaution.

Das zuständige Gericht in Tokio wies einen Einspruch der Staatsanwaltschaft zurück und genehmigte damit die Freilassung des 64-Jährigen gegen Auflagen. Ghosn darf das Gefängnis verlassen, sobald die Kaution in Höhe von umgerechnet acht Millionen Euro hinterlegt ist.

Ghosns Verteidiger hatten bereits mehrfach versucht, ihren Mandanten gegen Zahlung einer Kaution frei zu bekommen. Sie scheiterten bislang aber damit, weil das Gericht Fluchtgefahr sah und fürchtete, Ghosn könne Beweise vernichten.

Mitte Februar wechselte der Automanager sein Anwaltsteam aus und sein Hauptverteidiger Junichiro Hironaka stellte erneut einen Antrag auf Freilassung. Im Gegenzug schlug Hironaka neben der Kaution auch eine strikte Überwachung von Ghosn vor.

Das Gericht in Tokio stimmte nun dem Antrag zunächst zu und ordnete die Freilassung auf Kaution an. Zudem ordnete es an, dass Ghosn das Land nicht verlassen darf. Gegen die Gerichtsentscheidung legte jedoch die Staatsanwaltschaft Widerspruch ein. Diesen wiederum wies das Gericht kurz darauf zurück.

Hironaka sagte, es sei wegen der Öffnungszeiten der Banken nicht möglich, das Geld noch am Dienstag aufzutreiben. Die Freilassung könnte also am Mittwoch anstehen. Theoretisch hat die Staatsanwaltschaft allerdings noch die Möglichkeit, weitere Anklagepunkte zu erheben und damit die Untersuchungshaft von Ghosn zu verlängern.

Der mächtige Automanager war am 19. November überraschend in Japan festgenommen worden. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm unter anderem vor, jahrelang ein zu niedriges Einkommen bei Nissan deklariert und persönliche Verluste auf den Autobauer übertragen zu haben.


Der einstige Vorzeigemanager, der auch jahrelang beim französischen Autobauer Renault die Geschicke lenkte, bestreitet die Vorwürfe und sieht sich als Opfer einer Verschwörung. Er bekräftigte nun erneut, er sei unschuldig: In einer verbreiteten Erklärung dankte er seiner Familie und seinen Freunden für die Unterstützung während der "furchtbaren" Zeit in Untersuchungshaft. Er sei absolut entschlossen, sich im Prozess zu verteidigen, erklärte er.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

Ihre Meinung zählt!

Wir freuen uns auf angeregte und faire Diskussionen zu diesem Artikel.
Bitte beachten Sie unsere Netiquette.

Gefällt 0 Gefällt nicht0
Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail

Anzeige
Bereit für den Sommer? Finde luftig, leichte Kleider
jetzt auf otto.de
Gerry Weberbonprix.deOTTOUlla PopkenHappy SizeLIDLBabistadouglas.deBAUR

shopping-portal
Das Unternehmen
  • Ströer Digital Publishing GmbH
  • Unternehmen
  • Jobs & Karriere
  • Presse
Weiteres
Netzwerk & Partner
  • Stayfriends
  • Routenplaner
  • Horoskope
  • billiger.de
  • t-online.de Browser
  • Das Örtliche
  • DasTelefonbuch
  • giga.de
  • desired.de
  • kino.de
  • Statista
Telekom Tarife
  • DSL
  • Telefonieren
  • Magenta TV
  • Mobilfunk-Tarife
  • Datentarife
  • Prepaid-Tarife
  • Magenta EINS
Telekom Produkte
  • Kundencenter
  • Magenta SmartHome
  • Magenta Sport
  • Freemail
  • Telekom Mail
  • Sicherheitspaket
  • Vertragsverlängerung Festnetz
  • Vertragsverlängerung Mobilfunk
  • Hilfe