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Bayer schlägt milliardenschweren Glyphosat-Vergleich vor


Tausende Glyphosat-Klagen  

Bayer bietet milliardenschweren Vergleich an

09.08.2019, 10:34 Uhr | dpa-AFX

Bayer schlägt milliardenschweren Glyphosat-Vergleich vor. Logo der Firma Bayer: Der Agrar- und Pharmakonzern hat bereits drei Verfahren um Krebsrisiken glyphosathaltiger Unkrautvernichter mit Schadensersatzforderungen verloren. (Quelle: imago images/Future Image)

Logo der Firma Bayer: Der Agrar- und Pharmakonzern hat bereits drei Verfahren um Krebsrisiken glyphosathaltiger Unkrautvernichter mit Schadensersatzforderungen verloren. (Quelle: Future Image/imago images)

Nach der Monsanto-Übernahme ist die Klageflut gegen Bayer wegen möglicher Gesundheitsschäden durch Glyphosat weiter gewachsen. Nun wird über einen Milliarden-Vergleich in den USA spekuliert – die Aktie reagiert deutlich.

Der wegen Tausender Glyphosat-Klagen unter Beschuss stehende Bayer-Konzern BAYER AG NA O.N. Aktie strebt laut Insidern einen Vergleich in den USA an. Der Agrarchemie- und Pharmakonzern schlage eine Zahlung von bis zu acht Milliarden US-Dollar (7,15 Milliarden Euro) vor, um die Klagen der zuletzt 18.400 Kläger beizulegen, wie die Nachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf eine mit den Verhandlungen vertraute Person berichtet. Ein Bayer-Sprecher wollte dies auf Anfrage nicht kommentieren.

Bayer-Aktie springt hoch

Wenngleich eine Lösung der Causa Glyphosat noch Monate dauern könnte, wäre es ein Befreiungsschlag für den Dax-Konzern. Die Bayer-Aktien setzen dann auch ihre Erholungsrally der vergangenen Tage mit einem Plus von rund acht Prozent fort.

Die von Bloomberg genannten acht Milliarden Dollar wären deutlich weniger als viele Analysten, die ohnehin mit einem Vergleich rechnen, zuletzt auf dem Zettel hatten. Analyst Markus Mayer von der Baader Bank etwa ging zuletzt davon aus, dass eine Einigung im Bereich von 15 bis 20 Milliarden Euro (16,7 bis 22,3 Milliarden Dollar) positiv für den Aktienkurs wäre.

Vergleich soll Glyphosat-Streit beilegen

In den vergangenen Tagen hatten Investoren bereits die Vertagung eines für August angesetzten Glyphosat-Prozesses als Hinweis auf fortschreitende Vergleichsverhandlungen interpretiert. Der Druck auf Konzernchef Werner Baumann war in den vergangenen Monaten deutlich gestiegen, weil Bayer bereits drei Verfahren um Krebsrisiken glyphosathaltiger Unkrautvernichter verloren hatte. Die Schadensersatzforderungen lagen im jeweils mittleren bis hohen zweistelligen Millionen-Dollar-Bereich. Trotz der jüngsten Aktienkurserholung notieren die Papiere immer noch rund 28 Prozent tiefer als vor der ersten Prozessschlappe wegen Glyphosat vor einem Jahr.


Bayer fährt bisher offiziell zwar eine harte Linie und will vor Berufungsgerichte ziehen. Konzernchef Baumann hatte zuletzt abermals gesagt, dass ein Vergleich durchaus in Frage käme, wenn er wirtschaftlich sinnvoll wäre.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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