Sie sind hier: Home > Finanzen > Börse > Aktien >

Niederlande ermitteln gegen Ex-Renault-Boss Carlos Ghosn


Wegen elf Millionen Euro  

Nach Verhaftung in Japan: Niederlande ermitteln gegen Carlos Ghosn

05.06.2019, 17:42 Uhr | dpa

Niederlande ermitteln gegen Ex-Renault-Boss Carlos Ghosn . Ex-Boss der Renault-Gruppe Carlos Ghosn: Japan wirft ihm Verstoß gegen Börsenauflagen vor. (Quelle: imago images/AFLO)

Ex-Boss der Renault-Gruppe Carlos Ghosn: Japan wirft ihm Verstoß gegen Börsenauflagen vor. (Quelle: AFLO/imago images)

Die Hinweise auf finanzielle Intransparenz bei Nissan wurden nach erster Überprüfung bestätigt, da droht dem Ex-Topmanager Carlos Ghosn erneut Ärger. Was ihm nun in den Niederlanden vorgeworfen wird. 

In der Affäre um den früheren Auto-Spitzenmanager Carlos Ghosn hat Renault bei einer Tochtergesellschaft in den Niederlanden zweifelhafte Ausgaben von zusammen rund elf Millionen Euro entdeckt. Wie der Renault-Verwaltungsrat mitteilt, geht es dabei unter anderem um Kosten für Flugreisen des früheren Konzernchefs Ghosn. Es sollten nun rechtliche Schritte gegen Ghosn in den Niederlanden geprüft werden.

Krise für Renault, Nissan und Mitsubishi hält an

Eine Überprüfung der gemeinsamen Tochtergesellschaft mit dem japanischen Partner Nissan bestätigt erste Hinweise, wonach es dort Mängel gab im Hinblick auf die finanzielle Transparenz und Verfahren zur Ausgabenkontrolle.

Nach der Verhaftung Ghosns in Japan war das von ihm geschaffene und kontrollierte französisch-japanische Auto-Bündnis zwischen Renault, Nissan und Mitsubishi in eine schwere Krise geraten. Ghosn war ein Verstoß gegen Börsenauflagen in Japan vorgeworfen worden. Seither wurde er mehrfach wegen weiterer angeblicher Vergehen angeklagt; er kam zum zweiten Mal auf Kaution aus der Untersuchungshaft. Ghosn hatte die Anschuldigungen in Japan mehrfach zurückgewiesen.

Kein Einfluss auf Fusionskurs

Der Renault-Verwaltungsrat beriet auch erneut über eine mögliche Fusion mit Fiat Chrysler. Die Möglichkeit werde weiterhin "mit Interesse" geprüft. Eine weitere Sitzung dazu solle es am (heutigen) Mittwoch geben. Es wurde erwartet, dass bald eine Entscheidung über die Aufnahme förmlicher Fusionsgespräche gefällt wird.

Fiat Chrysler hatte in der vergangenen Woche sein Ansinnen mitgeteilt, mit Renault zu fusionieren und zum weltweit drittgrößten Autohersteller aufzusteigen. Der neue Gigant würde die Marktführer Volkswagen und Toyota herausfordern.

Renault könnte größter Auto-Konzern werden

Renault hatte bereits unmittelbar nach Veröffentlichung der Offerte des italienisch-amerikanischen Konzerns mit Interesse reagiert. Auch der französische Staat, der 15 Prozent an Renault hält, reagiert positiv.


Fiat Chrysler hatte vorgeschlagen, dass beide Unternehmensgruppen - also Renault und FCA - je die Hälfte an der neuen Gesellschaft halten. Durch die Fusion erhoffen sich die Konzerne jährliche Einsparungen von fünf Milliarden Euro. Zusammen würden sie auf 8,7 Millionen Fahrzeuge im Jahr kommen.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

Liebe Leserinnen und Leser,

Leider können wir Ihnen nicht zu  allen Artikeln einen Kommentarbereich zur Verfügung stellen. Mehr dazu erfahren Sie in der Stellungnahme der Chefredaktion.

Eine Übersicht der aktuellen Leserdebatten finden Sie hier.

Gerne können Sie auch auf Facebook und Twitter zu unseren Artikeln diskutieren.

Ihr Community-Team

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail

Anzeige
30% auf alle bereits reduzierten Artikel!
bei TOM TAILOR
Anzeige
Dein Wunschmix: Daten, MIN/SMS wie du es brauchst
Prepaid wie ich will von congstar
myToysbonprix.deOTTOUlla Popkenamazon.deLIDLBabistadouglas.deBAUR

shopping-portal