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Wegen Cum-Ex-Geschäften: Razzia bei der Commerzbank


Neue Durchsuchungen  

Wegen Cum-Ex-Geschäften: Razzia bei der Commerzbank

10.09.2019, 13:39 Uhr | dpa, rtr, sah, t-online.de

 (Quelle: Reuters)
Cum-Ex-Skandal: Razzia bei Commerzbank in Frankfurt

Im Rahmen der Cum-Ex-Ermittlungen sind am Dienstag die Räumlichkeiten der Commerzbank in Frankfurt durchsucht worden. Die Commerzbank wird verdächtigt, sich an Tricksereien bei Aktiengeschäften beteiligt zu haben. (Quelle: t-online.de)

Filiale der Commerzbank: Die Räumlichkeiten der Bank wurden am Dienstag von der Staatsanwaltschaft im Rahmen der Cum-Ex-Ermittlungen durchsucht. (Quelle: t-online.de)


Die Kölner Staatsanwaltschaft hat ihre Untersuchungen rund um die "Cum-Ex"-Aktiendeals ausgeweitet. Nach Informationen des "Handelsblatts" wurden Geschäftsräume der Commerzbank in Frankfurt durchsucht.

Die Commerzbank in Frankfurt ist am Dienstag laut einem Bericht des "Handelsblatts" wegen mutmaßlicher Tricksereien bei Aktiengeschäften – den sogenannten "Cum-Ex" – durchsucht worden. Beamte der Staatsanwaltschaft Köln seien dort seit dem Morgen zugange, berichtete die Zeitung unter Berufung auf Eingeweihte.

Demnach lautet der Verdacht, dass die Commerzbank am Handel mit großen Aktienpaketen rund um den Ausschüttungstermin mit (cum) und ex (ohne) Dividendenanspruch zu Lasten der Steuerzahler beteiligt war.

Commerzbank äußert sich nicht

Die Commerzbank erklärte, man äußere sich nicht zu laufenden Ermittlungen. "Wie in der Vergangenheit auch kooperieren wir selbstverständlich vollumfänglich mit den Behörden." Es sei im eigenen Interesse, die Angelegenheit schnellstmöglich aufzuklären.

"Cum-Ex" gilt als größter Steuerskandal der deutschen Geschichte. Investoren nutzten dabei eine Lücke im Gesetz, und prellten so den Staat über Jahre hinweg um Milliarden. Rund um den Dividendenstichtag wurden Aktien mit ("cum") und ohne ("ex") Ausschüttungsanspruch zwischen mehreren Beteiligten hin- und hergeschoben. Am Ende war dem Fiskus nicht mehr klar, wem die Papiere gehörten.


Finanzämter erstatteten Kapitalertragsteuern, die gar nicht gezahlt worden waren. Das Steuerschlupfloch wurde im Jahr 2012 geschlossen. Anfang September hat vor dem Bonner Landgericht der erste Strafprozess gegen zwei britische Wertpapierhändler begonnen.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagenturen dpa, Reuters

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