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Aktien Frankfurt Schluss: Anleger setzen auf 'Deal' im Handelsstreit


Aktien Frankfurt Schluss: Anleger setzen auf 'Deal' im Handelsstreit

12.12.2019, 18:01 Uhr | dpa-AFX

FRANKFURT (dpa-AFX) - Die wachsende Hoffnung auf Entspannung im Handelskonflikt zwischen den USA und China hat am Donnerstag den deutschen Aktienmarkt angetrieben. Nach Aussage von US-Präsident Donald Trump stehen die USA kurz vor einem Abkommen mit der Volksrepublik. Der Leitindex Dax legte daraufhin um 0,57 Prozent auf 13 221,64 Punkte zu und stieg auf den höchsten Stand seit Anfang Dezember. Der MDax der mittelgroßen Börsentitel gewann 0,59 Prozent auf 27 511,99 Zähler.

Wenige Tage vor dem geplanten Inkrafttreten neuer Strafzölle auf Konsumgüter aus China verbreitete Trump Optimismus. "Kommen einem großen Deal mit China sehr nahe. Sie wollen ihn und wir auch!", erklärte Trump auf Twitter.

"Das ist die Nachricht, auf die an den Börsen alle gewartet haben. Die Anleger feiern schon einmal Bescherung", schrieb Analyst Thomas Altmann vom Vermögensverwalter QC Partners. Wie konkret die Einigung zwischen den beiden Staaten tatsächlich ist, sei allerdings nicht bekannt, ebenso wenig die Inhalte. "Bei positiven Kommentaren vertrauen die Anleger Donald Trump aber weiterhin gerne", fügte Altmann hinzu.

Mit Spannung wird nun darauf gewartet, ob die US-Regierung am Sonntag wie geplant zusätzliche Strafzölle von 15 Prozent auf in China produzierte Konsumgüter wie Laptops und Smartphones im Wert von rund 150 Milliarden US-Dollar verhängt.

Die Sitzung der Notenbank Fed am Vorabend fiel unterdessen als Schrittmacher für die Börsen aus. Gleiches galt für die erste Sitzung der Europäischen Zentralbank (EZB) unter der Führung der neuen Chefin Christine Lagarde - mit Ausnahme der europäischen Bankaktien, die kräftig zulegten.

Seltenes Bild an der Dax-Spitze: Aktien der Deutschen Bank stiegen um 3,4 Prozent. Im MDax der mittelgroßen Börsentitel legten Commerzbank-Papiere um 5 Prozent zu. Die Kursgewinne im europäischen Bankensektor setzten mit der EZB-Sitzung ein. Händler äußerten die Vermutung, dass eine weniger skeptische Haltung der EZB zur Konjunktur die Kurse der Geldhäuser gestützt haben könnte.

Nach zwei verlustreichen Tagen erholten sich die Aktien des Zahlungsabwicklers Wirecard um 1,6 Prozent. Infineon gewannen 2,4 Prozent und folgten damit starken Branchenvorgaben aus den USA und Asien. Schlusslicht im Dax mit minus 3,3 Prozent waren die Papiere des Triebwerkbauers MTU nach einer Abstufung durch die Commerzbank.

Metro verloren nach Zahlen zum abgelaufenen Geschäftsjahr 2 Prozent. Analysten bemängelten zurückhaltende Prognosen des Handelskonzerns für das kommende Geschäftsjahr. Nach einer Kaufempfehlung der Bank HSBC rückten die Papiere des Anlagenbauers Dürr an der MDax-Spitze um 8,7 Prozent weit vor.

Nach starken Jahreszahlen der Kupferschmelze Aurubis vom Mittwoch bauten die Aktien die hohen Kursgewinne vom Vortag um 7,7 Prozent aus - und stiegen auf den höchsten Stand des Jahres.

Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 stieg am Donnerstag um 0,51 Prozent auf 3706,35 Punkte. In Paris legte der Cac-40 etwas weniger stark zu. Der Londoner FTSE 100 zeigte am Tag der Parlamentswahl Stärke mit einem Plus von rund einem Prozent. In den USA stieg der Dow Jones Industrial zum europäischen Börsenschluss um 0,57 Prozent und erreichte ein Rekordhoch.

Der Euro gab nach der EZB-Sitzung leicht nach und notierte zuletzt mit 1,1115 US-Dollar. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs zuvor auf 1,1137 (Mittwoch: 1,1075) Dollar festgesetzt.

Am Rentenmarkt verharrte die Umlaufrendite auf minus 0,33 Prozent. Der Rentenindex Rex stieg um 0,02 Prozent auf 144,49 Punkte. Der Bund-Future büßte am Abend um 0,58 Prozent auf 171,75 Punkte ein./bek/fba
--- Von Benjamin Krieger, dpa-AFX ---

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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