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Sorge an der Wall Street: Dow Jones verbucht schlimmsten Absturz des Jahres


Sorge an der Wall Street  

Dow Jones verbucht schlimmsten Absturz des Jahres

15.08.2019, 07:22 Uhr | dpa-AFX

Sorge an der Wall Street: Dow Jones verbucht schlimmsten Absturz des Jahres. Ein Händler an der Börse in New York: An der Wall Street geht die Angst vor einer Rezession um. (Quelle: AP/dpa/Richard Drew)

Ein Händler an der Börse in New York: An der Wall Street geht die Angst vor einer Rezession um. (Quelle: Richard Drew/AP/dpa)

An der Wall Street geht die Angst vor einer Rezession um. Anleger sind nicht nur wegen des Zollstreits mit China nervös. Auch hierzulande befürchten Beobachter eine deutliche wirtschaftliche Abschwächung.

Die Furcht vor einer weltweiten Rezession hat die Börsen fest im Griff. An der Wall Street verbuchten am Mittwoch alle drei Indizes Verluste von etwa drei Prozent. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss bei 25.479 Punkten, der breiter gefasste S&P-500 bei 2.840 Zählern und der Index der Technologiebörse Nasdaq bei knapp 7.774 Punkten. Dax und EuroStoxx50 verloren jeweils 2,2 Prozent auf 11.492,66 Zähler und 3.284,22 Punkte. 

Neue Konjunkturängste kamen vor allem wegen der Situation am Anleihemarkt und frischer Wirtschaftsdaten aus China auf. Bei US-Renten war eine Situation zu beobachten, die am Markt als Rezessionssignal gilt. Zeitweise war die Rendite zehnjähriger Staatsanleihen niedriger als jene der zweijährigen Papiere. Eine Konstellation mit niedrigeren Langfrist- als Kurzfristzinsen bezeichnen Fachleute als "inverse Zinskurve". In China war die Industrieproduktion derweil im Juli auch wegen des Handelsdisputs so langsam gestiegen wie seit 2002 nicht mehr.

USA verschieben Strafzölle

Angesichts drohender Preissteigerungen vor dem Weihnachtsgeschäft hatte die US-Regierung zwar am Vortag die Einführung angekündigter Strafzölle verschoben, doch viele Börsianer blieben auch hier nach den Erfahrungen der vergangenen Monate skeptisch. "Wenn man sich anschaut, wie die letzten Gespräche gelaufen sind, dann gibt es wenig Anlass für Optimismus", sagte Analyst Craig Erlam vom britischen Broker Oanda.

"Der Zollstreit zwischen den USA und China hat bereits einen Einfluss auf die Konjunktur", sagte Christophe Barraud, Chef-Anlagestratege des Brokerhauses Market Securities. "Vor allem, wenn man sich vom weltweiten Handel abhängige Staaten wie Deutschland anschaut." Die deutsche Wirtschaft schrumpfte im zweiten Quartal um 0,1 Prozent. Experten sprechen ab zwei Quartalen in Folge mit schrumpfender Wirtschaft von einer Rezession. Die chinesische Industrieproduktion wuchs so langsam wie seit 17 Jahren nicht.

Banken haben es schwer 

Die Entwicklung an den Anleihemärkten setzte vor allem Banken zu, weil sie es ihnen erschwert, mit Krediten und Investitionen in Anleihen Geld zu verdienen. Der Zinssatz zahlreicher Darlehen orientiert sich an den Bondrenditen. Der europäische Banken-Index fiel zeitweise auf ein Drei-Jahres-Tief von 116,98 Punkten. An der Wall Street gaben die Titel von Instituten wie Bank of America, Citigroup und JPMorgan bis zu 5,3 Prozent nach.

Unter Verkaufsdruck gerieten auch die Technologiewerte. So verloren die Aktien der Chip-Hersteller Intel und AMD bis zu 5,8 Prozent. Die Papiere des iPhone-Machers Apple büßten knapp drei Prozent ein.

Die zehnjährigen US-Staatsanleihen stiegen 28/32 auf 100-12/32. Die Rendite sank auf 1,5826 Prozent. Der 30-jährige Bond legte um 2-20/32 auf 105-04/32 zu und rentierte mit 2,0207 Prozent.


An der New York Stock Exchange wechselten rund 1,06 Milliarden Aktien den Besitzer. 713 Werte legten zu, 3180 gaben nach und 160 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 2,46 Milliarden Aktien 499 im Plus, 2659 im Minus und 151 unverändert.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagenturen dpa-afx, Reuters

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