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Mehr Insolvenzen von großen Firmen in Deutschland


Anstieg von 42 Prozent  

Mehr Insolvenzen von großen Firmen in Deutschland

29.11.2019, 09:54 Uhr | dpa

Mehr Insolvenzen von großen Firmen in Deutschland. Eine Passantin an einer Filiale des Modeherstellers Gerry Weber: 2019 sind viele Unternehmen pleite gegangen. (Quelle: dpa/Oliver Berg)

Eine Passantin an einer Filiale des Modeherstellers Gerry Weber: 2019 sind viele Unternehmen pleite gegangen. (Quelle: Oliver Berg/dpa)

Thomas Cook, Kettler, Beate Uhse – dieses Jahr haben viele große und bekannte Unternehmen Insolvenzen anmelden müssen. Das hat teilweise weitere dramatische Folgen.

Namhafte und große Unternehmen sind 2019 verstärkt von Insolvenzen betroffen. Die Kreditversicherung Euler Hermes zählte in den ersten neun Monaten dieses Jahres 27 Insolvenzen von Firmen mit mehr als 50 Millionen Euro Umsatz, gegenüber 19 Fällen im Vorjahreszeitraum. Das sei ein Anstieg um 42 Prozent.

Dominoeffekt auf andere Firmen

Auch das vierte Quartal lasse mit der Insolvenz von Thomas Cook und dem Schutzschirmverfahren von Condor eine Fortsetzung des Trends erwarten. Zu den großen Insolvenzen zählten das Windanlagenunternehmen Senvion, der Autozulieferer Eisenmann, die Fluggesellschaft Germania und die Modefirma Gerry Weber. Loewe, Kettler Freizeit GmbH und Beate Uhse meldeten schon zum zweiten Mal Insolvenz an.

"Das wirklich Dramatische an diesen großen Insolvenzen ist der Dominoeffekt auf viele Unternehmen in der gesamten Lieferkette", sagte Ron van het Hof, Chef von Euler Hermens in Deutschland, Österreich und der Schweiz.



Der durchschnittliche Umsatz der insolventen Großunternehmen liege 2019 bislang bei 339 Millionen Euro, das sind 81 Prozent mehr als im Vorjahr. Andere Unternehmen würden mitgerissen und könnten selbst in einer Pleite enden. Insgesamt wird die Zahl der Insolvenzen in diesem Jahr nach Einschätzung des Kreditversicherers nicht steigen, sondern gegenüber dem Vorjahr stabil bleiben.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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