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Idealo verklagt Google auf 500 Millionen Euro


Schadensersatz  

Idealo verklagt Google auf 500 Millionen Euro

12.04.2019, 14:42 Uhr | rtr, dpa-AFX

Idealo verklagt Google auf 500 Millionen Euro. Das Logo von Google: Idealo will mit dem Verfahren gegen Google ein Zeichen setzen. (Quelle: Christoph Dernbach/dpa)

Das Logo von Google: Idealo will mit dem Verfahren gegen Google ein Zeichen setzen. (Quelle: Christoph Dernbach/dpa)

Das Produkt- und Preisvergleichsportal Idealo verklagt Google. Aus Sicht des Onlineportals verschafft sich der Internetriese einen entscheidenden Vorteil.

Die Preisvergleichsplattform Idealo des Medienkonzerns Axel Springer verklagt den Internetriesen Google Alphabet Inc. C Aktie wegen Missbrauchs seiner marktbeherrschenden Stellung als Suchmaschinenbetreiber. Es sei eine Schadensersatzklage in Höhe von rund einer halben Milliarde Euro beim Landgericht Berlin eingereicht worden, teilt das Berliner Unternehmen am Freitag mit.

Jahrelanger Rechtsstreit erwartet

Es werde mit einem jahrelangen Rechtsstreit über mehrere Instanzen gerechnet. Die geforderte Schadensersatzsumme könne in der Zwischenzeit erhöht werden. Google wollte zunächst keine Stellung nehmen, da ihm die Klage noch nicht zugestellt wurde.

Die EU-Kommission hatte Google im Sommer 2017 wegen Missbrauchs der marktbeherrschenden Stellung seines Preisvergleichsdienstes eine Strafe in Höhe von rund 2,4 Milliarden Euro aufgebrummt. Damals hieß es, jede Firma, die sich durch die Marktmacht des US-Konzerns in dem vorliegenden Fall benachteiligt fühle, könne vor einem nationalen Gericht auf Schadensersatz klagen.

Vorteil von Google

Google habe anderen Unternehmen die Möglichkeit genommen, im Wettbewerb durch Leistung zu überzeugen und habe verhindert, dass die europäischen Verbraucher wirklich zwischen verschiedenen Diensten wählen und die Vorteile der Innovation voll nutzen könnten.

Idealo argumentiert nun, dass der Missbrauch weiterhin anhält, da Google keine ausreichenden Schritte unternommen habe, um für eine Gleichbehandlung aller Produkt- und Preisvergleichsdienste zu sorgen. Nach wie vor platziere Google seinen Dienst ganz oben in den Suchergebnissen und verschaffe sich unrechtmäßige Vorteile.



"Wir wollen mit dem Verfahren ein Zeichen setzen, dass sich gegen das rechtsmissbräuchliche Verhalten von Google zur Wehr gesetzt werden kann", sagt Idealo-Geschäftsführer Philipp Peitsch.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagenturen Reuters, dpa

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