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Aktien Europa Schluss: Möglicher 'Deal' im Handelsstreit lockt Käufer an


Aktien Europa Schluss: Möglicher 'Deal' im Handelsstreit lockt Käufer an

12.09.2019, 18:21 Uhr | dpa-AFX

PARIS/LONDON (dpa-AFX) - Neue Hinweise auf eine Entspannung im Handelskrieg zwischen den USA und China haben den europäischen Börsen am Donnerstag letztlich den entscheidenden Aufwärtsimpuls gegeben. Sie sorgten dafür, dass der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 den Handel mit einem Gewinn von 0,63 Prozent auf 3538,86 Punkte beendete - auf dem höchsten Stand seit Ende Juli. Die gewichtigen Entscheidungen der Europäischen Zentralbank werteten Beobachter unterdessen unterschiedlich.

Hochrangige Berater von US-Präsident Donald Trump denken unterrichteten Kreisen zufolge über einen übergangsweisen Deal im Handelsstreit mit China nach. Die Überlegungen sähen vor, neue Strafzölle auf chinesische Waren zeitlich zu verschieben oder rückgängig zu machen, wenn China im Gegenzug zu Zugeständnissen bereit ist, berichtete die Nachrichtenagentur Bloomberg.

In Paris kletterte der Cac-40-Index am Donnerstag um 0,44 Prozent auf 5642,86 Punkte nach oben. Der Londoner FTSE 100 schloss mit einem Plus von 0,09 Prozent auf 7344,67 Punkte nur wenig verändert.

Zuvor hatte EZB-Präsident Mario Draghi vor dem Ende seiner Amtszeit noch einmal alle Register gezogen: Höhere Strafzinsen für Banken, frische Milliarden für Anleihenkäufe und ein auf unbestimmte Zeit zementiertes Zinstief. Mit diesem gewaltigen Maßnahmenpaket stemmt sich die Europäische Zentralbank gegen die Konjunkturschwäche.

Das hatte den EuroStoxx 50 am frühen Nachmittag zunächst zwar auf das Tageshoch getrieben, anschließend rutschte der Index jedoch vorübergehend sogar wieder ins Minus. "Die Währungshüter stemmen sich mit der Bazooka gegen die anhaltenden politischen und wirtschaftlichen Unsicherheiten", schrieb Chefvolkswirt Christian Lips von der Norddeutschen Landesbank in einem Kommentar. Gleichwohl stoße die EZB zunehmend an ihre Grenzen. Gefragt sei nun die Fiskalpolitik der Mitgliedsstaaten.

Stärkster Sektor waren die Versorger mit einem Plus von 1,4 Prozent. Daneben zeigten sich auch die Telekomanbieter fest. Beide Sektoren gelten als Profiteure niedriger Zinsen an den Kapitalmärkten und legten daher nach den Entscheidungen der EZB zu. Im Telekomsektor fiel zudem eine Hochstufung für die Vodafone-Aktie auf "Outperform" durch die Bank Exane BNP Paribas auf. Vodafone-Aktien gewannen in London 1,3 Prozent.

Schlusslicht auf dem Stoxx-600-Sektortableau waren die Öl- und Gasproduzenten mit einem Abschlag von gut einem Prozent. Sie litten unter den fortgesetzten Verlusten des Ölpreises. Die Internationale Energieagentur (IEA) hatte vor einem gewaltigen Angebotsüberschuss an Rohöl gewarnt. Demnach könnte die Organisation erdölexportierender Länder (Opec) im kommenden Jahr 1,4 Millionen Barrel pro Tag mehr fördern, als nachfragt werde.

An der Eurostoxx-Spitze reagierten die Aktien von AB Inbev mit Kursgewinnen von 2,9 Prozent auf Neues zum Börsengang der Asiensparte. Der weltgrößte Bierbrauer will Insidern zufolge damit rund fünf Milliarden US-Dollar erlösen. Nicht mehr enthalten bei einem Gang an die Börse ist nunmehr das Australien-Geschäft.

Der Mischkonzern Bouygues verkauft einen Teil seiner Beteiligung am Zugkonzern Alstom. Das seit 2006 bestehende Engagement hatte sich für Bouygues immer mehr zum Bremsklotz entwickelt. Alstom-Aktien sackten daraufhin um 4,9 Prozent ab, Papiere von Bouygues gaben um 0,6 Prozent nach.

Titel von British American Tobacco (BAT) legten in London um rund ein Prozent zu. Der Tabakkonzern will mitten im Umbruch der Branche 2300 Stellen streichen. BAT kämpft wie die meisten Konkurrenten mit einem rückläufigen Verkauf klassischer Zigaretten und sucht nach neuen Erlösquellen.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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