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Aktien Frankfurt Schluss: Weniger scharfe Zollrhetorik bringt Erholung


Aktien Frankfurt Schluss: Weniger scharfe Zollrhetorik bringt Erholung

14.05.2019, 18:12 Uhr | dpa-AFX

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Dax hat am Dienstag den tiefroten Wochenauftakts zum Teil wieder wett gemacht. Dem deutschen Leitindex half es vorerst wieder auf die Beine, dass im US-chinesischen Handelsstreit die Rhetorik beider Seiten etwas an Schärfe verlor. Außerdem sorgten zahlreiche Quartalsberichte und Unternehmensnachrichten für viel Gesprächsstoff.

Der Dax arbeitete sich stetig vor und nahm im Nachmittagshandel wieder Kurs auf die Marke von 12 000 Punkten, die am Vortag erst gefallen war. Er schloss 0,97 Prozent höher bei 11 991,62 Punkten, während es für den MDax sogar um 1,52 Prozent auf 25 417,16 Punkte nach oben ging. Eine Stütze für beide waren die ebenfalls erholten US-Börsen.

Nach der jüngsten Eskalation hatte Donald Trump im Handelsstreit mit China am Dienstag etwas mildere Töne angestimmt - mit den Worten, noch nicht über eine weitere Verschärfung der Gangart entschieden zu haben. Am Rande des Gipfels der großen Industrieländer (G20) Ende Juni im japanischen Osaka wolle er mit Chinas Staats- und Parteichef Xi Jinping reden, sagte der US-Präsident.

"Offenbar hat die Reaktion der Märkte auch Präsident Trump beeindruckt, da er bezüglich der nächsten Zollausweitung leicht zurückruderte", schrieb Analyst Martin Roth von der Commerzbank am Morgen in einem Kommentar. Zu Wochenbeginn war der Dax wegen scharfer Worte des US-Präsidenten und chinesischer Vergeltungsmaßnahmen noch um 1,5 Prozent abgesackt.

Im Mittelpunkt standen im Dax viele Zahlen, aber auch die Aktien von Bayer , die nach einer weiteren Gerichtsschlappe im Glyphosat-Prozess Schwäche zeigten. Am Ende fielen sie um etwa 2 Prozent und zeigten sich so immerhin etwas erholt von ihrem tiefsten Stand seit 2012, den sie im frühen Handel mit 53,65 Euro erreicht hatten.

Die Quartalszahlen des Darmstädter Pharma- und Chemiekonzerns Merck seien in die Kategorie "durchwachsen bis schlechter als erwartet" einzuordnen, sagte ein Händler. Die Anteile weiteten nach zögerlichem Start ihre Verluste bis auf 3,7 Prozent aus, was ihnen am Ende die rote Laterne im Dax einbrachte.

Vonovia verloren belasten von einer Kapitalerhöhung 1,5 Prozent. Bei Thyssenkrupp war die Euphorie, die am Freitag noch wegen einem Konzernumbau geherrscht hatte, mittlerweile fast wieder verflogen. Die Aktien knüpften mit einem Minus von 3,1 Prozent an ihre Gegenreaktion vom Vortag an. Der Industrie- und Stahlkonzern hatte im zweiten Geschäftsquartal rote Zahlen geschrieben.

Zahlen gab es außerdem von der Allianz , deren Aktien sich mit einem Anstieg um 1,8 Prozent im vorderen Dax-Drittel bewegten. Geringere Schäden durch Naturkatastrophen hatten der Versicherer zum Jahresauftakt einen Gewinnschub beschert.

Sehr fest zeigten sich am Tag vor der Zahlenvorlage RWE , mit einem Satz nach oben um 2,6 Prozent. Alberto Gandolfi von Goldman Sachs rechnet bei dem Versorger mit einem starken Abschneiden im Geschäft mit erneuerbaren Energien.

Im MDax wurden die 4,3 höheren Aktien der Commerzbank von einem Medienbericht befeuert, wonach das Interesse der italienischen Unicredit an einer Übernahme reife, nachdem die Fusion mit der Deutschen Bank gescheitert ist. Evotec toppten dies nach Zahlen aber noch mit einem Anstieg um 5,2 Prozent.

Am MDax-Ende dagegen drückte die Absage der Übernahme von Scout24 durch die Finanzinvestoren Hellmann & Friedman und Blackstone die Aktien des Betreibers von Online-Marktplätzen mit fast 5 Prozent ins Minus.

Auf europäischer Bühne wurde der Dax vom EuroStoxx noch leicht übertrumpft: Der Leitindex der Eurozone stieg um 1,3 Prozent auf 3364,38 Punkte. In Paris rückte der Cac 40 sogar um 1,5 Prozent vor, während der Londoner FTSE 100 um gut 1 Prozent zulegte. In New York stand der Dow Jones Industrial zum europäischen Handelsschluss mit 1,3 Prozent im Plus.

Am Rentenmarkt sank die Umlaufrendite von minus 0,12 Prozent am Vortag auf minus 0,13 Prozent. Der Rentenindex Rex stieg um 0,04 Prozent auf 143,29 Punkte. Der Bund-Future gab um 0,04 Prozent auf 166,50 Punkte nach.

Der Euro gab zuletzt auf 1,1212 US-Dollar nach. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs zwischenzeitlich auf 1,1226 (Montag: 1,1245) US-Dollar festgesetzt. Der Dollar hatte damit 0,8908 (0,8893) Euro gekostet./tih/he

--- Von Timo Hausdorf, dpa-AFX ---

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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