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Aktien New York Schluss: 'Schöner Brief' an Trump hilft Dow etwas


Aktien New York Schluss: 'Schöner Brief' an Trump hilft Dow etwas

09.05.2019, 22:26 Uhr | dpa-AFX

NEW YORK (dpa-AFX) - An den US-Börsen ist am Donnerstag neue Hoffnung auf einen guten Ausgang des Handelskonflikts zwischen China und den USA aufgekommen. Zwar gab der Dow Jones Industrial am Ende um 0,54 Prozent auf 25 828,36 Punkte nach. Er grenzte aber die Verluste im Handelsverlauf merklich ein: Im Tagestief hatte der Leitindex noch 1,7 Prozent eingebüßt und war auf den niedrigsten Stand seit Ende März gefallen.

Der chinesische Präsident Xi Jinping hat im Handelsstreit mit den USA Kontakt zu US-Präsident Donald Trump aufgenommen. Er habe einen "wunderschönen Brief" von Xi erhalten, sagte Trump am Donnerstag in Washington. Eine Einigung noch in dieser Woche sei immer noch möglich. Er werde voraussichtlich mit Xi telefonieren, dieser habe ihn zur Zusammenarbeit aufgefordert, sagte der US-Präsident.

Auf diese Nachricht hin holten die Aktien einen Großteil ihrer frühen Verluste wieder auf. Seit dem Wochenende hatte die neuerliche Zuspitzung des Konflikts zwischen den USA und China die Börsianer verschreckt und die Notierungen erheblich unter Druck gesetzt. Die Handelsgespräche zwischen den beiden Ländern werden am heutigen Tag fortgesetzt.

Der technologielastige Nasdaq 100 gab um 0,46 Prozent auf 7582,75 Punkte nach. Der breit aufgestellte S&P 500 verlor 0,30 Prozent auf 2870,72 Zähler.

Im Dow standen die Aktien von Intel im Blick. Der Halbleiter-Riese enttäuschte an der Börse mit der Umsatzprognose für die nächsten drei Jahre, was der Aktie einen Verlust von gut fünf Prozent einbrockte. Analysten bemängelten zudem eine nachlassende Profitabilität. Intel hatte erst Ende April die Prognosen für das laufende Jahr gesenkt. Papiere des Technologiekonzerns IBM büßten 1,9 Prozent ein. Auch andere Halbleitertitel mussten Verluste hinnehmen.

Der Hollywood-Riese Walt Disney überzeugte mit den Zahlen zum ersten Quartal, die die Erwartungen am Markt übertrafen. Mit seinem Marvel-Epos "Avengers" bricht das Unternehmen zudem weiterhin Rekorde. Der Aktienkurs konnte sich jedoch mit minus 1 Prozent dem schwächeren Börsenumfeld nicht entziehen.

Neues gibt es im milliardenschweren Bieterwettkampf um Anadarko. Chevron erteilte der Hoffnung des Ölförderers Anadarko auf eine Anhebung seiner Offerte eine Absage und will stattdessen die Aktienrückkäufe ausweiten. Kreisen zufolge hatte Anadarko gehofft, dass Chevron den Bieterwettkampf weiter vorantreibt, nachdem Occidental Petroleum in diesen eingestiegen war und mit einem Gebot Chevron zunächst ausgestochen hatte. Während die Aktien von Anadarko um 3,3 Prozent fielen und Occidential um 6,4 Prozent, legten die von Chevron um 3,1 Prozent zu. Analysten lobten, dass sich der Ölkonzern nicht auf einen am Ende teuren Bieterwettkampf einließ.

In den Fokus rückt zudem der Börsengang von Uber. Erwartet wird, dass der Online-Fahrvermittler an diesem Tag den Ausgabepreis für seine Aktie bekannt gibt und am Freitag dann den Schritt aufs Parkett wagt. Die Nachfrage nach Uber-Aktien hält sich allerdings offenbar in Grenzen: Zum Handelsschluss verlautete aus informierten Kreisen, dass Uber bei der Aktienplatzierung an das untere Ende der Preisspanne geht. Diese reicht von 44 bis 50 Dollar.

"Es war bisher immerhin ein großes Jahr für IPOs", kommentierte Analyst Michael Hewson von CMC Markets und verwies auf Levi Strauss, Lyft, Pinterest, Zoom Communications und Beyond Meat. Weitere wie womöglich die von Avantor und WeWork dürften folgen.

US-Anleihen legten am Donnerstag leicht zu. Richtungweisende zehnjährige Papiere stiegen um 8/32 auf 99 11/32 Punkte. Sie rentierten mit 2,45 Prozent. Der Eurokurs zeigte sich in New York fester, für die Gemeinschaftswährung wurde zuletzt 1,1220 US-Dollar bezahlt. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs zuvor auf 1,1193 (Mittwoch: 1,1202) US-Dollar festgelegt. Der Dollar hatte damit 0,8934 (0,8927) Euro gekostet./bek/stk

--- Von Benjamin Krieger, dpa-AFX ---

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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