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Aktien Frankfurt: Luftholen nach starker Vorwoche


Aktien Frankfurt: Luftholen nach starker Vorwoche

08.04.2019, 12:07 Uhr | dpa-AFX

FRANKFURT (dpa-AFX) - Den Dax hat am Montag nach seiner siebentägige Gewinnserie ein wenig die Kraft verlassen. Mit einer Rally um fast 500 Punkte oder gut vier Prozent war die letzte Börsenwoche die stärkste seit Ende 2016. Zum Start der neuen Woche ging es für ihn nun um 0,47 Prozent auf 11 952,87 Punkte bergab. Er kehrte damit unter die Marke von 12 000 Punkten zurück, die er in der Vorwoche erstmals seit Oktober wieder erobert hatte.

Die Postbank sieht den Markt zu Wochenbeginn nach dem jüngsten Lauf reif für Gewinnmitnahmen. Die weitere Luft nach oben könnte nun Experten zufolge vorerst etwas dünner werden: Chartexperte Andreas Büchler von Index Radar sprach in einem Kommentar von einer vorläufigen Überhitzung beim Dax, sodass geduldige Anleger wohl "bald zu etwas günstigeren Preisen in den deutschen Aktienindex investieren können".

Auch der MDax zollte seiner jüngsten Rally etwas Tribut, er fiel um 0,42 Prozent auf 25 438,49 Punkte. Der EuroStoxx 50 als Leitindex der Eurozone folgte dem mit einem Abschlag von 0,3 Prozent. In New York wird zudem der Dow Jones Industrial am Montag ebenfalls schwächer erwartet.

Im Blick bleibt die Brexit-Entwicklung. Im schier unendlichen Gezerre beginnt erneut eine entscheidende Woche, denn nach jetzigem Stand sollen die Briten die EU an diesem Freitag verlassen. Mit Spannung wird erwartet, ob die Gespräche zwischen der Regierung von Premierministerin Theresa May und der Labour-Opposition über einen Ausweg aus der Sackgasse an diesem Montag erste Ergebnisse bringen.

Unter den Verlierern im Dax waren einige Autowerte, darunter BMW und Continental mit Abgaben von 0,5 und 2 Prozent. Bei BMW bremste eine Rückstellung von rund einer Milliarde Euro für mögliche Kartellstrafen den Kurs. Bei Continental wurden die Verluste mit einer Analystenstimme in Zusammenhang gebracht. Die Experten von Kepler Cheuvreux haben ihre Kaufempfehlung für die Aktien des Autozulieferers aufgegeben.

Ein großer Verlierer im Dax waren ferner die SAP -Aktien, die mit einem 1,8-prozentigen Abschlag an ihre Flaute vom Freitag anknüpften. Für Unsicherheit unter den Anlegern sorgte zu Wochenbeginn der Abschied des für die wichtigen Cloud-Angebote zuständigen Vorstandsmitglieds Robert Enslin. Damit nimmt binnen weniger Wochen das zweite Mitglied der obersten Führungsebene seinen Hut.

Für Henkel dagegen ging es an der Dax-Spitze in einem europaweit freundlichen Branchenumfeld um 1,5 Prozent nach oben. Auf der Aktionärsversammlung hatte der Konsumgüter- und Klebstoffkonzern seine Ziele für 2019 und die Folgejahre bekräftigt, Tags darauf wartet nun auf die Anleger die nächste Dividendenauszahlung.

Im MDax zeigten sich die Aktien der Commerzbank mit Abgaben von etwa 2 Prozent besonders schwach. Hier liegt der der Fokus ungebrochen auf der Diskussion über eine Fusion mit der Deutschen Bank, deren Papiere im Dax um 0,8 Prozent fielen. Ein Händler sah eine Belastung in einem Pressebericht, wonach der größere Wettbewerber für die Commerzbank nicht die in solchen Fällen übliche Prämie zahlen will.

Fraport waren im MDax mit einem 1,5-prozentigen Abschlag unter den Verlierern. Das kanadische Analysehaus RBC hatte sich skeptisch zu den Aussichten für Flughafenbetreiber geäußert und die Aktien des Frankfurter Unternehmens auf "Underperform" abgestuft.

Ansonsten gingen die stärker werdenden Protestbewegungen in deutschen Großstädten und die Debatte über mögliche Enteignungen nicht spurlos an Immobilienwerten vorbei. Unter den im MDax vertretenen Branchenaktien fielen Deutsche Wohnen um 1,6 Prozent.

Im SDax ließen die Anleger von Borussia Dortmund einmal mehr das Bundesliga-Wochenende Revue passieren. Nach dem Fünf-Tore-Trauma im Spitzenspiel gegen Bayern München herrscht dieses Mal wieder Katerstimmung, die Aktien fielen um 2,8 Prozent./tih/mis

--- Von Timo Hausdorf, dpa-AFX ---

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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