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Boeing: Hohe Gewinneinbrüche nach Debakel um 737 Max


Hohe Gewinneinbrüche  

Boeing streicht Jahresziele nach 737-Max-Debakel

24.04.2019, 15:59 Uhr

FILE PHOTO - American civil aviation and Boeing investigators search through the debris at the scene of the Ethiopian Airlines Flight ET 302 plane crash, near the town of Bishoftu, southeast of Addis Ababa (Quelle: Reuters/Reuters)
Nach Absturz: Angehörige verkünden unter Tränen Klage gegen Boeing

Es ist die erste Klage, die im Auftrag eines US-amerikanischen Opfers des Absturzes der Ethiopian Airlines eingereicht wurde, und die erste, die auch gegen die Fluggesellschaft und den Zulieferer Rosemount Aerospace gerichtet ist. (Quelle: Reuters)

Anfang April: Angehörige verkündeten unter Tränen ihre Klage gegen Boeing, was jetzt auch zur Streichung der Jahresziele führt. (Quelle: Reuters)


Nach zwei Flugzeugabstürzen in kurzer Zeit steht Boeing heftig unter Druck. Nun hat der US-Konzern erstmals seit dem Unglück in Äthiopien einen Geschäftsbericht vorgelegt. Die Probleme rund um die 737-Max-Unglücksflieger hinterließen deutliche Spuren.

Der US-Luftfahrtriese Boeing hat zu Jahresbeginn deutlich weniger verdient und nach den Abstürzen zweier 737-Max-Maschinen seine Ziele für 2019 gestrichen. Da weiter unklar ist, wann und zu welchen Bedingungen der absatzstärkste Flugzeugtyp wieder abheben darf, soll eine neue Prognose erst zu einem späteren Zeitpunkt bekanntgegeben werden, teilte der Airbus-Rivale am Mittwoch in Chicago mit. Das Debakel um die 737-Max-Maschinen hinterließ bereits deutliche Spuren in der Bilanz.

13 Prozent weniger Umsatz als im Vorjahreszeitraum

Im ersten Quartal brach Boeings Gewinn verglichen mit dem Vorjahreswert um 13 Prozent auf 2,1 Milliarden Dollar (1,9 Mrd Euro) ein. Weil der Hersteller infolge des zweiten Absturzes einer 737-Max-Maschine im März keine neuen Exemplare davon mehr ausliefern darf, fiel der Umsatz um zwei Prozent auf 22,9 Milliarden Dollar. Boeing bezifferte die bisherigen Kosten durch die 737-Max-Probleme auf über eine Milliarde Dollar, machte aber noch keine Angaben dazu, wie stark die künftigen Geschäfte darunter leiden werden.

Der bisherige Geschäftsausblick für 2019 habe jedoch keine Gültigkeit mehr und werde aktualisiert, wenn es mehr Klarheit über die Probleme mit der 737-Max-Baureihe gebe. Boeing hatte ursprünglich angepeilt, in diesem Jahr 895 bis 905 Passagier- und Frachtflugzeuge auszuliefern. Der Umsatz sollte 109,5 bis 111,5 Milliarden Dollar erreichen. Für den Gewinn je Aktie hatte das Management 21,90 bis 22,10 Dollar im Auge. Wegen Schadenersatzforderungen von Fluggesellschaften und Angehörigen der bei den Abstürzen getöteten Passagiere drohen Boeing aber nun hohe Belastungen.


Der Flugzeugbauer steht nach den Abstürzen in Indonesien und Äthiopien, bei denen insgesamt 346 Menschen starben, massiv in der Kritik. Ein Herstellerfehler bei einer Steuerungssoftware, die eigens für Boeings spritsparende Neuauflage der 737-Reihe entwickelt wurde, gilt laut vorläufigen Ermittlungsberichten als möglicherweise entscheidende Unfallursache. Boeing arbeitet auf Hochtouren an einem dringend erwarteten Update der Software, um bei den Luftfahrtbehörden eine Wiederzulassung der 737-Max-Unglücksflieger zu erreichen. Doch mit einer raschen Zertifizierung ist derzeit nicht zu rechnen.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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