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Preisabsprachen: Deutsche Bahn fordert 500 Millionen Euro von Lwk-Kartell


Daimler, MAN & Co.  

Preisabsprachen: Deutsche Bahn fordert 500 Millionen Euro

30.09.2019, 13:43 Uhr | dpa

Preisabsprachen: Deutsche Bahn fordert 500 Millionen Euro von Lwk-Kartell. Logo der Deutschen Bahn: Wegen Preisabsprachen des Lkw-Kartells hat die Deutsche Bahn zuviel gezahlt. (Quelle: dpa/Christoph Soeder)

Logo der Deutschen Bahn: Wegen Preisabsprachen des Lkw-Kartells hat die Deutsche Bahn zuviel gezahlt. (Quelle: Christoph Soeder/dpa)

2011 wurde das Lkw-Kartell aufgedeckt. Jetzt macht die Deutsche Bahn Schadenersatzansprüche gegen die betroffenen Unternehmen geltend. Es geht um eine halbe Milliarde Euro.

Die Deutsche Bahn fordert im Zusammenhang mit dem sogenannten Lkw-Kartell Schadenersatz in Höhe von rund einer halben Milliarde Euro. Diese Summe hätten die Bahn, die Bundeswehr und andere Unternehmen einschließlich Zinsen wegen der Preisabsprachen der Hersteller zuviel gezahlt, teilte der Konzern mit.

Die entsprechende Klage hatte die Bahn schon Ende 2017 beim Landgericht München eingereicht. Externe Experten hätten nun aber die Schadenssumme in einem Gutachten ermittelt. Zuvor hatte die "Bild am Sonntag" darüber berichtet.

Lkw-Kartell: Preisabsprachen von 1997 bis 2011 

Die Bundeswehr und 40 weitere Unternehmen hatten ihre Ansprüche an die Bahn abgetreten. "Der DB-Konzern und die Bundeswehr haben im Kartellzeitraum Tausende Lkw beschafft", heißt es in der Mitteilung. Die Lkw-Hersteller sollten sich ihrer Verantwortung stellen. "Wir sind offen für eine einvernehmliche Lösung. Dazu haben wir allen Kartellbeteiligten das Gespräch angeboten", teilte die Bahn mit.


Wegen der Bildung des Kartells hatte die EU-Kommission in den Jahren 2016 und 2017 Geldbußen in einer Gesamthöhe von fast vier Milliarden Euro verhängt. Nach ihrer Feststellung hatten die Lastwagenhersteller MAN MAN SE ST O.N. Aktie, Daimler DAIMLER AG NA O.N. Aktie, Volvo/Renault, DAF, Iveco und Scania DAIMLER AG NA O.N. Aktie von 1997 bis 2011 untereinander Informationen zum Beispiel über Preise ausgetauscht. Die höchste Einzelstrafe mit rund einer Milliarde Euro musste Daimler bezahlen.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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