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Dieselskandal: US-Börsenaufsicht verklagt VW

Wegen Dieselskandals  

US-Börsenaufsicht klagt gegen VW

15.03.2019, 12:56 Uhr | dpa

Dieselskandal: US-Börsenaufsicht verklagt VW. VW-Logo: Wegen des Dieselskandals hat die US-Börsenaufsicht eine Klage gegen Volkswagen eingereicht. (Quelle: imago/Regios24)

VW-Logo: Wegen des Dieselskandals hat die US-Börsenaufsicht eine Klage gegen Volkswagen eingereicht. (Quelle: Regios24/imago)

Der Autobauer soll Anleger betrogen haben, behauptet die US-Wertpapieraufsicht. VW weist die Anschuldigungen zurück und sieht einen Versuch, auf alte Forderungen "aufzusatteln".

Die US-Börsenaufsicht Securities and Exchange Commission (SEC) hat Volkswagen im Dieselskandal wegen angeblicher Verstöße gegen amerikanische Wertpapiergesetze verklagt.

VW: Klage weist "juristische und inhaltliche Mängel" auf

Tochterfirmen des Konzerns sollen bei der Ausgabe von Anleihen und anderen besicherten Wertpapieren gegen Informationsvorschriften verstoßen haben. VW kündigt an, sich mit "Nachdruck" zur Wehr zu setzen. Die Klage weise "erhebliche juristische und inhaltliche Mängel auf". Die Vorwürfe stehen im Zusammenhang mit der im September 2015 in den USA aufgeflogenen Software-Manipulation von Abgastests.

"Volkswagen hat bereits vor über zwei Jahren milliardenschwere Vergleichsabkommen mit dem US-Justizministerium, fast allen US-Bundesstaaten sowie beinahe 600.000 Verbrauchern in den USA geschlossen", sagt ein VW-Sprecher. "Bedauerlicherweise versucht die SEC, nun noch einmal draufzusatteln." VW hatte mehr als 23 Milliarden US-Dollar gezahlt, um die Rechtsstreitigkeiten aus dem Weg zu räumen. Zum Vergleich mit dem Justizministerium zählte auch ein Schuldeingeständnis des Konzerns, gegen US-Gesetze verstoßen zu haben.

Vergleiche mit US-Anlegern in der Vergangenheit

Volkswagen sieht sich – neben Klagen von Autokäufern – einer Reihe von Anlegerklagen gegenüber, vor allem im Kapitalanlegermusterverfahren von Aktionären vor dem Oberlandesgericht Braunschweig. Zuletzt bezifferte VW die Risiken aus solchen anhängigen Anlegerklagen weltweit im Geschäftsbericht auf rund 9,6 Milliarden Euro. Volkswagen hat immer wieder bestritten, gegen Informationspflichten verstoßen zu haben. Mit einigen klagenden US-Anlegern hatten sich der Konzern bereits auf einen Vergleich geeinigt.



Im Geschäftsbericht hatte VW am Dienstag auch mitgeteilt, dass die US-Börsenaufsicht den Konzern im Januar 2017 informiert hatte, dass sie rund um die Begebung von Anleihen und vermögensbesicherten Wertpapieren – sogenannte ABS (Asset Backed Securities) – ein förmliches Ermittlungsverfahren eingeleitet habe.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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