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E-Autos: Verkehrsminister Scheuer will Kaufprämie erhöhen


Höhere Beträge, längere Förderung  

E-Autos: Verkehrsminister Scheuer will Kaufprämie erhöhen

10.05.2019, 18:13 Uhr | rtr

E-Autos: Verkehrsminister Scheuer will Kaufprämie erhöhen. Verkehrsminister Andreas Scheuer (CSU): Die bisherige Kaufprämie hat den Absatz von Elektroautos kaum angekurbelt. Nun könnte sie erhöht werden. (Quelle: imago images/Emmanuele Contini)

Verkehrsminister Andreas Scheuer (CSU): Die bisherige Kaufprämie hat den Absatz von Elektroautos kaum angekurbelt. Nun könnte sie erhöht werden. (Quelle: Emmanuele Contini/imago images)

Das Bundesverkehrsministerium will die Kaufprämie für Elektroautos deutlich ausweiten. Insbesondere günstigere Modelle könnten stärker gefördert werden. Bis zu einem Fünftel des Kaufpreises sei im Gespräch.

Um die Nachfrage nach E-Autos zu steigern, plant das Verkehrsministerium nach Informationen aus Regierungskreisen die Kaufprämie für Elektroautos deutlich auszuweiten. "Das Ministerium will sowohl höhere Beträge als auch eine längere Förderdauer als vom Wirtschaftsministerium vorgeschlagen", sagte ein Regierungsvertreter der Nachrichtenagentur Reuters.

Verdopplung der Kaufprämie im Gespräch

So sollten günstigere E-Autos bis 30.000 Euro umfangreicher gefördert werden und dafür der Anteil des Bundes verdoppelt werden. Die bisherigen Regelungen laufen Ende Juni aus. Wirtschaftsminister Peter Altmeier (CDU) hatte vorgeschlagen, sie zunächst weitgehend unverändert bis Ende 2020 zu verlängern.

Verkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) will den Informationen zufolge aber bereits jetzt ein Signal für umfangreiche Hilfen setzen, die dann bis Mitte der 2020er Jahre festgeschrieben werden könnten. Dies könnte er auch als Vorschlag in die für Ende Mai geplante Sitzung des Klimakabinetts der Regierung einbringen.

Bisher verhaltene Nachfrage nach Kaufprämie

Die bisherige Gesamt-Kaufprämie in Höhe von 4.000 Euro für E-Autos und von 3.000 Euro für Hybrid-Fahrzeuge war 2016 für drei Jahre eingeführt worden. Bund und Autobauer teilen sie sich je zur Hälfte. Das dafür vorgesehene Bundesgeld in Höhe von 1,2 Milliarden Euro wurde bisher jedoch bei weitem nicht ausgeschöpft.

Seit Einführung der Kaufprämie wurden bisher rund 109.000 Förderanträge beim Neukauf eines E-Autos oder eines Hybrid-Fahrzeuges gestellt. Die Nachfrage blieb damit deutlich hinter den Erwartungen zurück.

Hilfe könnte auf über ein Fünftel des Kaufpreises steigen

Sollte die Industrie ihren Anteil beibehalten, würde sich die Gesamtförderung für reine E-Autos mit dem Vorstoß auf 6.000 Euro erhöhen, für Plug-In-Hybride auf 4.500 Euro, sofern sie nicht mehr als 30.000 Euro kosten. E-Autos bis zum Wert von 60.000 Euro will Scheuer künftig mit einem Bundesanteil von 2.500 Euro fördern, 500 Euro mehr als bislang. Für Taxen und Lieferwagen soll demnach unabhängig vom Kaufpreis die Prämie auf 4.000 beziehungsweise 3.000 Euro verdoppelt werden. Dies käme Herstellern wie dem Volkswagen-Konzern VOLKSWAGEN AG VZO O.N. Aktie entgegen, der besonders stark auf E-Autos setzt.

Das Verkehrsministerium wollte sich zu den Informationen nicht äußern und verwies auf die laufenden Abstimmungen innerhalb der Regierung. Im Umweltministerium und bei der SPD dürfte der Vorstoß zumindest auf Sympathie treffen. Aus ihren Reihen waren ebenfalls eine deutliche Verlängerung und Erhöhung der Prämie verlangt worden.



Durchbruch für das E-Auto fördern

Den Regierungskreisen zufolge sieht Scheuer in einer höheren Förderung für günstigere E-Autos zum einen eine soziale Komponente. Zum anderen könne so ein Durchbruch für das E-Auto beschleunigt werden, das bisher in erster Linie von Besserverdienenden genutzt wird. Derzeit sind noch weit unter einer Million E-Autos auf deutschen Straßen unterwegs. Schon aus Klimaschutzgründen hat Scheuer die Zahl von zehn Millionen Autos bis 2030 ins Auge gefasst.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur Reuters

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