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Aufsichtsrat stellt sich hinter Bayer-Boss Baumann


Trotz Abstimmungsniederlage  

Aufsichtsrat stellt sich hinter Bayer-Boss Baumann

28.04.2019, 11:14 Uhr | dpa-AFX

 (Quelle: Reuters)
Bayer AG erhält Gegenwind bei Hauptversammlung

Als Reaktion auf die Übernahme von Monsanto demonstrieren Umweltschützer gegen den Konzern. Auch Aktionäre sind verärgert, einige wollen Bayer-Chef Werner Baumann das Vertrauen entziehen. (Quelle: Reuters)

Monsanto-Debakel: Bayer bekommt Gegenwind bei der Hauptversammlung. (Quelle: Reuters)


Nach der Milliardenübernahme von Monsanto haben die Aktionäre Werner Baumann das Vertrauen entzogen – als erstem amtierenden Vorstandschef eines Dax-Konzerns. Der Aufsichtsrat sieht das jedoch anders.

 (Quelle: Reuters)
Bayer AG erhält Gegenwind bei Hauptversammlung

Als Reaktion auf die Übernahme von Monsanto demonstrieren Umweltschützer gegen den Konzern. Auch Aktionäre sind verärgert, einige wollen Bayer-Chef Werner Baumann das Vertrauen entziehen. (Quelle: Reuters)

Monsanto-Debakel: Bayer bekommt Gegenwind bei der Hauptversammlung. (Quelle: Reuters)


Trotz einer herben Abstimmungsniederlage bekommt der Bayer BAYER AG NA O.N. Aktie-Chef Werner Baumann Rückendeckung vom Aufsichtsrat des Agrarchemie- und Pharmakonzerns. Das Gremium teilt mit, man stehe "geschlossen hinter dem Vorstand".

Denkzettel bei Hauptversammlung

Zuvor hatte die Hauptversammlung Baumann wegen hoher Rechtsrisiken durch die Monsanto-Übernahme und wegen des Kursverfalls der Bayer-Aktie einen Denkzettel verpasst: Das Aktionärstreffen verweigerte dem Vorstand die Entlastung.

Das war ein äußerst ungewöhnlicher Schritt, denn normalerweise liegt die Zustimmung zur Entlastung im hohen 90-Prozent-Bereich, 2018 waren es rund 97 Prozent gewesen, obwohl es auch damals schon Kritik am Monsanto-Kauf gab. Dieses Jahr stürzte der Wert auf 44,5 Prozent ab. Die Mehrheit entlastete den Vorstand also nicht.

Das Votum hat zwar keine direkten Folgen, für den Konzernlenker ist es aber ein tiefer Imagekratzer und kann als Zeichen des Misstrauens der Aktionäre gesehen werden.

Vertrauen der Aktionäre zurückgewinnen

Im Anschluss an die 13-stündige Hauptversammlung mit hitzigen Wortmeldungen enttäuschter Aktionäre hatte der Aufsichtsrat eine außerordentliche Sitzung einberufen. Doch Ungemach droht Baumann von Seiten des Kontrollgremiums zunächst nicht – stattdessen übte man sich im Schulterschluss. Der Aufsichtsrat werde den Vorstand dabei "unterstützen, das Vertrauen der Aktionäre und weiterer Stakeholder in das Unternehmen und seine Strategie schnellstmöglich und vollständig wieder zurückzugewinnen", hieß es.


Die Aktionäre hatten indes auch dem Kontrollgremium deutlich gezeigt, dass sie mit dessen Arbeit im vergangenen Jahr nicht sonderlich zufrieden waren: Lediglich 66,4 Prozent stimmten für die Entlastung des Aufsichtsrats.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa-AFX

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