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Boeing 787 "Dreamliner": Ingenieur warnt vor Mängeln bei Flugzeug


US-Justizministerium ermittelt  

Ingenieur warnt vor Mängeln bei Boeings Dreamliner

03.08.2019, 13:05 Uhr | jb, t-online.de

Boeing 787 "Dreamliner": Ingenieur warnt vor Mängeln bei Flugzeug. Ein Boeing Dreamliner bei der Vorstellung des Modells im Jahr 2007: Ein Ingenieur erhebt schwere Vorwürfe gegen den US-Flugzeughersteller. (Quelle: imago images/Archivbild/UPI Photo)

Ein Boeing Dreamliner bei der Vorstellung des Modells im Jahr 2007: Ein Ingenieur erhebt schwere Vorwürfe gegen den US-Flugzeughersteller. (Quelle: Archivbild/UPI Photo/imago images)

Ein Boeing-Ingenieur berichtet von schweren Mängeln bei der Produktion des "Dreamliners". Einige Bauteile für das Flugzeug würden nicht auf ihre Sicherheit hin überprüft.  

Die schlechten Nachrichten für den US-Flugzeugbauer brechen nicht ab: Ein Boeing-Ingenieur hat laut einem Bericht des "Spiegels" vor Sicherheitsmängeln beim Flugzeugtyp 787 "Dreamliner" gewarnt. Bei der Produktion des Langstreckenfliegers würden unter anderem Flugzeugteile verbaut, für die keine Qualitätskontrolle durchgeführt wurde, hieß es in dem Bericht. Auch ob die gelieferten Teile die nötigen Eigenschaften aufwiesen, sei seitens des Lieferanten nicht überprüft worden. Sie könnten demnach fehlerhaft sein. Betroffen seien unter anderem Bauteile für den Mittelrumpf sowie die Tragflächen.

Flugverbot trotz vorhandener Kenntnis nicht verhängt 

Der Boeing-Ingenieur habe seine Sicherheitsbedenken bereits mehrfach, zuletzt im Juni 2019, der Europäischen Luftfahrtbehörde EASA mitgeteilt. Bislang seien seitens der Behörde das Flugverbot gegen Boeing-Maschinen noch nicht ausgeweitet worden.

Bereits 2016 sei die amerikanische Bundesluftfahrtbehörde FAA über die Sicherheitsmängel bei der Produktion der Boeing 787 seitens des beteiligten Ingenieurs informiert worden. Zwar habe die US-Behörde eine Verletzung der Flugsicherheit zugegeben, jedoch empfohlen, diese "zu verbergen", damit "das Produktionszertifikat" für den Dreamliner weiterhin seine Gültigkeit behält. 

US-Justizministerium ermittelt bereits

Auch dem US-Justizministerium sind die Vorwürfe gegen den US-Flugzeughersteller bekannt. Laut Berichten der "Seattle Times" ermittelt das Ministerium seit Juni 2019 gegen Boeing. Bei der Untersuchung seien auch die Ermittler beteiligt, die die Mängel beim Modell 737 Max aufgedeckt haben. Stellungnahmen zu den Vorwürfen und den Ermittlungen seitens der Behörden sowie seitens des US-Flugzeugherstellers Boeing blieben bislang aus. 

Der "Dreamliner" von Boeing wird unter anderem von den Fluggesellschaften American Airlines, United Airlines, All Nippon Airways C., Ltd., Turkish Airlines und Air Canada eingesetzt.  

Bestehendes Flugverbot gegen Boeing 737 Max

Seit März gilt für das Boeing-Modell 737 Max ein weltweites Flugverbot. Der Auslöser war der Absturz von zwei Maschinen dieses Typs in Äthiopien und Indonesien. Dabei kamen insgesamt 346 Menschen ums Leben.

Es wird vermutet, dass das Stabilisierungssystem MCAS zu dem Absturz führte. Inzwischen seien die Probleme jedoch durch die Aktualisierung des Software für das Steuerungssystem behoben, heißt es laut Boeing. Die 737 Max sei nun "das sicherste Flugzeug", so der Konzern. 

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