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Das ändert sich ab September beim Online-Banking


iTAN-Liste bald ungültig  

Das ändert sich ab September beim Online-Banking

02.07.2019, 15:11 Uhr | dpa

 (Quelle: SAT.1)

Neue Zahlungsdiensterichtlinie: Ab September müssen sich viele Verbraucher auf Änderungen beim Online-Banking einstellen. (Quelle: SAT.1)

Das ändert sich ab September beim Online-Banking

Viele Verbraucher bekommen in diesen Tagen Post von ihrer Bank. Der Grund: Ab September greifen die Regelungen einer neuen, europäischen Richtlinie. Diese zieht einige Änderungen für Bankkunden in Deutschland nach sich. (Quelle: SAT.1)

Neue Zahlungsdiensterichtlinie: Ab September müssen sich viele Verbraucher auf Änderungen beim Online-Banking einstellen. (Quelle: SAT.1)


Mit der i-Tan-Liste konnten viele Bankkunden bislang Online-Shopping nutzen und andere Überweisungen tätigen. Doch dieses System wird es ab Herbst nicht mehr geben. Was jetzt kommt.

Bankkonten sind bisher eine geschlossene Angelegenheit. Zugriff haben nur der Kunde und die jeweilige Bank. Doch das ändert sich: Ab September können auch Dritte auf Konten zugreifen – vorausgesetzt, der Kunde lässt das zu.

Viele Verbraucher bekommen in diesen Tagen Post von ihrer Bank. Der Inhalt der Briefe ist meist sehr juristisch gehalten, denn die Geldinstitute müssen ihre Kunden über wichtige Änderungen informieren: Ab September greifen die Regelungen der zweiten europäischen Zahlungsdiensterichtlinie PSD2, erklärt der Bundesverband deutscher Banken in Berlin.

Was genau ist ab September neu?

Von Bedeutung sind drei Änderungen: Auf Konten können künftig auch Drittanbieter zugreifen, wenn Kunden dem zustimmen.

Außerdem müssen Bankkunden sich beim Zugriff auf ihr Online-Banking ab dem 14. September immer mit der Zwei-Faktor-Methode identifizieren. Und schließlich müssen auch Kartenzahlungen im Internet künftig immer mit zwei Faktoren freigegeben werden.

Was ist mit Drittanbietern gemeint?

Gemeint sind Anbieter, die die Infrastrukturen von Banken nutzen, ohne selbst solche zu betreiben, erklärt der Bankenverband. Konkret sind das Dienste, die Zahlungen auslösen, Kontoinformationen sammeln und bündeln und Dienste, die Zahlungskarten herausgeben. Drittanbieter können nicht nur neue Dienstleister sein, sondern im Prinzip auch andere Banken.

Solchen Dienstleistern können Kunden künftig erlauben, auf ihr Konto zuzugreifen, zum Beispiel wenn sie im Internet einkaufen oder aber verschiedene Konten bei unterschiedlichen Geldinstituten in einer Übersicht dargestellt haben wollen. Die Erlaubnis des Kunden ist immer die Voraussetzung dafür, dass ein Drittanbieter Zugriff auf das Konto bekommt. Die Dienstleister unterliegen der Aufsicht der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungen (BaFin).

Wie ändert sich Online-Banking und Online-Shopping?

Einloggen ins Online-Banking mit nur einem Passwort wird bald der Vergangenheit angehören. Denn ab dem 14. September gilt laut Bankenverband die gesetzliche Pflicht zur sogenannten starken Kundenauthentifizierung. Das heißt, jeder Kunde muss sich immer mit zwei von drei möglichen Faktoren identifizieren. Infrage kommen hier etwa biometrische Merkmale wie ein Fingerabdruck, eine PIN-Nummer oder ein Smartphone.


Dieses Verfahren wird auch bei jeder Transaktion Pflicht. Die TAN-Liste aus Papier hat damit ausgedient. Für Aufträge muss eine eigens generierte TAN genutzt werden. Bei Kartenzahlungen im Internet werden sich Verbraucher künftig ebenfalls grundsätzlich mit zwei Faktoren identifizieren müssen.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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