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Deutsche Bank und Commerzbank: Presseschau zur möglichen Fusion


Presseschau zu möglicher Bankenfusion  

Zwei "Problembanken" – eine "Katastrophenbank"?

18.03.2019, 11:47 Uhr | dpa-AFX, AFP

 (Quelle: imago/Hannelore Förster)
"Nur dann, wenn wirtschaftlich sinnvoll": Bankenfusion von Deutsche Bank und Commerzbank

Jörg Eigendorf, Sprecher der Deutschen Bank, sagte unter anderem am Sonntag in Frankfurt auch, dass es der Deutschen Bank um Gründlichkeit vor Schnelligkeit ginge. (Quelle: Reuters)

"Nur dann, wenn wirtschaftlich sinnvoll": Zuletzt lotete ein Sprecher der Deutschen Bank spricht die Chancen einer möglichen Fusion mit der Commerzbank aus. (Quelle: Reuters)


Jetzt ist es soweit: Commerzbank und Deutsche Bank nehmen Gespräche über eine mögliche Fusion auf. Die Presse sieht ein solches Zusammengehen eher kritisch.

Mitteldeutsche Zeitung, Halle (Saale):

"Die Beschäftigten werden nicht zu ihren Gewinnern gehören. Wenn die Deutsche Bank und die Commerzbank gemeinsam wettbewerbsfähiger werden sollen, werden Tausende, vielleicht Zehntausende Arbeitsplätze in Deutschland gestrichen. Geschieht das nicht, gibt es statt zwei Problembanken bald eine Katastrophenbank."

Stuttgarter Zeitung, Stuttgart:

"An der Sinnhaftigkeit der Fusionspläne gibt es berechtigte Zweifel. Gewiss: Ein Zusammenschluss der beiden größten deutschen Privatbanken würde – in Verbindung mit Filialschließungen und Stellenabbau – den Wettbewerb auf dem deutschen Markt verringern. Die neue Mega-Bank hätte dann durchaus Chancen auf höhere Erträge. Allerdings erst nach Jahren teurer Abfindungsprogramme und anderer Umbaukosten."

Kölner Stadt-Anzeiger, Köln:

"Bisher ist der einzige strategische Vorzug dieser Fusion die mögliche Kostensenkung – wenn sie denn im jahrelangem Integrationsprozess wirklich eintritt. Die beiden Großbanken sind inzwischen Getriebene, sie können kaum noch zurück. Allein eine negative Reaktion an den Finanzmärkten könnte den Fusionsplan noch sprengen. Aber damit würde auch nichts besser, im Gegenteil."

Frankfurter Allgemeine Zeitung, Frankfurt/Main

"Es ist nicht sicher, dass die Deutsche Bank unter ihrem energischen Vorstandsvorsitzenden Christian Sewing genügend Zeit hat, um aus jenem tiefen Loch wieder herauszukommen ... In Zeiten sehr niedriger Zinsen und einer nachlassenden Konjunktur verschlechtern sich die Rahmenbedingungen für die im internationalen Vergleich schwachen deutschen Großbanken."


Die Welt, Berlin:

"Diese Prüfung ist mehr als eine betriebswirtschaftliche Notwendigkeit. Sie ist die Rechtfertigung gegenüber einer Politik, die sich eine international tätige Großbank wünscht. In beiden Banken wurden diese Aussagen als Aufforderung verstanden, einen Zusammenschluss zu prüfen."

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagenturen dpa-AFX, AFP

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