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Aktien Frankfurt Schluss: Dax legt am 'Hexensabbat' deutlich zu


Aktien Frankfurt Schluss: Dax legt am 'Hexensabbat' deutlich zu

15.03.2019, 18:23 Uhr | dpa-AFX

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Hexensabbat hat den Dax am Freitag angetrieben. Der deutsche Leitindex war zwischenzeitlich auf den höchsten Stand seit Mitte Oktober gestiegen, bevor das Plus etwas abbröckelte. Zum Handelsschluss stand das Börsenbarometer 0,85 Prozent im Plus bei 11 685,69 Punkten. Der Wochengewinn summiert sich auf 1,99 Prozent. Der MDax der mittelgroßen Werte stieg am Freitag um 0,50 Prozent auf 25 150,78 Punkte.

An sogenannten Hexensabbat liefen Terminkontrakte auf Aktien und Indizes an den Terminbörsen aus. Vom "großen Verfall" sprechen Börsianer dann, wenn der letzte Handelstag aller vier Derivate-Typen, also der Optionen und Futures auf Indizes und einzelne Aktien, auf denselben Tag fällt. Anleger versuchten im Handelsverlauf, die Kurse in die für sie günstige Richtung zu schieben.

Das Interesse der Anleger blieb außerdem auf das Thema Brexit gerichtet. "Eine Woche Abstimmungsmarathon in London und Welt und Börse sind am Ende genauso schlau wie vorher", resümierte Analyst Jochen Stanzl von CMC Markets mit Blick auf das jüngste Votum am Vorabend. Nun werde bis kommenden Mittwoch auf die nächste Abstimmung im Parlament gewartet, wobei es "schwer vorstellbar" sei, dass dann eine Lösung auf dem Tisch liege.

Zudem will China die Mehrwertsteuer senken, was den Konsum ankurbeln dürfte. Das milderte die schwelenden Konjunktursorgen etwas.

Unter den Einzelwerten rückten erneut die Aktien des Zahlungsabwicklers Wirecard in den Fokus, die am Dax-Ende fast 9 Prozent einbüßten. Strafverfolger nahmen laut dem "Handelsblatt" nun auch das Indien-Geschäft von Wirecard ins Visier. Das Unternehmen stellte indes klar, dass die Inhalte "nicht neu" und bereits mehrfach auch durch externe Prüfungen widerlegt worden seien. Auch eine Verkaufsempfehlung der Citigroup aufgrund der inzwischen zahlreichen Risiken drückte auf die Stimmung der Anleger.

Zudem bewegten Studien von Analysten: Die Papiere des Spezialchemie- und Pharmakonzerns Merck KGaA , die von der Schweizer Bank UBS aus Bewertungsgründen abgestuft worden waren, gaben im Dax um rund 2 Prozent nach.

Am Ende des Index für mittelgroße Werte MDax fanden sich die Anteilsscheine von Salzgitter mit einem Minus von mehr als 4 Prozent. Das Analysehaus Kepler Cheuvreux war skeptischer geworden mit Blick auf die Profitabilitätsentwicklung in der Stahlbranche und hatte den Daumen über die Aktien des Unternehmens gesenkt.

Der IT-Dienstleister Bechtle punktete derweil mit seinem Ausblick auf 2019. Die Aktien gewannen im MDax rund 2 Prozent. Die Aussagen über einen im Jahresvergleich erneut "sehr deutlichen" Umsatz- und Ergebnisanstieg sowie einer Gewinnmarge vor Steuern auf Vorjahresniveau seien angesichts des schwierigeren Umfelds solide, schrieb Analyst Knut Woller von der Baader Bank.

Im Nebenwerte-Index SDax zählten die Anteilsscheine des Online-Medikamentenhändlers Shop Apotheke nach zuversichtlichen Aussagen zum neuen Jahr zu den Spitzenwerten mit einem Plus von fast 6 Prozent.

Der EuroStoxx 50 als Leitindex der Eurozone schloss 1,32 Prozent höher bei 3386,08 Punkten. Für den Pariser Leitindex Cac 40 und den Londoner FTSE 100 ging es ebenfalls nach oben. Auch der Dow Jones Industrial legte zum Handelsschluss in Europa zu.

Am Rentenmarkt stieg die Umlaufrendite von minus 0,01 Prozent am Vortag auf 0,00 Prozent. Der Rentenindex Rex fiel um 0,05 Prozent auf 142,35 Punkte. Der Bund-Future gab um 0,01 Prozent auf 164,21 Punkte nach. Der Kurs des Euro stieg: Die Europäische Zentralbank setzte den Referenzkurs auf 1,1308 (Donnerstag: 1,1295) US-Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,8843 (0,8854) Euro./la/fba

--- Von Lutz Alexander, dpa-AFX ---

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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