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Aktien Frankfurt: Luftholen nach starker Vorwoche


Aktien Frankfurt: Luftholen nach starker Vorwoche

08.04.2019, 15:01 Uhr | dpa-AFX

FRANKFURT (dpa-AFX) - Den Dax hat am Montag nach einer siebentägigen Gewinnserie vorerst die Kraft verlassen. Zum Start der neuen Woche ging es für ihn um 0,24 Prozent auf 11 980,48 Punkte bergab. Er kehrte damit unter die Marke von 12 000 Punkten zurück, die er kürzlich erstmals seit Oktober wieder erobert hatte. Mit einer Rally um fast 500 Punkte oder gut vier Prozent war die vergangene Börsenwoche für ihn die stärkste seit Ende 2016.

Die Postbank sieht den Markt nach dem jüngsten Lauf reif für Gewinnmitnahmen. Die weitere Luft nach oben könnte nun Experten zufolge vorerst etwas dünner werden: Chartexperte Andreas Büchler von Index Radar sprach in einem Kommentar von einer vorläufigen Überhitzung beim Dax, sodass geduldige Anleger wohl "bald zu etwas günstigeren Preisen in den deutschen Aktienindex investieren können".

Auch der MDax zollte seiner jüngsten Rally etwas Tribut, er fiel um 0,21 Prozent auf 25 491,23 Punkte. Der EuroStoxx 50 als Leitindex der Eurozone folgte dem mit einem moderaten Abschlag von 0,15 Prozent. In New York wird der Dow Jones Industrial am Montag ebenfalls schwächer erwartet.

Im Blick bleibt die Brexit-Entwicklung. Im schier unendlichen Gezerre beginnt erneut eine entscheidende Woche, denn nach jetzigem Stand sollen die Briten die EU an diesem Freitag verlassen. Bei der Suche nach einem gemeinsamen Weg aus der Sackgasse kommen die regierenden Konservativen und die Labour-Opposition in Großbritannien weiter nicht voran. Am Mittwoch will die britische Premierministerin Theresa May auf dem EU-Sondergipfel um eine Verlängerung der Austrittsfrist bis zum 30. Juni bitten.

Unter den Verlierern im Dax waren einige Autowerte, darunter BMW und Continental mit Abgaben von 0,3 und 1,8 Prozent. Bei BMW bremste eine Rückstellung von rund einer Milliarde Euro für mögliche Kartellstrafen den Kurs. Bei Continental wurden die Verluste mit einer Analystenstimme in Zusammenhang gebracht. Die Experten von Kepler Cheuvreux gaben nach gutem Lauf ihre Kaufempfehlung für die Aktien des Autozulieferers auf.

Ein klarer Verlierer im Dax waren ferner die SAP -Aktien mit einem Abschlag von etwa 1 Prozent. Für Unsicherheit unter den Anlegern sorgte zu Wochenbeginn der Abschied des Vorstandsmitglieds Robert Enslin, der für die besonders wichtigen Cloud-Angebote zuständig war. Damit nimmt binnen weniger Wochen das zweite Mitglied der obersten Führungsebene seinen Hut.

Für Henkel dagegen ging es an der Dax-Spitze in einem europaweit freundlichen Branchenumfeld um 2,5 Prozent nach oben. Auf der Aktionärsversammlung hatte der Konsumgüter- und Klebstoffkonzern seine Ziele für 2019 und die Folgejahre bekräftigt.

Im MDax zeigten sich die Aktien der Commerzbank mit Abgaben von etwa 2,5 Prozent besonders schwach. Hier liegt der der Fokus ungebrochen auf der Diskussion über eine Fusion mit der Deutschen Bank, deren Papiere im Dax um 1,6 Prozent fielen. Ein Händler sah eine Belastung in einem Pressebericht, wonach der größere Wettbewerber für die Commerzbank nicht die in solchen Fällen übliche Prämie zahlen will.

Fraport waren im MDax mit einem 1,1-prozentigen Abschlag unter den Verlierern. Das kanadische Analysehaus RBC hatte sich skeptisch zu den Aussichten für Flughafenbetreiber geäußert und die Aktien des Frankfurter Unternehmens auf "Underperform" abgestuft.

Ansonsten gingen die stärker werdenden Protestbewegungen in deutschen Großstädten und die Debatte über mögliche Enteignungen nicht spurlos an Immobilienwerten vorbei. Allen voran fielen unter den in Dax und MDax vertretenen Branchenaktien jene von Deutsche Wohnen um 1,8 Prozent.

Im SDax ließen die Anleger von Borussia Dortmund einmal mehr das Bundesliga-Wochenende Revue passieren. Nach dem Fünf-Tore-Trauma im Spitzenspiel gegen Bayern München herrscht dieses Mal wieder Mollstimmung, die Aktien fielen um 2,6 Prozent.

Am Rentenmarkt fiel die Umlaufrendite von minus 0,06 Prozent am Vortag auf minus 0,07 Prozent. Der Rentenindex Rex stieg um 0,02 Prozent auf 142,85 Punkte. Der Bund-Future gab knapp um 0,02 Prozent auf 165,34 Punkte nach.

Der Eurokurs stieg auf zuletzt 1,1255 US-Dollar. Die Europäische Zentralbank hatte den Referenzkurs am Freitag auf 1,1233 US-Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,8902 Euro./tih/mis

--- Von Timo Hausdorf, dpa-AFX ---

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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