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Deutsche Bank: Aufsichtsratschef Paul Achleitner soll vorzeitig gehen


Wunsch der Großaktionäre  

Deutsche Bank: Aufsichtsratschef soll vorzeitig gehen

16.08.2019, 18:45 Uhr | AFP

Deutsche Bank: Aufsichtsratschef Paul Achleitner soll vorzeitig gehen. Paul Achleitner: Seit Achleitner den Vorsitz des Aufsichtsrates der Deutschen Bank übernommen hat, ist der Aktienkurs um rund 70 Prozent gesunken. (Quelle: imago images/Hannelore Förster)

Paul Achleitner: Seit Achleitner den Vorsitz des Aufsichtsrates der Deutschen Bank übernommen hat, ist der Aktienkurs um rund 70 Prozent gesunken. (Quelle: Hannelore Förster/imago images)

Eigentlich sollte Paul Achleitner noch bis 2022 Vorsitzender des Aufsichtsrates bleiben. Doch laut Medienberichten soll früher Schluss sein. Auch mögliche Gründe für das vorzeitige Aus sind publik geworden. 

Großaktionäre der Deutschen Bank arbeiten laut einem Bericht des "Spiegel" auf die vorzeitige Ablösung des umstrittenen Aufsichtsratschefs Paul Achleitner hin. Sie hegten "konkrete Gedankenspiele", den Chefaufseher vor Ablauf seiner Amtszeit zu ersetzen, berichtet der "Spiegel" vorab aus seiner aktuellen Ausgabe. Achleitner ist seit 2012 im Amt, sein derzeitiges Mandat endet 2022.

Was die Aktionäre dem Aufsichtsratschef vorwerfen

Die Deutsche Bank erklärt, die Bestellung Achleitners als Aufsichtsratsvorsitzender laufe bis 2022. Nachfolgefragen seien Aufgabe des Nominierungsausschusses.

Die Großaktionäre werfen Achleitner laut "Spiegel" seit Jahren strategische Versäumnisse und Fehler bei der Personalauswahl vor. Gesucht werde stattdessen nach einer Persönlichkeit mit internationalem Netzwerk, besten Drähten zu Politik, Wirtschaft und Aufsichtsbehörden in Deutschland sowie hoher Glaubwürdigkeit an den Kapitalmärkten, berichtet das Magazin ohne Angabe von Quellen. Genannt würden Nikolaus von Bomhard, Aufsichtsratschef des Rückversicherers Munich Re, oder Bundesbankpräsident Jens Weidmann. Noch sei aber mit keinem Nachfolgekandidaten gesprochen worden.

Sewing ist vierter Chef unter Achleitner

Der aktuelle Deutsche-Bank-Chef Christian Sewing, der tausende Stellen streicht und das Investmentbanking stutzt, hat dem Bericht zufolge die Rückendeckung der mächtigsten Investoren. Zeige seine Strategie ab kommendem Jahr keinen Erfolg, werde auch Sewing unter Druck geraten, zitiert der "Spiegel" aus dem "Investorenkreis".



Sewing ist bereits der vierte Chef der Bank, seit Achleitner 2012 den Vorsitz des Aufsichtsrats übernahm. In dieser Zeit verlor der Aktienkurs der Deutschen Bank rund 70 Prozent. Die Erträge der Bank sanken, die digitale Infrastruktur gilt als veraltet und hohe Boni für Mitarbeiter trotz Verlusten liefern viel Angriffsfläche.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur AFP

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