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P&R-Milliardenbetrug: Mehrheit stimmt Vergleich zu

Gigantischer Container-Betrug  

P&R-Milliardenbetrug: Mehrheit stimmt Vergleich zu

25.06.2019, 18:37 Uhr | dpa

P&R-Milliardenbetrug: Mehrheit stimmt Vergleich zu. P&R-Betrugsskandal

Das Logo der insolventen Containerinvestmentfirma P&R Container Vertriebs und Verwaltungs-GmbH. Foto: Matthias Balk/Archivbild (Quelle: dpa)

Im Milliardenbetrugsskandal bei der insolventen Containerfirma P&R hat die große Mehrheit der 54.000 Gläubiger den Vergleichsvorschlag der Insolvenzverwaltung angenommen.

Die meisten Anleger, die durch den Betrugsskandal der Firma P&R geschädigt wurden, haben einem Vergleich zugestimmt. Über 95 Prozent hätten angenommen, erklärte die Kanzlei von Insolvenzverwalter Michael Jaffé. "Es gehen täglich noch unterzeichnete Vergleichsvorschläge ein, so dass die Zustimmungsquote in den nächsten Wochen noch weiter ansteigen wird."

Keine Bevor- oder Benachteiligung

Der Vorschlag soll sicherstellen, dass die Forderungen der Gläubiger nach einem einheitlichen Modell berücksichtigt werden und somit niemand bevor- oder benachteiligt wird. Mit der Zustimmung steigen die Chancen, dass die geprellten Anleger im nächsten Jahr wie geplant eine erste Abschlagszahlung erhalten. Darüber entschieden werden soll im Herbst. Es steht noch nicht fest, wie viel Geld die Anleger wiedersehen werden.

Die P&R-Pleite ist der womöglich größte Betrugsfall der deutschen Nachkriegsgeschichte, Schlüsselfigur ist der in Untersuchungshaft sitzende Unternehmensgründer Heinz Roth. P&R hatte 1,6 Millionen Container an die Kunden verkauft und anschließend in deren Auftrag vermietet. Die Vermietung und der anschließend versprochene Rückkauf der Container durch P&R sollte hohe Renditen bringen. Doch nach derzeitigem Stand handelte es sich zu einem großen Teil um Luftbuchungen: Knapp zwei Drittel der angeblich vermieteten 1,6 Millionen Container existierten gar nicht.


Die 54.000 Anleger hatten zuletzt 3,5 Milliarden Euro investiert, der Schaden könnte zwischen 2,5 und 3 Milliarden Euro liegen.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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