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Thomas Cook: Bund sorgt für komplette Entschädigung von Pauschalurlaubern


Newsblog zur Thomas-Cook-Pleite  

Kunden bekommen 17,5 Prozent erstattet

11.12.2019, 20:18 Uhr | jb, sm, aj , sah , t-online.de , dpa , rtr

Thomas Cook: Auch deutsche Tochter-GmbH insolvent

Nach der britischen Muttergesellschaft hat auch die deutsche Tochter von Thomas Cook Insolvenz angemeldet. Der Reiseveranstalter strebt eine Sanierung und Neuausrichtung an. (Quelle: t-online.de)

Thomas-Cook-Pleite: Die deutsche Tochter des Reiseveranstalters will sich sanieren, Condor bekam unterdessen die Zusage für eine staatliche Geldspritze. (Quelle: t-online.de)


Der britische Reisekonzern Thomas Cook hat Insolvenz angemeldet. Die aktuellen Entwicklungen finden Sie hier in unserem Blog.

Mittwoch, 11. Dezember, 17.33 Uhr: 287 Millionen Euro Schäden aus Thomas-Cook-Pleite

Die Pleite der deutschen Thomas Cook kommt den Fiskus teuer zu stehen. Die Schadenssumme liegt nach vorläufigen Berechnungen mit 287,4 Millionen Euro deutlich über der versicherten Summe von 110 Millionen Euro, wie der Versicherer Zurich am Mittwoch mitteilte.

Von der Haftungssumme von 110 Millionen Euro hätten bereits 59,6 Millionen Euro für die Heimholung von Urlaubern aufgewendet werden müssen, hieß es weiter. Somit blieben 50,4 Millionen Euro übrig. Für Kunden bedeutet das, dass weniger als ein Fünftel der Schäden noch gedeckt ist. "Daraus ergibt sich eine Quote in Höhe von 17,5 Prozent für die Regulierung der Ansprüche der Thomas-Cook-Kunden."

"Wir werden in den nächsten Tagen mit der Regulierung entsprechend der Quote beginnen", erklärte Horst Nussbaumer, Vorstand bei der Zurich Gruppe. Dieser Prozess werde einige Wochen dauern.

Die Bundesregierung hatte angekündigt, Pauschalurlaubern helfen zu wollen: "Schäden, die nicht von anderer Seite ausgeglichen werden, wird der Bund ersetzen." Den Thomas-Cook-Kunden solle angeboten werden, die Differenz zu der Summe, die sie vom Versicherer Zurich "oder von anderer Seite zurückerhalten haben, auszugleichen".

Dafür müssen Betroffene erstmal gar nichts tun, versichert die Bundesregierung. Noch weiß man nämlich nicht genau, wie das Geld zurückgezahlt werden soll. Auch wann die Verbraucher Geld sehen, ist noch völlig unklar.

Mittwoch, 11. Dezember, 16.41 Uhr: Thomas-Cook-Kunden bekommen 17,5 Prozent ihrer Ansprüche erstattet

Die Kunden des insolventen Reiseveranstalters Thomas Cook bekommen von der Versicherung 17,5 Prozent ihrer Ansprüche erstattet. Der Gesamtschaden betrage 287,4 Millionen Euro – die Zurich Gruppe Deutschland könne aber nur 50,4 Millionen Euro erstatten, teilte das Unternehmen am Mittwoch mit. Knapp 60 Millionen Euro flossen demnach für den Rücktransport der Thomas-Cook-Urlauber, die Haftungssumme betrage 110 Millionen Euro.

Mittwoch, 11. Dezember, 10.32 Uhr: Bund sorgt für komplette Entschädigung von Thomas-Cook-Pauschalurlaubern

Die Bundesregierung will bei der Entschädigung von Pauschalurlaubern des insolventen Reiseveranstalters Thomas Cook einspringen. Das geht aus einer Pressemitteilung der Bundesregierung hervor. Weil der zuständige Versicherer Zurich Insurance nicht für den gesamten Schaden aufkommen werde, wolle die Bundesregierung den Betrag übernehmen, der deutschen Kunden nicht ersetzt werde..

Es sei den betroffenen Kunden nicht zumutbar, sich selbst um die Klärung der komplexen offenen Rechtsfragen kümmern zu müssen, heißt es seitens der Regierung. "Es ist deshalb beabsichtigt, den Thomas-Cook-Kundinnen und -kunden anzubieten, ihnen die Differenz zwischen ihrer Zahlung und dem, was sie von Zurich oder von anderer Seite zurückerhalten haben, auszugleichen." Grund sei unter anderem auch die "Vermeidung unzähliger Rechtsstreitigkeiten". Weiterhin heißt es, dass die Kunden derzeit noch nicht selbst aktiv werden müssen.

In welcher Höhe die finanzielle Unterstützung ausfällt, soll heute im Kabinett beschlossen werden. Die Versicherung, mit der sich die Kunden abgesichert haben, reiche laut Angaben der Zurich Insurance Group nicht für die Entschädigung aus. 

Der Schweizer Versicherer muss in Deutschland für Schäden bis insgesamt 110 Millionen Euro aufkommen. Dies liegt an der Haftungsobergrenze, die 2015 von der EU für Pauschalreisen beschlossen wurde. Laut Zurich Versicherung wurden aber bis Anfang November bereits Schäden von 250 Millionen Euro gemeldet. Gegenüber der ARD betonen Experten jedoch, dass der Gesamtschaden um die 500 Millionen Euro hoch sein könne. Jüngst hatten die Länderjustizminister das Bundesjustiz- und Verbraucherschutzministerium aufgefordert zu prüfen, wie man die Deckelung von 110 Millionen Euro erhöhen sollte. 

Eine Verschärfung des Gesetzes sowie die Anhebung der Obergrenze für die Absicherung für Pauschalreisen ist ebenfalls möglich, heißt es im ARD-Bericht.

Donnerstag, 21. November, 12.35 Uhr: Aus für deutschen Reisekonzern Thomas Cook

Beim insolventen deutschen Reisekonzern Thomas Cook in Oberursel gehen die Lichter aus. Der Veranstalterbereich mit den Marken Neckermann Reisen, Air Marin und Thomas Cook Signature wird kommende Woche eingestellt, wie Julia Kappel-Gnirs aus dem Team der vorläufigen Insolvenzverwalter der Deutschen Presse-Agentur sagte. "Mit Eröffnung des Insolvenzverfahrens voraussichtlich kommender Woche erhalten die betroffenen Mitarbeiter die Kündigung. Sie sind darüber informiert."

Dienstag, 19. November, 15.25 Uhr: Galeria Karstadt Kaufhof übernimmt Reisebüros

Galeria Karstadt Kaufhof stärkt sein Touristik-Standbein durch die Übernahme von Teilen des Deutschland-Geschäfts von Thomas Cook. Insgesamt 106 Reisebüros und die deutsche Online-Plattform würden von Galeria Karstadt Kaufhof übernommen und weitergeführt, sagte ein Sprecher des Warenhaus-Unternehmens. Darauf habe sich das Unternehmen mit dem Insolvenzverwalter geeinigt. Ein Großteil der Arbeitsplätze in den beiden Bereichen bleibe damit erhalten.

Das Reisegeschäft von Galeria Karstadt Kaufhof umfasst bislang 78 Reisebüros in Warenhäusern sowie weitere 22 innerstädtische Reisebüros. Durch die Übernahme wird die Zahl der Reisebüros also mehr als verdoppelt. Zum übernommenen Online-Geschäft von Thomas Cook zählen die E-Commerce-Plattform und eine für das Reisegeschäft maßgeschneiderte IT sowie entsprechende Kundendaten.

"Mit der künftig noch weitergehenden Verknüpfung von Online- und Offline-Fähigkeiten im Reisegeschäft schaffen wir den Sprung zum Omnichannel-Reiseanbieter", betonte der Chef von Galeria Karstadt Kaufhof, Stephan Fanderl. Der Erwerb steht unter dem Vorbehalt der Zustimmung der Kartellbehörde sowie des Gläubigerausschusses von Thomas Cook.

Montag, 4. November, 16.30 Uhr: Thomas Cook droht Zerschlagung

Der insolventen deutschen Thomas Cook droht die Zerschlagung. Bislang liege kein belastbares Angebot für die Fortführung des Unternehmens als Ganzes oder für das Veranstaltergeschäft der Thomas Cook Touristik GmbH vor, erklärten Insolvenzverwalter und Unternehmen am Montag in Oberursel bei Frankfurt. "In Folge dessen muss die Thomas Cook Touristik GmbH nun aus rechtlichen Gründen die Einstellung des operativen Geschäftsbetriebs zum 1. Dezember 2019 vorbereiten", hieß es in der Mitteilung.



Für einzelne Teile des Unternehmens gebe es aber Interesse. "Eine hohe Nachfrage bei den Interessenten gibt es für die Bucher Reisen & Öger Tours GmbH. Die Verhandlungen über deren Fortführung sind sehr weit fortgeschritten." Durch die angestrebten Verkäufe von Unternehmensteilen wären gut die Hälfte der aktuell etwa 2.100 Thomas Cook-Arbeitsplätze in Deutschland gesichert, hieß es.

Sonntag, 3. November, 13.07 Uhr: Urlauber sollen ab Dezember entschädigt werden

Die von der Pleite betroffenen Feriengäste sollen ab Dezember entschädigt werden. Wie viel Geld sie zurückbekommen, stehe aber noch nicht fest, da die Höhe der Gesamtschadenssumme noch unklar sei, sagte ein Sprecher des Versicherers Zurich Deutschland. 

Klar ist bereits, dass die versicherte Summe bei weitem nicht ausreicht, und dass Geschädigte nur einen Teil ihrer Auslagen zurückbekommen. Nach Angaben der Versicherung wurde bereits ein Schadensvolumen von 250 Millionen Euro gemeldet. Thomas Cook war aber nur bis 110 Millionen Euro versichert. "Die Gesamtschadenssumme und somit die Schadensquote können noch nicht zuverlässig berechnet werden", sagte Zurich Deutschland-Sprecher Bernd Engelien. Nach der Quote richtet sich die Erstattung für entgangene Ferien.

Seit der Pleite gingen nach Angaben der Versicherung täglich 1.000 Schadensmeldungen ein. Insgesamt waren es bis 1. November 150.000. Es ist aber noch nicht klar, wie viele Thomas-Cook-Gäste insgesamt betroffen sind. Zum Zeitpunkt der Insolvenz waren 140.000 Reisende unterwegs, die ihren Urlaub teils abbrechen mussten. Dazu kommen Gäste, die noch nicht in den Urlaub gestartet waren, ihre Reise aber schon an- oder voll gezahlt hatten. Die Gesamtzahl hängt davon ab, wie es am 1. Januar weitergeht. Bislang hat Thomas Cook nur sämtliche Reisen für dieses Jahr abgesagt.

Samstag, 2. November, 7.16 Uhr: Chinesische Unternehmensgruppe Fosun übernimmt Thomas-Cook-Markenrechte

Nach der Pleite des britischen Reisekonzerns Thomas Cook hat die chinesische Unternehmensgruppe Fosun für elf Millionen Pfund (12,8 Millionen Euro) die Rechte an der Touristikmarke gekauft. Wie der in Hongkong ansässige Konzern mitteilte, übernimmt er außer den Markenrechten auch zwei Thomas-Cook-Töchter: die Hotelketten "Casa Cook" und "Cook’s Club". 

Damit baue Fosun seine Touristiksparte angesichts des robusten Wachstums des chinesischen Marktes für Auslandsreisen aus, erklärte der Chef der Sparte, Qian Jiannong. 

Thomas Cook hatte am 23. September Insolvenz angemeldet, wenig später folgte die deutsche Tochter. Außer 22.000 Mitarbeitern weltweit waren auch Hunderttausende Urlauber betroffen. Großbritannien startete für die gestrandeten Touristen die größte Rückführungsaktion seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs. In Deutschland wird noch über die Erstattung der Rückbeförderungskosten gestritten.

Sonntag, 27. Oktober, 10.03 Uhr: Für Entschädigung von Thomas-Cook-Urlaubern fehlen 400 Millionen Euro

Nach der Insolvenz des Pauschalreise-Veranstalters Thomas Cook werden wohl hunderttausende Kunden trotz eines Reisesicherungsscheins nur einen Bruchteil ihres Geldes wiederbekommen. Die deutsche Thomas Cook habe zum Zeitpunkt der Insolvenz Ende September 660.000 Buchungen im Gesamtwert von 500 Millionen Euro gehabt, berichtet die "Bild am Sonntag". Thomas-Cook-Versicherer Zurich muss jedoch nur einen Schaden von maximal 110 Millionen Euro zahlen.

Damit fehlen rund 400 Millionen Euro, um alle Thomas-Cook-Urlauber zu entschädigen. Der Verbraucherzentrale Bundesverband fordert daher, dass nun der Staat für die fehlende Urlauber-Entschädigung einspringt. In einem Brief an Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) schreiben die Verbraucherschützer laut "BamS", Scholz solle "entsprechende Finanzmittel im Haushalt zurückstellen und somit für eine vollständige Entschädigung der Thomas-Cook-Kunden sorgen".

Freitag, 18. Oktober, 16.46 Uhr: Urlauber sollten auf Kreditkarten-Rückbuchung pochen

Der Frust ist groß: Viele Thomas-Cook-Urlauber könnten ihr angezahltes Geld nach der Insolvenz des Veranstalters nur teilweise wiedersehen. Wer die geplatzte Reise aber mit einer Visa- oder Mastercard bezahlt hat, kann hoffen: In diesen Fällen lässt sich die Zahlung im sogenannten Chargeback-Verfahren zurückholen.

Nach Aussagen der Stiftung Warentest lassen einige Banken ihre Kunden hierbei allerdings im Stich. Kunden, die bei ihren Banken nach der Rückbuchung der Kreditkartenzahlung gefragt hätten, seien unzureichend oder sogar falsch informiert worden. Das habe man aus Leserzuschriften erfahren. So wurde etwa mitgeteilt, es bestehe kein Chargeback-Recht. Oder es hieß, man könne nicht weiterhelfen, und Urlauber sollten sich an den Versicherer wenden.

Versicherungssumme reichte nicht aus

Eigentlich sollten Pauschalurlauber durch den Sicherungsschein finanziell vor einer Pleite des Reiseunternehmens geschützt sein. Im Idealfall wenden sie sich an den Versicherer und bekommen ihr Geld von diesem zurück. Im Fall Thomas Cook dürfte die Versicherungssumme von 110 Millionen Euro allerdings nicht ausreichen. Die Folge: Geschädigte bekommen nur einen Teil ihres Geldes zurück.

Hier greift das Chargeback-Verfahren, also eine Reklamation der Kreditkartenzahlung. Wie die Stiftung Warentest erklärt, geben die Zahlungsdienstleister Visa und Mastercard das Verfahren den kartenausgebenden Banken vor. Damit lassen sich Kreditkartenzahlungen zurückbuchen, wenn die bezahlte Leistung nicht erbracht wird und die Versicherung eine Rückzahlung ganz oder teilweise ablehnt.

Verbraucher sollten in der Kommunikation mit ihrer Bank also hartnäckig bleiben und auf ihr Recht pochen. Sie müssen dabei aber die jeweiligen Fristen ihrer Bank beachten.

Mittwoch, 09. Oktober, 11.38 Uhr: Deutsche Thomas Cook sagt Reisen bis Ende des Jahres ab

Der insolvente deutsche Reiseveranstalter Thomas Cook hat alle Reisen bis einschließlich 31. Dezember abgesagt. Das gilt auch, wenn sie bereits teilweise oder gänzlich bezahlt wurden, teilte das Unternehmen mit. "Wir bedauern sehr, dass wir diese Reisen absagen müssen, können aber deren Durchführung nicht gewährleisten", sagte Stefanie Berk, Vorsitzende der Geschäftsführung.

Das Unternehmen arbeite mit Hochdruck daran, ab 1. Dezember 2019 wieder operativ tätig zu sein und dann auch Reisen ab dem Jahresbeginn 2020 wieder anbieten zu können.

Dienstag, 01. Oktober, 10.54 Uhr: Zurich: Keine volle Erstattung der Anzahlung von Thomas-Cook-Kunden

Urlauber, die ihre Reise wegen der Insolvenz des Reiseveranstalters Thomas Cook nicht antreten konnten, können nicht mit einer vollen Erstattung ihrer Zahlungen rechnen. Die Versicherung Zurich Deutschland hatte die Reisen mit der deutschen Thomas Cook bis zu 110 Millionen Euro versichert. "Sie können davon ausgehen, dass dies bei weitem nicht reicht", sagte Zurich-Sprecher Bernd Engelien.

Die Ersatzansprüche würden der versicherten Summe gegenübergestellt und quotiert. Als Rechenbeispiel: Wenn die Schadenssumme doppelt so hoch ist wie die versicherte Summe, würden die Ansprüche zur Hälfte gedeckt. Bislang sei aber noch nicht klar, wie hoch die Schadenssumme und die Erstattungsquote sei, sagte Engelien. Betroffen sind Kunden, die beim Insolvenzantrag noch nicht unterwegs waren. Thomas Cook hatte alle Reisen bis 31. Oktober abgesagt, auch wenn sie schon angezahlt oder voll bezahlt waren.

Zunächst müssten Hotelrechnungen für Urlauber, die beim Insolvenzantrag schon unterwegs waren, sowie die Rückflüge bezahlt werden, so Engelien. Auch die Höhe dieser Summe sei noch nicht klar. Von den 140.000 betroffenen Urlaubern seien bis Montagabend alle bis auf 17.000 in die Heimat zurückgebracht worden, sagte Engelien. Bis Anfang kommender Woche solle die Rückholaktion weitgehend abgeschlossen sein. Zurich gehe davon aus, dass dann nur noch 3.000 Menschen, teils Langzeiturlauber, im Ausland seien.

Montag, 30. September, 08.34 Uhr: Chefin deutscher Thomas Cook: "Es war ein Schock für die Mitarbeiter"

Die Mitarbeiter des insolventen deutschen Reiseveranstalters Thomas Cook haben bis zuletzt auf eine Rettung des britischen Mutterkonzerns gehofft. "Die Abfolge der Ereignisse war so nicht erwartet worden", sagte Stefanie Berk, Geschäftsführerin der deutschen Thomas Cook. "Es war ein Schock für die Mitarbeiter." Berk zufolge war eine Einigung in wesentlichen Punkten erreicht worden. Zu den genauen Gründen für das Scheitern der Verhandlungen wollte sich die Managerin nicht äußern. Die britische Thomas Cook hatte zuletzt mit Investoren über eine zusätzliche Finanzierung in Höhe von 200 Millionen Pfund verhandelt.

Die deutsche Thomas Cook, zu der unter anderem Neckermann Reisen, Öger Tours und Bucher Reisen gehören, war in den Sog der Pleite des Mutterkonzerns geraten. Mitte vergangener Woche stellten drei deutsche Thomas-Cook-Gesellschaften Insolvenzantrag. "Die Situation für die rund 2.000 Beschäftigten ist hart, aber man merkt Aufbruchstimmung", berichtete Berk. "Der Auftritt der vorläufigen Insolvenzverwalter vergangene Woche auf der Betriebsversammlung hat den Eindruck hinterlassen, dass die Sanierung gelingen kann."

01.51 Uhr: Thomas Cook warnt vor E-Mail-Betrug

Der Reiseanbieter Thomas-Cook-Deutschland warnt seine Kunden vor betrügerischen E-Mails. Derzeit würden Mails vermeintlich im Namen von Thomas Cook verschickt, mit denen sensible Kundendaten angefragt werden. Auf der Internetseite des Reisekonzerns heißt es dazu:

Wichtige Information an Verbraucher aus aktuellem Anlass:
Derzeit gibt es eine böse Email-Betrugsmasche: Diese Email ist als offizielle Nachricht von Thomas Cook deklariert mit dem Betreff: ‚Wichtig: Erstattung Ihrer Thomas Cook-Reise.‘ Darin werden sensible Daten abgefragt, beispielsweise Pass- und Kreditkartendaten. 

Thomas Cook hat zu keiner Zeit Emails dieser Art an Kunden verschickt. Bitte ignorieren Sie diese Mails und löschen diese.

Kunden sollten diesen E-Mails keine Beachtung schenken und keine Daten übermitteln.

Sonntag, 29. September, 00.21 Uhr: Condor-Hilfskredit kann für Staat lukratives Geschäft werden

Der Staat lässt sich den Überbrückungskredit für den Ferienflieger Condor der "Bild am Sonntag" zufolge teuer bezahlen. Allein die Bearbeitungsgebühr für das 380-Millionen-Darlehen liege bei 3,8 Millionen Euro, berichtete die Zeitung unter Berufung auf Firmenkreise. Dazu kommen demnach Zinsen zwischen fünf und zehn Prozent, also zwischen 9,5 und 19 Millionen Euro für das halbe Jahr. Die genaue Höhe werde derzeit noch verhandelt. 

Samstag, 28. September, 13.05 Uhr: Reiseanbieter Tour Vital stellt Insolvenzantrag

Der Reiseanbieter Tour Vital hat Insolvenzantrag gestellt. Hintergrund seien die derzeitigen "Rahmenbedingungen im Reisemarkt", wie das Unternehmen, das bis vor knapp einem Jahr zum ebenfalls insolventen Reisekonzern Thomas Cook gehörte, auf seiner Internet-Seite mitteilte. Das Amtsgericht Köln habe einen vorläufigen Insolvenzverwalter bestellt. Dieser verschaffe sich derzeit mit der Geschäftsleitung einen Überblick über die Situation. Der Verkauf von Reisen sei gestoppt worden.

Weiter hieß es, gebuchte Reisen mit selbst organisierter Anreise würden zunächst bis zum Anreisedatum 30. September abgesagt. Bei den übrigen Reisen bis zum Abreisedatum zunächst 30. September 2019 sehe man das Risiko einer nicht ordnungsgemäßen Leistungserbringung am Reiseziel als gering an, könne es aber nicht völlig ausschließen. Versichert seien die Reisen wie bei Thomas Cook bei der Zurich-Versicherung. Angaben zur Anzahl betroffener Kunden wurden nicht gemacht.

Freitag, 27. September, 10.30 Uhr: Thomas-Cook-Versicherer will Hotels ab sofort wieder Geld überweisen

Ab diesem Freitag sollen Hotels im Ausland, die derzeit noch Kunden von Thomas Cook Deutschland beherbergen, Geld von der Zurich-Versicherung bekommen. Die Zahlungen an die Hotels sind laut Zurich an die Bedingung geknüpft, dass Urlauber nicht mehr zu Extra-Zahlungen aufgefordert werden.

Auf Basis der Buchungsinformationen und ohne Vorlage gesonderter Rechnungen sollen die Hotels in den Ferienorten jetzt 50 Prozent der ausstehenden Zahlungen erhalten, wie ein Zurich-Sprecher sagte. "Dies gilt sofort und unter der Voraussetzung, dass Thomas-Cook-Reisende von diesen Hotels ab sofort weder zur individuellen Zahlung von Hotelrechnungen aufgefordert oder anderweitig genötigt werden", sagte Sprecher Bernd Engelien weiter.

Die Versicherung reagierte damit auf Berichte von Hotelgästen, die nach eigenen Angaben gezwungen worden waren, ihre Unterkünfte vor Ort selbst zu bezahlen. Einige mussten demnach mehr als 1.000 Euro auf den Tisch legen. Der Deutsche Reiseverband (DRV) und der Bundesverband der Verbraucherzentralen hatten dies scharf kritisiert.

Die nun angekündigten Auszahlungen an Hotels durch die Zurich Versicherung helfen allerdings nur den Reisenden, die derzeit noch unterwegs sind. Für Thomas-Cook-Kunden, die erst noch in den Urlaub fliegen wollen, sieht es schlecht aus. Am späten Donnerstagabend teilte das Unternehmen mit, alle Reisen bis einschließlich 31. Oktober würden abgesagt. Dies gelte auch für solche Buchungen, die schon bezahlt sind. Wie es um Reisen mit Start ab dem 1. November 2019 steht, ließ das Unternehmen offen. 

21.32 Uhr: Deutsche Thomas Cook sagt alle Reisen bis Ende Oktober ab

Die Deutschland-Tochter von Thomas Cook hat einen Tag nach seinem Insolvenzantrag alle Reisen bis einschließlich 31. Oktober 2019 abgesagt. Reisen könnten "aus insolvenzrechtlichen Gründen nicht angetreten werden", teilte das Unternehmen am Donnerstagabend mit.

Davon betroffen seien auch Marken Thomas Cook Signature, Thomas Cook Signature Finest Selection, Neckermann Reisen, ÖGER TOURS, Bucher Reisen und Air Marin, die bereits angezahlt oder vollständig bezahlt sind. Wie es um Reisen mit Start ab dem 1. November 2019 steht, ließ das Unternehmen offen. In Abstimmung mit der Insolvenzversicherung werde die weitere Vorgehensweise geprüft, hieß es.

14.30 Uhr: Ryanair hat kein Interesse an Condor

Ryanair-Chef Michael O'Leary hat einem möglichen Einstieg bei dem deutschen Ferienflieger Condor eine Absage erteilt. Ryanair habe kein Interesse daran, weitere Airlines zu kaufen, sagte der Chef von Europas größtem Billigflieger. Die Fluglinie Condor sucht nach der Insolvenz ihres britischen Mutterkonzerns Thomas Cook nach einem Käufer.

Im Gegensatz zu Thomas Cook war Condor in den vergangenen Jahren fast durchweg profitabel und fliegt nach der Pleite der britischen Mutter vorerst weiter. Ein staatlicher Überbrückungskredit in Höhe von 380 Millionen Euro soll den Ferienflieger in der Luft halten, bis ein Käufer gefunden ist. Laut Condor-Chef Ralf Teckentrup gab es bereits erste Gespräche mit möglichen Interessenten.

Ryanair-Chef O'Leary geht nach eigenen Angaben davon aus, dass die Lufthansa die Kontrolle bei Condor übernimmt. Falls die größte deutsche Fluggesellschaft aus Gründen des Kartellrechts Teile des Condor-Geschäfts abgeben müsse, könne er sich vorstellen, dass Ryanair solche Teile erwirbt. Nach der Pleite von Air Berlin und deren österreichischer Tochter Niki im Jahr 2017 war Ryanair zunächst leer ausgegangen, verleibte sich aber später die Niki-Nachfolgerin Laudamotion ein.

Ein Lufthansa-Sprecher wollte sich zu den Absichten seines Konzerns weiterhin nicht äußern. Unterdessen sagte der Chef des weltgrößten Reisekonzerns Tui, Fritz Joussen: "Wir haben kein Interesse an Condor angemeldet."

14.28 Uhr: Hotels auf Mallorca bitten Thomas-Cook-Kunden zur Kasse

Auf Mallorca haben Medienberichten zufolge mehrere Hotels Thomas-Cook-Gäste aufgefordert, den Aufenthalt erneut zu bezahlen. Solche Fälle hätten sich "reihenweise" abgespielt, berichtete das Wochenblatt "Mallorca Zeitung" (Online). Der Hotelierverband der spanischen Urlaubsinsel (FEHM) wollte auf Anfrage zunächst keine Stellungnahme dazu abgeben. Auch in den Hotels, die von betroffenen Touristen namentlich genannt wurden, hieß es: "Kein Kommentar."

Die vom Veranstalter nicht bezahlten Rechnungen seien ein großes Problem für sehr viele Hotels, sagte FEHM-Präsidentin María Frontera. Viele Betreiber überlegten, die saisonbedingte Schließung ihrer Häuser aufgrund des finanziellen Schadens und des erwarteten Ausbleibens von Touristen von Herbst oder Winter vorzuziehen, wurde Frontera von der Regionalzeitung "Diario de Mallorca" zitiert.

Frontera hatte zuvor gewarnt, die Zukunft vieler Unternehmen auf Mallorca sei "ernsthaft gefährdet". Hilfe des Staates werde auf jeden Fall nötig sein, damit diese Unternehmen überleben. Die Tourismusbranche der Insel wird allein wegen der von Thomas Cook nicht beglichenen Rechnungen nach Schätzungen mindestens 100 Millionen Euro verlieren.

13.22 Uhr: Sanierer Flöther wird Sachwalter bei Condor

Die deutsche Fluglinie Condor bekommt nach der Pleite ihres britischen Mutterkonzerns Thomas Cook den Sanierungsexperten Lucas Flöther an die Seite gestellt. Er solle bei Condor als vorläufiger Sachwalter agieren, sagte Flöther am heutigen Donnerstag. Er sei am Mittag vom Amtsgericht Frankfurt/Main bestellt worden. Flöther ist auch Insolvenzverwalter der einstmals zweitgrößten deutschen Fluglinie Air Berlin, die vor zwei Jahren Insolvenz anmelden musste.

Rechtsanwalt Lucas Flöther: Er soll bei Condor als vorläufiger Sachwalter agieren. (Quelle: dpa/Silas Stein)Rechtsanwalt Lucas Flöther: Er soll bei Condor als vorläufiger Sachwalter agieren. (Quelle: Silas Stein/dpa)

Zuvor hatte die "Wirtschaftswoche" (online) berichtet, dass das Gericht ein sogenanntes Schutzschirmverfahren genehmigt hat. Condor hatte ein solches Verfahren am Mittwoch beantragt. Dieses besondere Instrument des deutschen Insolvenzrechts soll verhindern, dass Geld an den insolventen Mutterkonzern Thomas Cook abfließt.

17.21 Uhr: Hotels zwingen Thomas-Cook-Urlauber zur erneuten Zahlung

Pauschalurlauber, die eine Reise bei Thomas Cook Deutschland gebucht haben, werden nach Angaben des Deutschen Reiseverbands (DRV) "vermehrt" gezwungen, ein weiteres Mal für ihren Hotelaufenthalt zu zahlen. "Die meisten Hotels verhalten sich sehr fair, aber es gibt leider auch andere Fälle, die völlig inakzeptabel sind", erklärte am Mittwoch DRV-Präsident Norbert Fiebig. Die Urlauber hätten ihren Reisepreis bezahlt. Es gebe keinen Grund, sie vor Ort festzuhalten.

Fiebig verwies auf die Zusage des Insolvenzversicherers Zurich, die Kosten für die Hotels infolge der Insolvenz von Thomas Cook Deutschland zu übernehmen. Der DRV rief die betreffenden Hotelverbände und Fremdenverkehrsämter in den Urlaubsdestinationen "eindringlich" auf, diese Information an die Hotelbetreiber weiterzugeben. Das gelte für Pauschalreisende der Veranstalter Thomas Cook Deutschland, Neckermann Reisen, Öger Tours, Bucher Reisen, Thomas Cook Signature und Air Marin.

16.03 Uhr: Auch Österreich-Tochter von Thomas Cook meldet Insolvenz an

Nach der deutschen Thomas Cook GmbH hat nun auch die österreichische Tochter einen Insolvenzantrag gestellt. Das sagte Thomas-Cook-Austria-Sprecher Philipp Höll am Mittwoch der Nachrichtenagentur Reuters. Ziel sei es, die österreichische Gesellschaft, ebenso wie die deutsche Mutter, aus dem insolventen britischen Reisekonzern Thomas Cook herauszulösen und die Geschäfte fortzuführen.

Derzeit sei der reguläre Geschäftsbetrieb eingestellt und der Verkauf von Reisen gestoppt worden. Dazu zählen Reisen der Veranstalter Thomas Cook Signature, Neckermann Reisen, Bucher Reisen, Öger Tours und Air Marin. Der Veranstalter Aldiana sei davon nicht betroffen, hieß es.

Die Österreich-Tochter, die indirekt eine 100-prozentige Tochter der deutschen Thomas Cook GmbH ist, hatte eigenen Angaben zufolge zu Wochenbeginn rund 4.600 Touristen in den Urlaubsgebieten. Insgesamt sollen bis zu rund 19.000 Kunden betroffen sein. Dank der Pauschalreiseverordnung seien sämtliche Pauschalreisekunden vor finanziellen Schäden abgesichert, hieß es. Betroffene könnten sich an den zuständigen Abwickler Allianz Partners (AWP) wenden, erklärte das Unternehmen. 

14.00 Uhr: Unternehmer Wöhrl bekundet Interesse an Einstieg bei Condor

Der Nürnberger Unternehmer und Investor Hans-Rudolf Wöhrl hat Interesse an einem Einstieg bei der von der Thomas-Cook-Pleite betroffenen Fluggesellschaft Condor bekundet. "Condor braucht schnell einen neuen Eigentümer, der die Firma selbstständig weiterführt", sagte Wöhrl am vergangenen Mittwoch. Das Vertrauen der Kunden müsse wiedergewonnen werden. Zuvor hatte der Bayerische Rundfunk über das Interesse Wöhrls berichtet.

Hans Rudolf Wöhrl: Der Unternehmer stammt aus dem gleichnamigen Modehaus, ist inzwischen aber seit langer Zeit in der Hotellerie und im Luftverkehr engagiert. (Quelle: imago images/Future Image)Hans Rudolf Wöhrl: Der Unternehmer stammt aus dem gleichnamigen Modehaus, ist inzwischen aber seit langer Zeit in der Hotellerie und im Luftverkehr engagiert. (Quelle: Future Image/imago images)

Condor sei ein grundsätzlich gesundes Unternehmen und schon deshalb wohl nicht in einem Ein-Euro-Deal zu haben, sagte Wöhrl. "Daher würden wir den Kaufpreis mit anderen Investoren (gemeinsam) aufbringen."

Die Zusage von staatlichen Überbrückungskrediten für Condor bezeichnete Wöhrl als gerechtfertigt. Es gehe hier nicht darum, ein krankendes Unternehmen, künstlich am Leben zu halten. Condor sei auch für den Wettbewerb wichtig, weil sonst die Langstrecke fast ausschließlich großen internationalen Fluggesellschaften überlassen werde. "Ohne Condor werden Fernreisen zum Luxus", sagte Wöhrl.

Gleichzeitig richtete er schwere Vorwürfe gegen die britische Condor-Muttergesellschaft Thomas Cook. "Wie eine Kolonialmacht mit ihren Kolonien umzugehen pflegt", beschrieb er den Umgang des Konzerns mit Condor. Es sei anzunehmen, dass Thomas Cook die Rückstellungen, die üblicherweise in der Luftfahrtbranche für die weniger ertragreichen Wintermonate gebildet werden, aufgebraucht habe.

13.40 Uhr: Thomas Cook will Staatskredit von 375 Millionen Euro

Die deutsche Tochter von Thomas Cook hat beim Bund einen staatlichen Überbrückungskredit in Höhe von 375 Millionen Euro beantragt. Eine Sprecherin des Wirtschaftsministeriums sagte, sie könne die Zahl nicht bestätigen. Jeder Fall sei einzeln zu betrachten. Der Antrag von Thomas Cook Deutschland sei getrennt zu bearbeiten vom Ferienflieger Condor.


Der Ferienflieger Condor, ebenfalls eine Tochter des insolventen britischen Reisekonzerns Thomas Cook, hatte am vergangenen Dienstagabend die Zusage über eine staatlichen Überbrückungskredit von 380 Millionen Euro erhalten.

Thomas Cook Deutschland stellte am Mittwoch Insolvenzantrag. Etwa 140.000 Urlauber waren zuletzt mit dem Unternehmen mit den Marken Thomas Cook, Neckermann, Öger Tours, Air Marin und Bucher Reisen unterwegs. Thomas Cook Deutschland strebt mit der Insolvenz eine Sanierung an. Das Unternehmen beschäftigt in Deutschland etwa 2.000 Mitarbeiter.

13.00 Uhr: Thomas Cooks Österreich-Tochter will ebenfalls Insolvenzantrag stellen

Nach dem Antrag der deutschen Thomas Cook GmbH auf Insolvenz mit Gläubigerschutz plant die österreichische Tochter Thomas Cook Austria AG denselben Schritt. "Die österreichische Gesellschaft hat noch nicht eingereicht, das wird heute definitiv im Laufe des Tages aber sein", sagte ein Unternehmenssprecher.

Beide Gesellschaften wollen aus der bereits insolventen britischen Thomas Cook Group Thomas Cook Group PLC ORD EUR0.01 Aktie herausgelöst werden und streben eine Fortführung der Geschäfte an. Die Deutschen haben ihren Insolvenzantrag bereits am Mittwochvormittag bei Gericht eingereicht, um das Unternehmen sanieren zu können.

"Wir sind zuversichtlich, dass es eine Zukunft für den sehr erfolgreichen Standort Österreich geben wird", sagte auch Thomas-Cook-Austria-Vorstand Ioannis Afukatudis. Es sei aber noch nicht absehbar, in welcher Form es weitergehe. Dank der Pauschalreiseverordnung seien sämtliche Pauschalreisekunden vor finanziellen Schäden abgesichert. "Es gilt jetzt, in den nächsten Tagen, für alle unsere Kunden, Partner und mein Team die beste Lösung zu finden", so der Österreich-Chef des Reiseveranstalters.

11.05 Uhr: Insolvenzversicherer trägt Kosten für Hotel und Flug

Nach der Insolvenz von Thomas Cook Deutschland kümmert sich nach Angaben des Reiseverbandes DRV der Insolvenzversicherer Zurich um betroffene Pauschalreisende. "Dem DRV wurde bestätigt, dass die Zurich Versicherung die Kosten für zwischen Thomas Cook Deutschland und Leistungserbringern wie zum Beispiel Hotels und Fluggesellschaften vereinbarten Leistungen übernimmt", teilte der Verband am Mittwoch mit. Hotels in den Urlaubsgebieten hätten daher keinen Grund, Urlauber aus Angst vor Zahlungsschwierigkeiten des Reiseveranstalters zur Kasse zu bitten. Der Insolvenzversicherer sei zudem verpflichtet, die Reisenden zurückzubringen.

Mittwoch, 25. September, 10.10 Uhr: Thomas Cook GmbH stellt Insovenzantrag

Zwei Tage nach der Pleite der britischen Muttergesellschaft muss auch die deutsche Tochter des Reisekonzerns Thomas Cook Insolvenz anmelden. Damit könne sich die Thomas Cook GmbH aus Oberursel bei Frankfurt "von den komplexen finanziellen Verflechtungen und Haftungsverhältnissen mit der insolventen britischen Thomas Cook Group lösen", erklärte das Unternehmen am Mittwoch. "Wir hätten diesen gerichtlichen Schritt natürlich lieber vermieden, doch leider ließ sich auf dem Verhandlungsweg keine kurzfristige Lösung erreichen", sagte Deutschland-Chefin Stefanie Berk.

23.50 Uhr: Condor spricht bereits mit möglichen Käufern

Die Thomas-Cook-Tochter Condor spricht nach der Insolvenz ihres Mutterkonzerns mit möglichen Kaufinteressenten. "Wir sind in den letzten zwei Tagen bereits in Gesprächen mit solventen interessierten Parteien", sagte Condor-Chef Ralf Teckentrup am Dienstagabend in einer Telefonkonferenz mit Journalisten. Natürlich werde Condor mit den Interessenten ausloten, ob es intensivere Gespräche geben sollte. "Wir sind da guten Mutes", sagte Teckentrup.

Nach seiner Darstellung beginnen die Gespräche mit möglichen Käufern nicht bei Null. Schließlich habe Thomas Cook seine Airlines bereits im Februar zum Verkauf gestellt. "Wir hatten in der Zeit schon intensive Kontakte", sagte der Manager. Allerdings werde die Suche nach einem neuen Eigentümer nicht in wenigen Tagen über die Bühne gehen - auch um einen guten Preis zu erzielen.

21.48 Uhr: Darum gibt die Regierung Condor eine Finanzspritze

Die Bundesregierung greift dem Ferienflieger Condor vor allem wegen dessen wirtschaftlicher Perspektive unter die Arme. Es gebe es eine gute Chance für eine Fortführung, sagte der zuständige Staatssekretär im Wirtschaftsministerium, Ulrich Nussbaum. "Condor kann ein gesundes Unternehmen sein." Es sei unverschuldet – durch die Pleite der britischen Muttergesellschaft Thomas Cook – in die Krise geraten. "Deswegen gehen wir davon aus, dass ein Investor gefunden wird." Damit könne dann am Ende auch der Staat sein Geld zurückbekommen.

Wirtschaftsminister Peter Altmaier ergänzte, es sei sichergestellt, dass das Geld nicht an Thomas Cook weitergereicht werden müsse. Details nannte er allerdings nicht. Die Europäische Kommission müsse noch grünes Licht für die Staatshilfe geben.

20.09 Uhr: Staat will Condor mit Finanzspritze retten

Der Staat will dem Ferienflieger Condor nach der Insolvenz der Muttergesellschaft Thomas Cook mit einem Überbrückungskredit helfen. Diese Grundsatzentscheidung haben die zuständigen Ministerien getroffen, wie die Deutsche Presse-Agentur am Dienstagabend aus Verhandlungskreisen erfuhr. Im Gespräch ist ein Kredit mit einem Volumen von 380 Millionen Euro. Neben der Bundesregierung soll auch das Land Hessen mit dabei sein.

Wegen der Insolvenz des britischen Mutterkonzerns Thomas Cook hatte die bislang profitable Condor einen staatlich verbürgten Überbrückungskredit beantragt, um "Liquiditätsengpässe" zu verhindern. Condor fliegt trotz der Insolvenz des Mutterkonzerns Thomas Cook weiter, hatte aber auf Unterstützung des Bundes gehofft.

Wirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) hatte am Dienstag betont, die Schwierigkeiten bei Condor seien durch die Insolvenz der Muttergesellschaft Thomas Cook entstanden. "Es sind keine hausgemachten Probleme." Der Ferienflieger, der etwa 4.900 Mitarbeiter beschäftigt, hatte mit Blick auf die Aussagen Altmaiers erklärt: "Wir freuen uns über jedes positives Signal."

16.30 Uhr: Deutsche Thomas Cook beantragt Überbrückungskredit

Nach dem Ferienflieger Condor hat auch die deutsche Thomas-Cook-Tochter einen staatlichen Überbrückungskredit beim Bund beantragt. Die Anfrage sei am Montag erfolgt, sagte eine Sprecherin der Thomas Cook GmbH in Oberursel bei Frankfurt. Zur Höhe wurden keine Angaben gemacht. Zuvor hatte der "Hessische Rundfunk" darüber berichtet.

Der deutsche Reiseveranstalter Thomas Cook ist wie der Ferienflieger Condor durch die Pleite des britischen Mutterkonzerns in Bedrängnis geraten. Wirtschaftsminister Peter Altmaier kündigte eine Entscheidung der Bundesregierung über einen Überbrückungskredit für Condor "in den nächsten Tagen"

16.05 Uhr: In den Tourismusregionen geht die Angst um

Nach der Pleite von Thomas Cook Thomas Cook Group PLC ORD EUR0.01 Aktie geht in Spanien, Griechenland oder Tunesien die Angst um. Vor allem für viele kleinere Unternehmen könnten die zahlreichen vom insolventen britischen Reiseveranstalter nicht bezahlten Rechnungen zusammen mit dem nun befürchteten Wegbleiben von Millionen von Touristen das Ende bedeuten.

Schon wegen der offenen Rechnungen von Thomas Cook wird die spanische Tourismusbranche mindestens 200 Millionen Euro verlieren, erwartet der Vizepräsident des Reiseunternehmerverbandes Exceltur, José Luis Zoreda. Diese Verluste würden große Hotelketten wie Meliá und Iberostar, aber auch mittlere und kleinere Unternehmen treffen. Griechische Tourismusverbände gehen davon aus, dass die Insolvenz des Reisekonzerns den Tourismussektor des Landes bis zu 500 Millionen Euro kosten könnte. Tunesische Hotels warten noch auf Zahlungen in Höhe von rund 70 Millionen Euro, sagte Mouna Ben Halima vom Hotelverband am Dienstag. Rund 100 Unterkünfte in Hammamet und auf der Ferieninsel Djerba seien betroffen. 40 Hotels arbeiteten ausschließlich mit Thomas Cook zusammen.

14.08 Uhr: Deutsche Thomas-Cook-Tochter spricht mit möglichen Kapitalgebern

Die deutsche Tochter des insolventen britischen Reiseveranstalters Thomas Cook spricht nach eigenen Angaben derzeit mit "möglichen Kapitalgebern". "Wir tun alles in unser Macht Stehende, um den Fortbestand unseres Unternehmens zu sichern", erklärte die Vorsitzende der Geschäftsführung der Thomas Cook GmbH, Stefanie Berk, am Dienstag. Man sei zudem im Kontakt mit allen zuständigen Gremien auf Regierungsebene in Berlin und in der hessischen Landeshauptstadt Wiesbaden. "Auch viele unserer loyalen Partner in den Zielgebieten wie beispielsweise Hotelgruppen signalisieren Bereitschaft, uns zu unterstützen."

Sollten die Verhandlungen scheitern, sei man gezwungen, für die Thomas Cook GmbH, Thomas Cook Touristik GmbH, die Bucher Reisen & Öger Tours GmbH und möglicherweise auch weitere Gesellschaften Insolvenzantrag zu stellen. 

13.29 Uhr: Thomas Cook storniert in den Niederlanden alle Reisen

Auch der niederländische Zweig des Reiseveranstalters Thomas Cook hat alle gebuchten Reisen storniert. Trotz aller Anstrengungen sei es nicht gelungen, die Reisen auszuführen, teilte das Unternehmen am Dienstag auf seiner Website mit. Zur Zeit sind nach Angaben des Unternehmens rund 10.000 Niederländer, die ihre Reise bei dem Unternehmen gebucht haben, unterwegs. Ein Garantiefonds springt ein, so dass sie ihren Urlaub ungehindert fortsetzen und beenden können. Das niederländische Unternehmen hat noch keine Insolvenz angemeldet.

13.07 Uhr: Politiker kritisieren Manager-Boni

Nach der Pleite von Thomas Cook Thomas Cook Group PLC ORD EUR0.01 Aktie wächst in Großbritannien die Kritik an Managern des Reisekonzerns, die Berichten zufolge in den vergangenen Jahren Boni in Millionenhöhe erhalten haben sollen. "Ich würde etwa infrage stellen, ob sich die Direktoren (...) selbst große Summen zahlen sollten, wenn Unternehmen so den Bach runtergehen", sagte Premierminister Boris Johnson am Montag (Ortszeit) am Rande der UN-Generalversammlung in New York. Nach Meinung des wirtschaftspolitischen Sprechers der oppositionellen Labour-Partei, John McDonnell, hätten die verantwortlichen Manager "eine moralische Verantwortung, ihre Boni zurückzuzahlen".

Zum genauen Wert der Boni und Vergünstigungen kursierten am Dienstag unterschiedliche Zahlen. Nach Angaben der britischen Nachrichtenagentur PA hatten die Führungskräfte bei Thomas Cook in den vergangenen zehn Jahren Zahlungen von knapp 50 Millionen Pfund (57 Mio Euro) erhalten. Der "Guardian" sprach von Auszahlungen von mehr als 35 Millionen Pfund in den letzten 12 Jahren. Die Top-Manager des Reiseunternehmens hätten seit 2014 Gehalts- und Bonuszahlungen im Wert von insgesamt 20 Millionen Pfund erhalten, berichtete die BBC unter Berufung auf Zahlen des Unternehmens.

10.52 Uhr: Hessen würde Hälfte eines Überbrückungskredits für Condor übernehmen

Das Land Hessen ist bereit, der von der Insolvenz von Thomas Cook betroffenen Airline Condor mit einem Millionenkredit zu helfen: "Wir haben ein bewährtes Verfahren in solchen Konstruktionen. Der Bund nimmt die Hälfte und die betroffenen Länder nehmen die andere Hälfte", sagte der hessische Finanzminister Thomas Schäfer (CDU) am Dienstag im Hessischen Rundfunk.

Condor mit Sitz im hessischen Kelsterbach, eine Tochter des britischen Reisekonzerns Thomas Cook, hatte am Montag einen Überbrückungskredit beantragt. Sollte es auf die 200 Millionen Euro hinauslaufen, die zurzeit im Gespräch seien, dann würde Hessen 100 Millionen Euro übernehmen, sagte Schäfer weiter.

10.46 Uhr: Bundesregierung will in nächsten Tagen über Condor-Hilfen entscheiden

Die Bundesregierung will in den nächsten Tagen über staatliche Hilfen für den Ferienflieger Condor entscheiden. Es gebe dazu momentan enge Abstimmungen des Finanz-, Wirtschafts- und Verkehrsministeriums, sagte Wirtschaftsminister Peter Altmaier am Dienstag in Berlin. Ein Antrag des Unternehmens auf einen Überbrückungskredit sei eingegangen. Die Schwierigkeiten von Condor seien durch die Insolvenz der britischen Muttergesellschaft Thomas Cook entstanden. "Es sind keine hausgemachten Probleme", betonte Altmaier.

9.20 Uhr: Thomas-Cook-Pleite trifft auch Tui-Kunden

Die Pleite des Reisekonzerns Thomas Cook Thomas Cook Group PLC ORD EUR0.01 Aktie trifft in Großbritannien auch Kunden des Hauptkonkurrenten Tui TUI AG NA O.N. Aktie. Tui-Urlauber aus dem Land, die bis 31. Oktober auf Flüge mit Thomas Cook Airlines gebucht waren, können ihre Reise nicht antreten, sagte ein Tui-Sprecher am Dienstag in Hannover. Für bereits verreiste Kunden, deren Flüge wegen der Insolvenz ausfallen, würden Ersatzflüge angeboten.

Tui arbeite an Maßnahmen zur Unterstützung, teilte der Konzern bei der Vorlage seiner Buchungszahlen für die Sommersaison mit. Der Thomas-Cook-Konzern hatte in der Nacht zum Montag Insolvenz angemeldet. Dessen deutsche Fluglinie Condor fliegt allerdings noch weiter und hofft auf einen Überbrückungskredit der Bundesregierung. Auch Tui-Kunden könnten weiterhin mit Condor fliegen, sagte der Sprecher.

8.02 Uhr: Condor hält Flugbetrieb aufrecht

Der deutsche Ferienflieger Condor hält seinen Betrieb weiter aufrecht. Alle Flüge würden wie geplant durchgeführt, sagte ein Unternehmenssprecher am Dienstag. Spezielle Teams beantworteten an den Flughäfen die Fragen der Passagiere. Gleichzeitig rede das Management mit allen Lieferanten und Partnerunternehmen, um seine Maschinen weiter in der Luft zu halten.

Dienstag, 24.September, 5.30 Uhr: Thomas Cook Skandinavien will Flugbetrieb wieder aufnehmen

Trotz der Insolvenz des britischen Reisekonzerns Thomas Cook sollen die Flüge der Tochtergesellschaft Thomas Cook Airlines Scandinavia am Dienstag wieder aufgenommen werden. Das teilte die Thomas-Cook-Tochter Ving in Norwegen und Schweden mit. Auch andere skandinavische Töchter der Thomas Cook Gruppe, darunter Tjaereborg, Globetrotter und Spies – würden den Betrieb fortsetzen, hieß es weiter. Weil sie unabhängige und profitable Teile der Gruppe seien, könnten sie "mit Hilfe unserer Banken, Gläubiger und Bürgen den Betrieb fortsetzen", sagte der Geschäftsführer von Thomas Cook Nordeuropa, Magnus Wikner.

20.00 Uhr: Insolvenz trifft Mallorca hart 

Die Insolvenz des britischen Reisekonzerns Thomas Cook hat die Tourismusbranche auf Mallorca in Aufruhr versetzt. Die Konsequenzen der Pleite für die spanische Urlaubsinsel seien "von einer bisher nie dagewesenen Dimension", sagte die Präsidentin des Hotelierverbandes FEHM, Maria Frontera, vor Journalisten in Palma. Frontera sprach von einem "harten Schlag" und erklärte: "Wir sind noch dabei, die Konsequenzen für die Zukunft des Sektors zu evaluieren. Aber es gibt in der Branche große Sorgen."

Nach Medienberichten warteten am Montagabend auf dem Flughafen Son Sant Joan in Palma de Mallorca zwischen 1.500 und 2.000 von der Pleite betroffene Touristen auf Ersatzflüge, die sie nach Hause bringen sollten.

17.31 Uhr: Condor erwartet Gewinnplus und spürt "Interesse anderer Marktteilnehmer"

Der ums Überleben kämpfende Ferienflieger Condor rechnet mit einem Anstieg des Betriebsgewinns im laufenden Geschäftsjahr. "Condor ist ein profitables Unternehmen", erklärte die Tochter des kurz zuvor in Insolvenz gegangenen Reisekonzerns Thomas Cook am Montag. In dem bis Ende September laufenden Geschäftsjahr 2018/19 werde ein Anstieg des operativen Ergebnisses gegenüber den 43 Millionen Euro des Vorjahres erwartet, bei einem Umsatz von rund 1,8 Milliarden Euro. Condor habe auch über die letzten Jahre positive Ergebnisse erwirtschaftet, erklärte Airline-Chef Ralf Teckentrup. Das unterscheide Condor von Fällen wie Air Berlin und Germania, die wegen Verlusten pleite gingen. "Auch das Interesse anderer Marktteilnehmer an unserem Unternehmen unterstreicht unsere Attraktivität", erklärte Teckentrup.

17.13 Uhr: Festgehaltene Thomas-Cook-Gäste haben Hotel in Tunesien verlassen

Die wegen der Insolvenz des Reisekonzerns Thomas Cook im tunesischen Hammamet kurzzeitig festgehaltenen Hotelgäste haben die Anlage nach offiziellen Angaben verlassen. Die Gäste seien nach Einschaltung des tunesischen Tourismusministers zum Flughafen eskortiert worden, teilte das Ministerium am Montag mit. Der Präsident des Hotelverbandes im Bezirk Nabeul, Mehdi Allani, kritisierte das Verhalten der Hotelführung. Nicht die Gäste, sondern der Reiseveranstalter sei für die offenen Zahlungen verantwortlich. Allerdings habe Thomas Cook Rechnungen in Höhe von rund 60 Millionen Euro an tunesische Hotels nicht bezahlt.

16.14 Uhr: Bund der Steuerzahler lehnt staatliche Hilfen für Condor ab

Der Bund der Steuerzahler hat sich gegen staatliche Hilfen für den Ferienflieger Condor im Zuge der Thomas-Cook-Pleite gewandt. "Wir müssen aufpassen, dass der Steuerzahler hier nicht zu einer Art letzter Instanz der Versicherung wird", sagte der Präsident des Steuerzahlerbunds, Reiner Holznagel, der "Stuttgarter Zeitung" und den "Stuttgarter Nachrichten" vom Dienstag. "Der Staat ist nur aufgerufen zu helfen, wenn wirklich Gefahr im Verzug ist oder Menschen in Not sind", sagte Holznagel. "Das sehe ich hier nicht." Er halte es für "viel zu früh", bereits jetzt über Liquiditätshilfen zu sprechen. Die britische Regierung habe sich gegen eine staatliche Finanzspritze für Thomas Cook ausgesprochen, "dann sollten wir das auch so handhaben".

15.13 Uhr: Gewerkschaften fordern Staatskredit für deutsche Thomas-Cook-Tochter Condor

Nach der Pleite des britischen Reisekonzerns Thomas Cook haben Gewerkschaften staatliche Hilfe für die deutsche Tochter Condor gefordert. Condor sei "seit Langem eine profitable Airline", erklärte die Pilotengewerkschaft Cockpit am Montag. Nun müsse "alles getan werden, um die Arbeitsplätze bei Condor zu sichern". Auch die Unabhängige Flugbegleiter Organisation (UFO) betonte, der "beliebteste deutsche Ferienflieger" habe "regelmäßig" Gewinne eingebracht. Die Bundesregierung müsse Condor mit einem Überbrückungskredit retten.

14.50 Uhr: Thomas-Cook-Pleite ist "sehr harter Schlag"

Die Insolvenz des britischen Reisekonzerns Thomas Cook hat in Spanien bei Tausenden ausländischen Gästen und in der Tourismusbranche des Landes große Sorgen ausgelöst. Für das Land habe die Pleite "sehr negative Auswirkungen", sagte Tourismus-Ministerin María Reyes Maroto am Montag in Madrid. Auch auf Mallorca war man alarmiert. "Das ist ein sehr harter Schlag für die (Balearen-)Inseln", sagte der für Tourismus zuständige Regionalminister Iago Negueruela dem Radiosender SER. Der finanzielle Schaden sei noch gar nicht abzuschätzen.


14.04 Uhr: Zahlenwirrwarr um abgelehnte Finanzspritze für Thomas Cook 

Zahlendurcheinander in London: Der inzwischen insolvente Reiseveranstalter Thomas Cook hat um eine Finanzspritze in Höhe von etwa 220 Millionen Pfund (etwa 250 Millionen Euro) gebeten. Das sagte eine Sprecherin des Verkehrsministeriums in London am Montag auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur. Premierminister Boris Johnson hatte zuvor von 150 Millionen Pfund gesprochen. Verkehrsminister Grant Shapps ging in einem Interview mit dem Sender ITV Itv PLC ORD 10P Aktie von "bis zu 250 Millionen Pfund" aus. Allerdings benötige das Unternehmen darüber hinaus 900 Millionen Pfund und habe Schulden von 1,7 Milliarden, begründete er die Absage an Thomas Cook.

13.14 Uhr: 50.000 Thomas-Cook-Kunden stecken nach Pleite in Griechenland fest

Rund 50.000 Urlauber stecken in Griechenland fest. Wie das griechische Tourismusministerium am Montag mitteilte, sollen in den kommenden drei Tagen 22.000 Touristen nach Hause zurückgebracht werden. Demnach hat der Prozess bereits begonnen, die ersten 15 Flugzeuge landeten auf den Urlaubsinseln Zakynthos, Korfu und Kos.

Laut der griechischen Nachrichtenagentur ANA sitzen allein auf Kreta 22.000 Kunden von Thomas Cook fest, darunter 15.000 Briten. Auf Korfu würden mehr als 3.000 Urlauber aus Großbritannien, Frankreich, Deutschland und anderen EU-Länder feststecken. Auf Zakynthos sind es laut der Nachrichtenagentur 4.000 Touristen, die nach Großbritannien zurückzukehren versuchen.



12.36 Uhr: Zurich müsste für Rückholung von Passagieren zahlen

Pauschalreisende von Thomas Cook in Deutschland sind über den schweizerischen Versicherungskonzern Zurich gegen die Folgen einer Insolvenz abgesichert. Ein Zurich-Sprecher bestätigte am Montag in Bonn, dass das Unternehmen die – seit 1994 für Pauschalreisen verpflichtenden – Reisesicherungsscheine für Thomas Cook bereitstelle. Da die deutsche Tochter von Thomas Cook aber bislang keine Insolvenz angemeldet habe, sei der Versicherungsfall noch nicht eingetreten.

Auch die zur Münchener Rück gehörende Ergo Reiseversicherung (ERV) arbeitet mit Thomas Cook zusammen, etwa bei Reiserücktrittsversicherungen. Ob sie von einer Pleite von Thomas Cook Deutschland betroffen wäre, ist unklar.

12.36 Uhr: Verbraucherschützer: Absicherung von Thomas-Cook-Urlaubern unsicher

Verbraucherschützer zweifeln daran, dass alle Urlauber nach der Pleite des britischen Reisekonzerns Thomas Cook komplett abgesichert sind. Ob die verpflichtende Versicherung von 110 Millionen Euro pro Jahr bei der Insolvenz eines Branchenschwergewichts ausreiche, sei nicht klar, so der Bundesverband der Verbraucherzentralen.

Ein Sprecher des Justizministeriums sagte: "Wenn ein Schadensfall eintritt, der größer ist, ist er zumindest nicht pflichtabgesichert." Unter Umständen seien daher nicht alle Urlauber geschützt. Ob Thomas Cook über die Pflichtsumme hinaus versichert ist, ist allerdings nicht bekannt. Auch über die Höhe des Schadens wird derzeit nur spekuliert.

12.31 Uhr: Auswärtiges Amt sagt Urlaubern Unterstützung zu

Das Auswärtige Amt hat im Zuge der Insolvenz von Thomas Cook möglicherweise im Ausland gestrandeten deutschen Urlaubern Unterstützung zugesagt. Ein Sprecher sagte am Montag in Berlin, in diesem Fall stünde das weltweite Netz von deutschen Auslandsvertretungen bereit, Urlauber zu betreuen. Das Ministerium sei auf alle Szenarien vorbereitet.

Angesichts der unterschiedlichen Rechtslage in Deutschland gebe es aber keine Aktion "Matterhorn" wie in Großbritannien. Die britische Regierung hatte betont, im Zuge dieser Aktion würden Touristen ungeachtet ihrer Nationalität ausgeflogen, falls sie eine Reise mit Ziel Großbritannien gebucht hätten.


11.42 Uhr: Thomas-Cook-Passagiere am Flughafen gestoppt

Passagiere von Tochterunternehmen des insolventen Reiseveranstalters Thomas Cook sind am Montagmorgen am Düsseldorfer Flughafen nicht zu ihren Reisezielen befördert worden und haben darauf verärgert und schockiert reagiert. "Mir geht’s beschissen. Warum fliegen wir nicht?", sagte der Kölner Dieter Lenzen, der am Montag zusammen mit seiner Partnerin nach Fuerteventura wollte. "Wir wurden aus der Schlange gezogen. Wir fliegen nicht. Heute und morgen auf keinen Fall. Das war’s mit dem Urlaub." Andere Reisende konnten fliegen, die über Unternehmen außerhalb des Thomas-Cook-Konzerns gebucht hatten.

11.24 Uhr: Minister verteidigt Entscheidung gegen Thomas-Cook-Finanzspritze

Der britische Verkehrsminister Grant Shapps hat die Entscheidung der Regierung verteidigt, den Reisekonzern Thomas Cook nicht mit einer großen Finanzspritze vor der Pleite zu retten. "Ich fürchte, das hätte sie nur für eine sehr kurze Zeit über Wasser gehalten", sagte Shapps am Montag dem Sender BBC in London. Das Unternehmen habe grundlegende Probleme in Zeiten, in denen immer mehr Menschen ihre Reisen online buchen. Sowohl die Opposition als auch Gewerkschaften hatten die Regierung für die Ablehnung kritisiert.

11.16 Uhr: Bundesregierung: Verfolgen Lage bei Thomas Cook

Die Pleite des britischen Reisekonzerns Thomas Cook beschäftigt auch die Bundesregierung. Die Lage werde aufmerksam verfolgt, teilte die Bundesregierung am Montag über Twitter mit. Sie betonte: "Thomas Cook Deutschland und Condor operieren derzeit weiter und führen weiterhin Rückflüge durch. Reisenden, die eine Reise erst noch antreten, wird empfohlen, sich an ihren Reiseveranstalter zu wenden."

11.09 Uhr: Kreise: Condor will von Bundesregierung Hilfen von 200 Millionen Euro

Die deutsche Thomas-Cook-Tochter Condor hält derzeit als einzige der fünf Fluggesellschaften von Thomas Cook den Flugbetrieb aufrecht. Das Unternehmen erklärte, bei der Bundesregierung einen Überbrückungskredit von rund 200 Millionen Euro angefragt zu haben, um "Liquiditätsengpässe" zu verhindern. Dieses "Unterstützungsersuchen" werde derzeit intensiv geprüft. 

11.03 Uhr: Reisebüro-Verband warnt vor Geldausfällen für Urlauber

Der Verband unabhängiger selbstständiger Reisebüros (VUSR) warnt vor hohen Geldausfällen für Kunden des Konzerns. Die gesetzliche Haftung für Pauschalreisen sei auf insgesamt höchstens 110 Millionen Euro beschränkt und reiche bei Weitem nicht aus, sagte die Verbandsvorsitzende Marija Linnhoff am Montag der Nachrichtenagentur AFP.

Der Verband habe wegen der sich ankündigenden Pleite bereits im August Hochrechnungen gemacht, wie viel Geld nötig wäre, um die Ansprüche der Kunden zu tilgen. Nach diesen Hochrechnungen seien vermutlich 300 bis 400 Millionen Euro nötig, um geplatzte Pauschalreisen zu ersetzen. "Jetzt wird es schwierig, wenn die Kunden Geld haben wollen", sagte Linnhoff.

10.48 Uhr: Türkei stellt Kreditpaket in Aussicht

Nach der Pleite des Reisekonzerns Thomas Cook hat das türkische Tourismusministerium ein Unterstützungspaket für betroffene heimische Unternehmen in Aussicht gestellt. Das Paket werde "in kürzester Zeit" verabschiedet, teilte das Ministerium in Ankara am Montag via Twitter mit. Details wurden zunächst nicht genannt.

10.28 Uhr: Deutsche Touristen in Cook-Hotel auf Sizilien gestrandet

In einem Hotel des Reisekonzerns Thomas Cook in Italien sind zahlreiche Touristen gestrandet. Rund 200 Briten, Deutsche und Franzosen warteten in der Unterkunft auf weitere Informationen, sagte eine Mitarbeiterin des Hotels "Sentido Acacia Marina" in dem sizilianischen Ort Marina di Ragusa. "Wir haben die Nachricht aus den Medien erfahren."

10.13 Uhr: Luftfahrtverband BDL sieht keinen Bedarf für Rückholaktion

Für den Ferienflieger Condor gibt es nach Einschätzung des Luftfahrtverbands BDL derzeit keine Notwendigkeit, gestrandete Urlauber nach Deutschland zurückzuholen. "Condor führt den Flugbetrieb regulär fort, daher gibt es keinen Bedarf, eine Rückholaktion vergleichbar mit Germania zu organisieren", sagte ein Sprecher des Bundesverbands der Deutschen Luftverkehrswirtschaft (BDL) am Montag der Nachrichtenagentur Reuters. Deutsche Airlines hatten bei der Insolvenz der Fluggesellschaft Germania im Februar mitgeholfen, Passagiere aus dem Ausland zurückzuholen.

10.06 Uhr: 14.000 Briten sollen Montag zurückkehren

Die britische Regierung will nach der Pleite des Reisekonzerns Thomas Cook einem BBC-Bericht zufolge noch am Montag mindestens 14.000 Urlauber in ihre Heimat zurückbringen. Ursprünglich sollten etwa 16.000 Touristen, die bei dem Konzern gebucht hatten, zu Wochenbeginn nach Großbritannien zurückkehren. Die Regierung habe für die Rückholaktion 45 Maschinen gechartert, die am Montag auf 64 Strecken fliegen sollen, wie die BBC weiter berichtete. Das Verkehrsministerium in London wollte diese Zahlen auf Anfrage zunächst weder bestätigen noch dementieren. 

10.03 Uhr: Tui und Airlines als Profiteure der Pleite von Thomas Cook

Des einen Freud, des anderen Leid: Während die Papiere von Thomas Cook Thomas Cook Group PLC ORD EUR0.01 Aktie nach dem Insolvenzantrag vom Handel ausgesetzt blieben, ging es für die Papiere des Konkurrenten Tui TUI AG NA O.N. Aktie und auch von Fluggesellschaften am Montag sogar im schwachen Aktienmarkt aufwärts. Tui-Aktien schossen in London zeitweise mehr als 10 Prozent nach oben und notierten damit auf dem höchsten Stand seit Februar dieses Jahres.

9.56 Uhr: 50.000 Thomas-Cook-Urlauber in Griechenland gestrandet

In Griechenland sind rund 50.000 Touristen gestrandet, die nun nach der Pleite des britischen Reisekonzerns Thomas Cook zurückgeholt werden müssen. Die Urlauber befänden sich vor allem auf den griechischen Inseln wie Zakynthos, Kos, Korfu, Skiathos und Kreta, sagte ein Vertreter des griechischen Tourismusministeriums am Montag Reuters. "Die oberste Priorität ist jetzt, sie in ihre Heimat zurückzubringen", betonte er.

9.50 Uhr: Condor darf Thomas-Cook-Fluggäste nicht ans Reiseziel bringen

Die deutsche Thomas-Cook-Tochter Condor darf aus rechtlichen Gründen Urlauber, die mit Thomas-Cook-Veranstaltern gebucht haben, nicht mehr an ihr Reiseziel bringen. Die deutsche Thomas Cook hatte nach der Insolvenz der britischen Mutter mitgeteilt, man könne nicht gewährleisten, dass gebuchte Reisen mit Abreisedatum 23. und 24. September stattfinden. "Wir dürfen Sie daher für Ihren Flug nicht annehmen, was uns außerordentlich leid tut", teilte Condor am Montag mit. Rückflüge sind nicht betroffen. Den Flugbetrieb hält der Ferienflieger aufrecht.

9.41 Uhr: Pilotengewerkschaft: Thomas-Cook-Mitarbeitern 'in Rücken gestochen'

Nach der Pleite des britischen Reisekonzerns Thomas Cook hat die Pilotengewerkschaft Balpa schwere Vorwürfe gegen die britische Regierung erhoben. Während es für die Rückholaktion betroffener Urlauber detaillierte Pläne gebe, "wurde der Belegschaft ohne Zögern in den Rücken gestochen", hieß es in einer Mitteilung vom Montag. Von der Insolvenz sind weltweit etwa 21.000 Beschäftigte betroffen, davon rund 9.000 in Großbritannien.

9.12 Uhr: Rund 140.000 Reisende mit deutschen Thomas-Cook-Veranstaltern im Urlaub

Derzeit sind 140.000 Touristen mit deutschen Reiseveranstaltern von Thomas Cook im Urlaub. Zudem seien "für Reisen mit Abreisen heute und morgen rund 21.000 Gäste gebucht", teilte die Thomas Cook Gmbh mit Sitz in Oberursel am Montag auf Nachfrage mit. Die deutschen Veranstaltertöchter, zu denen Marken wie Neckermann Reisen, Bucher Last Minute, Öger Tours, Air Marin und Thomas Cook Signature gehören, haben den Verkauf von Reisen nach eigenen Angaben komplett gestoppt.

9.06 Uhr: Thomas-Cook-Chef Fankhauser: "Verheerendes Ergebnis"

Der Chef von Thomas Cook, Peter Fankhauser, hat das Scheitern der Bemühungen zur Rettung des Touristikkonzerns als "verheerend" bezeichnet. "Dies ist eine Stellungnahme, von der ich gehofft hatte, das ich sie nie abgeben müsse", sagte Fankhauser am Montag vor Journalisten. "Trotz großer Anstrengungen über mehrere Monate und weiterer intensiver Verhandlungen in den vergangenen Tagen konnten wir keinen Deal abschließen, um unser Unternehmen zu retten." Das Ergebnis werde für viele Menschen verheerend sein und Angst und Stress auslösen.

8.46 Uhr: Condor beantragt Überbrückungskredit bei Bundesregierung

Der Ferienflieger Condor hat bei der Bundesregierung einen Überbrückungskredit beantragt. Dieser solle Liquiditätsengpässen vorsorgen, teilte das Unternehmen am Montag mit. Der Flugbetrieb solle aufrechterhalten werden, obwohl die britische Muttergesellschaft Thomas Cook Insolvenz eingereicht habe. Die Bundesregierung prüfe den Antrag gerade, so Condor. Zur Höhe des möglichen Darlehens wurden keine Angaben gemacht.

8.45 Uhr: Gewerkschaft macht Regierung für Thomas-Cook-Pleite verantwortlich

Die britische Transportgewerkschaft TSSA hat die Regierung in London für die Pleite des britischen Reisekonzerns Thomas Cook verantwortlich gemacht. "Die Regierung hatte viele Möglichkeiten, Thomas Cook zu helfen, hat sich aber für das ideologische Dogma entschieden, anstatt Tausende Jobs zu retten", sagte Gewerkschaftschef Manuel Cortes einer Mitteilung vom Montag zufolge. "Dass sie (die Regierung) unsere Mitglieder lieber hängen lassen als Thomas Cook zu retten, ist beschämend und falsch."

8.42 Uhr: Chinesischer Großaktionär 'enttäuscht' über Kollaps von Thomas Cook

Der chinesische Mehrheitseigner Fosun, der Thomas Cook retten wollte, hat sich "enttäuscht" über den Insolvenzantrag des britischen Reiseveranstalters geäußert. Nach den gescheiterten Verhandlungen hieß es am Montag in einer Mitteilung, die auf der Webseite von Tencent Finance veröffentlicht wurde: "Fosun Travel ist enttäuscht, dass die Thomas-Cook-Gruppe nicht in der Lage war, eine praktikable Lösung für ihre vorgeschlagene Rekapitalisierung mit anderen Partnern, wichtigen Kreditgebern, führenden Investoren und zusätzlich beteiligten Parteien zu finden."

Der chinesische Großaktionär hatte eigentlich über seine in Hongkong gelistete Touristiktochter Fosun Travel (Foliday) in Thomas Cook Thomas Cook Group PLC ORD EUR0.01 Aktie investieren und seinen Mehrheitsanteil von 18 Prozent ausbauen wollen, was praktisch auf eine Übernahme herausgelaufen wäre. Fosun wollte nach den im August berichteten Überlegungen 25 Prozent des Reiseveranstalters und 75 Prozent des Airline-Geschäfts übernehmen.

8.14 Uhr: Condor: Führen Flugbetrieb regulär fort

Unmittelbar nach der Pleite des britischen Touristikkonzerns Thomas Cook hält die deutsche Tochter Condor ihren Flugbetrieb aufrecht. "Wir führen den Flugbetrieb ganz regulär fort", sagte ein Sprecherin am Montagmorgen der Deutschen Presse-Agentur. Natürlich gebe es besorgte Kunden, die sich bei dem Ferienflieger telefonisch meldeten. "Es ist toll, unseren Kunden sagen zu können, dass wir weiter fliegen und dass der Flug normal geht", sagte sie.

7.50 Uhr: London lehnte Thomas-Cook-Anfrage über 150 Millionen Pfund ab

Die britische Regierung hat nach Angaben des britischen Premierministers Boris Johnson eine Finanzierungsbitte des britischen Reisekonzerns Thomas Cook über 150 Millionen Pfund (knapp 170 Mio Euro) abgelehnt. "Das ist natürlich eine Menge Steuergeld und stellt, wie die Menschen anerkennen werden, eine moralische Gefahr für den Fall dar, dass Unternehmen künftig mit solchen wirtschaftlichen Schwierigkeiten konfrontiert werden." Das sagte Johnson der britischen Agentur PA zufolge in der Nacht zum Montag noch vor der Einstellung des Geschäftsbetriebs von Thomas Cook. Von der Pleite sind allein etwa 150.000 britische Touristen betroffen, die derzeit im Urlaub sind.

3.07 Uhr:  Britische Behörden – Thomas Cook stellen Geschäft ein

Der Touristikkonzern Thomas Cook hat nach Angaben der britischen Behörden das Geschäft einstellt. Alle Flüge seien daher gestrichen worden, teilte die britische Flugbehörde in der Nacht auf Montag mit. Man starte eine Rückholaktion für Urlauber. Thomas Cook war in finanzielle Schwierigkeiten geraten. 

Verwendete Quellen:

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