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Lufthansa: Aktie stürzt nach Gewinnwarnung um 12 Prozent ab


Kursverluste für Fluggesellschaft  

Lufthansa-Aktie stürzt nach Gewinnwarnung um 12 Prozent ab

17.06.2019, 17:40 Uhr | dpa

Lufthansa: Aktie stürzt nach Gewinnwarnung um 12 Prozent ab. Die Deutsche Börse in Frankfurt: Dank des weiterhin guten Börsenumfeldes legte der deutsche Leitindex bis zum Mittag um 0,14 Prozent auf 12 113,43 Punkte zu.  (Quelle: imago images/Sven Simon)

Die Deutsche Börse in Frankfurt: Dank des weiterhin guten Börsenumfeldes legte der deutsche Leitindex bis zum Mittag um 0,14 Prozent auf 12 113,43 Punkte zu. (Quelle: Sven Simon/imago images)

Der fallende Aktienkurs von Lufthansa hält an, die Billig-Tochter Eurowings leidet darunter besonders. Doch auch die Konkurrenz schwächelt unter dem Druck des Wettbewerbs in Europa.

Nach einer Gewinnwarnung ist der Aktienkurs der Lufthansa abgestürzt. Am Montagnachittag lag die Aktie der Fluggesellschaft mit 15,78 Euro mehr als 12 Prozent im Minus. Am Vorabend hatte die Lufthansa ihr Gewinnziel für das laufende Jahr nach unten korrigiert. Grund dafür sei vor allem der Preisverfall im Europaverkehr, ausgelöst durch "marktweite Überkapazitäten und aggressiv wachsende Billigkonkurrenten".

Auch die Treibstoffkosten für die Lufthansa werden demnach steigen und 550 Millionen Euro über dem Vorjahr liegen. Die Airline rechnet daher nur noch mit einem bereinigten Betriebsergebnis von 2,0 bis 2,4 Milliarden Euro statt bisher 2,4 bis 3,0 Milliarden Euro.

Europäischer Markt wohl bis Ende 2019 herausfordernd

Bei Vorlage der Quartalszahlen Mitte April war die Lufthansa noch unverändert von dieser Prognose ausgegangen. Doch die Erträge im Europaverkehr, vor allem auf den Heimatmärkten Deutschland und Österreich, seien unter Druck, teilte das Unternehmen am Sonntagabend mit. Die "aggressiv in den Markt drängenden Wettbewerber" seien zu "erheblichen Verlusten" bereit, um ihre Marktanteile auszubauen, erklärt die Lufthansa. Die Airline geht davon aus, dass der europäische Markt "mindestens bis Ende 2019 so herausfordernd" bleibe.

Die Billig-Tochter Eurowings wird laut der aktuellen Prognose in die roten Zahlen rutschen. Das Management kündigt deshalb weitere Sparmaßnahmen an, die es nächsten Montag vorstellen will.

Auch andere Airlines leiden

Die Lufthansa hatte im ersten Quartal einen Verlust von 336 Millionen Euro verbucht. Im vergangenen Gesamtjahr betrug der Nettogewinn 2,2 Milliarden Euro, das waren 8 Prozent weniger als 2017.


Der harte Wettbewerb in Europa macht auch anderen Airlines zu schaffen. So musste der irische Billigflieger Ryanair zuletzt deutliche Gewinneinbußen vermelden. Und der Reiseveranstalter Thomas Cook sucht derzeit nach Käufern für seine Fluglinien, zu denen auch Condor gehört.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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