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Flugaufsicht schickt Boeings Dreamliner zur Reparatur


Drohende Bremsprobleme  

Flugaufsicht schickt Boeings Dreamliner zur Reparatur

Von Lars Wienand

05.06.2019, 21:12 Uhr
. Ein Dreamliner in Boeing-Lackierung: Die amerikanische Flugaufsichtsbehörde schickt die USA zugelassenen Maschinen zur Reparatur.  (Quelle: Dave Sizer/Seattle, WA, Altair78 (CC BY-SA 3.0))

Ein Dreamliner in Boeing-Lackierung: Die amerikanische Flugaufsichtsbehörde schickt die USA zugelassenen Maschinen zur Reparatur. (Quelle: Dave Sizer/Seattle, WA, Altair78 (CC BY-SA 3.0))

Neue Probleme bei Boeing: Bei zwei Ausführungen des  Langstreckenflugzeugs B-787 Dreamliner könnten Materialprobleme an den Rädern gravierende Folgen haben.

Bei Boeing Boeing Co Aktie reißen die Berichte über technische Probleme nicht ab: Die US-Flugaufsichtsbehörde FAA hat eine Lufttüchtigkeitsanweisung herausgegeben, die am Donnerstag in Kraft tritt: Sie sieht vor, dass an allen in den USA zugelassenen Maschinen mit Millionenaufwand Teile ausgetauscht werden müssen, um einen unsicheren Betriebszustand zu beheben. Die Europäische Agentur für Flugsicherheit (EASA) hat die Anordnung aus den USA übernommen. 

Das Problem: An Rädern und Bereifung besteht ein Risiko von Schäden, die zum Verlust der Bremswirkung an einem der Hauptfahrwerke unter den Flügeln führen oder das Bugrad unter der Nase unsteuerbar machen könnten – ein Problem, wenn das Flugzeug noch oder bereits so langsam ist, dass eine Richtungskontrolle über das Ruder nicht möglich ist.

Boeing-Hinweis ist Anlass

Deshalb müssen die Hersteller nachrüsten. Gegenüber der "Daily Mail" sagte ein Sprecher des Unternehmens, man habe die Probleme "mit Systemverbesserungen behoben, die in die Produktion aller 787-Modelle einflossen". Die Empfehlung zu den entsprechenden Reparaturen habe man selbst in zwei Service-Bulletins den Kunden gegeben.

Die Service-Bulletins waren Auslöser der Anordnung der FAA. Sie erging bereits Anfang Mai. Die FAA veranschlagt den Reparaturaufwand auf gut 5 Millionen Dollar (4,5 Millionen Euro) pro Maschine.

Noch kein Dreamliner abgestürzt

Der Dreamliner ist ein Langstreckenflugzeug und wird von 72 Fluggesellschaften eingesetzt. Größter Abnehmer in Europa ist British Airways mit insgesamt 30 Maschinen beider betroffenen Ausführungen. TUI Airways setzt insgesamt 17 Maschinen ein. Die Lufthansa setzt den Dreamliner bisher nicht ein, hat aber im März 20 Boeing 787-9 bestellt. Sie sollen zum Teil den Airbus A380 ersetzen. 

Bisher hat es beim Dreamliner noch keine Abstürze oder Unfälle mit Toten gegeben, seit die ersten Maschinen 2011 in Dienst gestellt wurden. Im Januar 2013 wurde aber wegen gefährlicher Batterieproblemen ein weltweites Startverbot erlassen, das rund vier Monate lang galt. Im April berichtete die "New York Times" zudem über Sicherheits- und Qualitätsprobleme bei der Fertigung der Dreamliner im Werk in South Carolina. 

Weltweites Flugverbot für B-737 Max

Boeing ist aktuell stark unter Druck wegen Probleme mit der B-737 Max. Dieses Flugzeug ist derzeit international für Passagierflüge gesperrt. Nach zwei Abstürzen von Maschinen vom Typ Boeing 737 MAX binnen weniger als fünf Monaten war im März ein weltweites Flugverbot für diese Flugzeuge verhängt worden. 

Zunächst war im Oktober 2018 eine solche Boeing vor der indonesischen Insel Java mit 189 Menschen an Bord abgestürzt. Es gab ebenso keine Überlebenden wie im März, als eine Maschine der Fluggesellschaft Ethiopian Airlines mit 157 Menschen abn Bord abstürzte.


Das speziell für diesen Typ entwickelte Stabilisierungssystem MCAS soll eine verhängnisvolle Rolle gespielt haben. Ermittler gehen davon aus, dass das MCAS die Flugzeugnase deswegen irrtümlich nach unten drückte – während die Piloten verzweifelt versuchten, die Maschine hochzuziehen. Erst nach einer Überarbeoitung der Software kann das Flkugverbot aufgehoben werden.

Wann das sein wird, ist noch unklar. Tui hat gerade erklärt, man rechne mit Kosten von 300 Millionen Euro bei einem Flugverbot bis September für die Mittelstreckenjets.  

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