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EZB-Bankenaufseher warnt: Banken sitzen wieder auf vielen faulen Krediten


EZB-Bankenaufseher warnt  

Banken sitzen wieder auf vielen faulen Krediten

14.06.2019, 16:13 Uhr | rtr

EZB-Bankenaufseher warnt: Banken sitzen wieder auf vielen faulen Krediten. Anrea Enria: Der Ökonom fordert die Banken auf, ihre Kreditvergabestandards zu überdenken. (Quelle: imago images/Eibner Europa)

Anrea Enria: Der Ökonom fordert die Banken auf, ihre Kreditvergabestandards zu überdenken. (Quelle: Eibner Europa/imago images)

Die Zahl der ausfallgefährdeten Darlehen in den Bankbilanzen der Euro-Zone hat zugenommen – und das trotz jahrelangen Wirtschaftswachstums. Für den obersten EU-Bankenwächter ist das "besorgniserregend".

EZB-Bankenaufseher Andrea Enria hat vor einer Zunahme der ausfallgefährdeten Darlehen bei Banken in der Euro-Zone gewarnt. Trotz des jahrelangen Wirtschaftswachstums sei bei manchen Banken eine steigende Anzahl von Kreditausfällen zu beobachten, sagt Enria. "Wir halten das für besorgniserregend, und die Banken sind aufgefordert, dies einzudämmen und ihre Kreditvergabestandards zu überdenken."

Die faulen Darlehen in den Bankbilanzen summierten sich inzwischen auf 580 Milliarden Euro. Das ist rund die Hälfte des Volumens aus dem Jahr 2014. Die Banken hätten hier Fortschritte gemacht, das Problem der ausfallgefährdeten Kredite löse sich aber nicht von selbst.

Positiv sei, dass der Markt für den Verkauf notleidender Kredite im Euro-Raum zuletzt in Schwung gekommen sei, betont Enria. Zwischen 2016 und 2018 habe es mehr Transaktionen gegeben, die Zahl der Käufer und Verkäufer habe zugenommen.
 

 
Allein im vergangenen Jahr seien strukturierte Finanzprodukte, die auf ausfallgefährdeten Krediten basierten, im Volumen von 150 Milliarden Euro verkauft worden. "Liquidere Märkte sorgen zwar dafür, dass sich das Problem verringert, sie lösen es aber nicht", sagte Enria.


Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur Reuters

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