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Continental-Chef schließt Stellenabbau nicht aus


Kampf gegen Abschwung  

Continental-Chef schließt Stellenabbau nicht aus

08.09.2019, 16:14 Uhr | sm, dpa, rtr

Continental-Chef schließt Stellenabbau nicht aus. Dr. Elmar Degenhart: Der Vorstandsvorsitzende von Continental stellt Unternehmensbereiche auf den Prüfstand. (Quelle: imago images/Sven Simon)

Dr. Elmar Degenhart: Der Vorstandsvorsitzende von Continental stellt Unternehmensbereiche auf den Prüfstand. (Quelle: Sven Simon/imago images)

Der Chef des Autozulieferers Continental sieht harte Zeiten auf die Branche zukommen. Neben Sparbemühungen sind Stellenkürzungen nicht ausgeschlossen. Ganze Standorte stehen auf der Kippe.

Der kriselnde Autozulieferer Continental CONTINENTAL AG O.N. Aktie überprüft im Zuge seiner Sparanstrengungen auch einzelne Werke. "Wir schauen überall auf die Wettbewerbsfähigkeit, deutsche Standorte sparen wir dabei nicht aus", sagte Konzern-Chef Elmar Degenhart der "Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung" (FAS).

Derzeit liefen Gespräche mit den Arbeitnehmervertretern. "In den kommenden Wochen werden wir dann die ersten Entscheidungen treffen", kündigte Degenhart an. Medienberichten zufolge stehen beim DAX-Konzern neun seiner weltweit 32 Werke in der Antriebssparte auf der Kippe, auch in Deutschland käme ein Stellenabbau infrage.

Betriebsbedingte Kündigungen nicht ausgeschlossen

Ob es im Rahmen der Sparbemühungen zu Stellenstreichungen kommt, steht laut Degenhart noch nicht fest. "Der erste Schritt ist Kurzarbeit, das wird bereits in einigen Betrieben praktiziert", sagte der Manager. Ferner würden darüber hinausgehende Maßnahmen diskutiert. "Bereiche, die absehbar nicht ausreichende Beiträge zu Wachstum oder Gewinn leisten, stellen wir auf den Prüfstand, notfalls trennen wir uns davon." Auch betriebsbedingte Kündigung wollte der Conti-Chef nicht grundsätzlich ausschließen. "Wir wissen nicht, was mittelfristig auf uns zukommt. Sollte sich die Situation weiter verschlechtern, müssen wir darauf reagieren", so Degenhart.

Im Konzern hat Degenhart "strikte Kostendisziplin" angeordnet; "angefangen mit weniger Reisen und mehr Videokonferenzen", wie der Conti-Chef erläuterte: "Projekte, die nicht unbedingt sein müssen, werden geschoben, Arbeitskonten werden ausgeglichen, die Zahl der Leiharbeiter reduziert und Kurzarbeit, wo sinnvoll, genutzt."

Stimulus von der Politik gefordert

"Die Stimmung ist angespannt. Die Industrie muss sich bis 2021 auf eine Situation ohne Wachstum einstellen." Je tiefer die Rezession, desto härter müsse die Branche gegensteuern. Degenhart sieht deshalb die Politik gefordert: "Wir würden uns wünschen, dass die Industrie unterstützt wird, bevor wir heftiger in die Rezession rutschen. Jetzt wäre der richtige Zeitpunkt für stimulierende Maßnahmen."
 

 
Geschäftsziele gekappt

Continental hatte Anfang August ein Programm angekündigt, um angesichts der grassierenden Flaute die Finanzkraft dauerhaft zu sichern und die Wettbewerbsfähigkeit zu erhöhen. Die Geschäftsziele hatte der Reifen- und Elektronikzulieferer bereits Ende Juli nach einem Gewinneinbruch gekappt und dies mit der weltweit sinkenden Fahrzeugproduktion und Unsicherheiten durch den Handelsstreit zwischen den USA und China begründet.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagenturen dpa-AFX, Reuters

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