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Ablösung von Finanzchef? Deutsche Bank will Top Management austauschen


Ablösung von Finanzchef?  

Deutsche Bank will Top Management austauschen

18.06.2019, 19:33 Uhr | sm, t-online.de

Ablösung von Finanzchef? Deutsche Bank will Top Management austauschen. Christian Sewing: Der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Bank kündigte bereits auf der Hauptversammlung der Deutschen Bank am 23.05.2019 harte Einschnitte beim anstehenden Konzernumbau an. (Quelle: dpa/Arne Dedert)

Christian Sewing: Der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Bank kündigte bereits auf der Hauptversammlung der Deutschen Bank am 23.05.2019 harte Einschnitte beim anstehenden Konzernumbau an. (Quelle: Arne Dedert/dpa)

Der anstehende Konzernumbau wirft bei der Deutschen Bank seine Schatten voraus. Dem Anschein nach plant das größte deutsche Geldhaus einen Umbau seines Top-Managements. Die Aktie reagiert.

Bei der krisengeplagten Deutschen Bank DEUTSCHE BANK AG NA O.N. Aktie könnten Teile des Managements innerhalb der kommenden Wochen ausgetauscht werden, berichtet die Nachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf einer mit der Sache vertrauten Person.

Dem Bericht zufolge erwäge Vorstandschef Christian Sewing die Ablösung von Finanzvorstand James von Moltke. Möglicherweise könnte auch Investmentbanking-Chef Garth Ritchie abgelöst werden. Zuvor machten bereits Spekulationen über die Planung einer "Bad Bank" und ein wackelndes Renditeziel die Runde.

Der Bericht über einen eventuellen Abgang des Finanzchefs bewegte auch die Aktie der Deutschen Bank: Sie stieg zeitweise um 2,7 Prozent und damit stärker als der Leitindex DAX.

Investmentbanking wird zur Chefsache

Laut eines Berichts des "Manager Magazins" soll Deutsche Bank-Chef Sewing die Übernahme des Investmentbanking in Erwägung ziehen. Der Umbau der Problemsparte könne möglicherweise zur Chefsache werden, schreibt das Magazin mit Verweis auf Insider. Aktuell diskutiere Sewing den Schritt mit Vertrauten.

Ob Sewing das Ressort tatsächlich übernehme, hänge auch vom Zuschnitt der Einheit nach dem geplanten Umbau ab, schreibt das "Manager Magazin". Eine endgültige Entscheidung sei noch nicht gefallen. Laut Insidern sei die Doppelrolle als Vorstandschef und Investmentbankchef aber die wahrscheinliche Lösung, schreibt das Blatt.

Spekulationen um einen Bad Bank

Im Rahmen des geplanten Konzernumbaus könnte die Deutsche Bank Risiken von Wertpapieren in Milliardenhöhe loswerden. Dabei sollen vor allem lang laufende Derivate, die zuletzt kaum Ertrag abgeworfen haben, im Volumen von bis zu 50 Milliarden Euro in eine interne Abwicklungseinheit ("Bad Bank") ausgelagert oder verkauft werden, berichtete zuvor die "Financial Times" unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen. Ende März 2019 hatte die Bank in der Bilanz den Marktwert ihrer Derivate auf 331 Milliarden Euro beziffert – die gesamte Bilanzsumme der Bank belief sich auf 1,44 Billionen Euro.


Gewinnziel laut Analysten nicht länger realistisch

Zudem schrieb das "Handelsblatt", die Deutsche Bank sei dabei, sich von ihrem Renditeziel zu verabschieden. Im Juli will das Geldhaus Investoren darauf vorbereiten, dass die versprochenen vier Prozent auf das materielle Eigenkapital in diesem Jahr verfehlt werden, schreibt das "Handelsblatt" unter Berufung auf zwei mit der Sache vertraute Personen. Der Grund sei der Konzernumbau. Dieser würde aber mittelfristig höhere Renditen möglich machen, zitiert das Handelsblatt einen der Insider.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa-AFX, Reuters

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