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Russen müssen Gasmengen auf ostdeutscher Pipeline runterfahren


Ostdeutsche Opal-Pipeline  

Russen müssen Gasmengen auf Pipeline runterfahren

13.09.2019, 15:15 Uhr | dpa

Russen müssen Gasmengen auf ostdeutscher Pipeline runterfahren. Gazprom-Logo: Der russische Energiekonzern Gazprom darf auf einer Leitung quer durch Ostdeutschland nicht mehr so viel Gas transportieren wie bisher.  (Quelle: Reuters/Maxim Shemetov/)

Gazprom-Logo: Der russische Energiekonzern Gazprom darf auf einer Leitung quer durch Ostdeutschland nicht mehr so viel Gas transportieren wie bisher. (Quelle: Maxim Shemetov//Reuters)

Künftig darf Gazprom weniger Gas über deutsches Gebiet transportieren. Dies kommt jedoch nicht überraschend, sondern geht auf ein europäisches Urteil zurück. 

Der russische Energiekonzern Gazprom darf auf einer Leitung quer durch Ostdeutschland nicht mehr so viel Gas transportieren wie bisher. Wie die Bundesnetzagentur als zuständige Regulierungsbehörde mitteilte, beschloss sie sogenannte Aufsichtsmaßnahmen gegen die Betreiberfirma Opal Gastransport und gegen Gazprom. Bisher darf Gazprom 80 Prozent der Leitungskapazitäten nutzen, muss einen Teil davon aber am Markt verkaufen. Künftig darf der Energiekonzern nur noch 40 Prozent nutzen – das aber komplett in eigener Regie.

EU-Urteil wird damit umgesetzt

Der Beschluss ist keine Überraschung, vielmehr setzt die Bonner Behörde damit ein Urteil des Luxemburger EU-Gerichts vom Dienstag um. In dem Streit ging es darum, ob Gazprom die Kapazitäten auf der ostdeutschen Opal-Pipeline von 40 auf 80 Prozent hochfahren darf – dies war dem Unternehmen 2016 in einem Vertrag erlaubt worden. Brüssel nickt ab. Dagegen klagte Polen und gewann – die Genehmigung der EU-Kommission wurde gekippt, der Vertrag war hinfällig. Nun ist der Zustand wiederhergestellt, den es bereits vor 2016 gab: Gazprom nutzt nur 40 Prozent der Leitungskapazitäten.


Hintergrund ist der Konflikt um Nord Stream. Denn Opal ist die Verlängerung der seit 2011 betriebenen Pipeline, die russisches Gas durch die Ostsee nach Europa transportiert. Opal leitet das Gas weiter durch Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg und Sachsen bis nach Tschechien. Gazprom setzt verstärkt auf den Transportweg Ostsee, Polen pocht hingegen auf den Landweg durch Osteuropa – auch aus Sorge, beim Weg über das Meer vom Gaszufluss abgeschnitten zu werden.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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