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Iran-Konflikt durch US-Angriff bremst den Dax


Lufthansa rutscht ab  

Konflikt zwischen den USA und dem Iran bremst Dax

04.01.2020, 09:24 Uhr | rtr, dpa, dpa-AFX, t-online.de

Iran-Konflikt durch US-Angriff bremst den Dax. Kurstafel des DAX: Eskalierende Spannungen im Iran haben der am Vortag ausgeprägten Risikoneigung an den Börsen am Freitag einen Dämpfer verpasst. (Quelle: imago images/imagebroker)

Kurstafel des DAX: Eskalierende Spannungen im Iran haben der am Vortag ausgeprägten Risikoneigung an den Börsen am Freitag einen Dämpfer verpasst. (Quelle: imagebroker/imago images)

Aus Furcht vor einer weiteren Eskalation der Spannungen in der Golfregion ziehen sich Anleger aus dem deutschen Aktienmarkt zurück. Der Dax fiel zur Eröffnung am Freitag und gab damit seine Kursgewinne vom Donnerstag fast komplett ab.

Die deutliche Verschärfung der Spannungen zwischen den USA und dem Iran hat den Dax am Freitag belastet. Der deutsche Leitindex büßte 1,20 Prozent auf 13.225,78 Punkte ein, nachdem er tags zuvor noch ein neues Hoch seit Anfang 2018 nur haarscharf verpasst hatte. Nun notierten alle Dax-Aktien im Minus, die Papiere der Lufthansa brachen sogar um knapp 7,5 Prozent ein.

Der MDax der mittelgroßen Werte fiel um 0,72 Prozent auf 28.402,18 Punkte. In Europa verlor der EuroStoxx 50 knapp 0,9 Prozent.

Iranischer Kommandeur kam ums Leben

Der Kommandeur der iranischen Al-Kuds-Brigaden, Ghassem Soleimani, war bei einem US-Raketenangriff nahe dem Flughafen der irakischen Hauptstadt Bagdad ums Leben gekommen. Der Schlag erfolgte nach Aussagen des Pentagons auf Anweisung von US-Präsident Donald Trump, um weitere Angriffe auf US-Kräfte zu verhindern – als "Akt der Verteidigung". Der Iran drohte den USA "schwere Rache" an.

Der US-Ölpreis erreichte zwischenzeitlich den höchsten Stand seit Mai 2019. Damit wurde sogar der Höchststand vom vergangenen September übertroffen, der nach einem schweren Angriff auf saudi-arabische Ölanlagen markiert worden war.

Konflikt habe Potenzial, extreme Turbulenzen auszulösen

Thomas Altmann vom Vermögensverwalter QC Partners schrieb: "Die Eskalationsspirale ist in vollem Gang." Die entscheidende Frage sei jetzt, wie weit beide Seiten zu gehen bereit sind. "Dieser Konflikt hat das Potenzial, politisch und wirtschaftlich extreme Turbulenzen auszulösen", fuhr der Experte fort. Der drastische Anstieg des Ölpreises sei möglicherweise erst ein klitzekleiner Vorgeschmack auf das, was da noch kommen kann.

"Der erste Schock sitzt tief", ergänzte Marktstratege Andreas Lipkow von der Comdirect-Bank. Nun müsse sich zeigen, ob die Situation weiter eskaliert oder in den kommenden Handelstagen wieder beruhigt.

Anteilsscheine von Fraport verloren mehr als 2,5 Prozent

Zunächst aber wurden europaweit Aktien von Fluggesellschaften erst einmal gemieden; sie leiden oftmals stark unter steigenden Treibstoffpreisen. Am Dax-Ende rutschen die Aktien der Lufthansa auf das tiefste Niveau seit Ende Oktober ab.

In diesem Sog verloren die Anteilsscheine von Fraport mehr als 2,5 Prozent. Sie gerieten auch nach einem Medienbericht über düstere Zeiten für Deutschlands Flughäfen unter Druck. Diese müssen sich nach Einschätzung ihres Verbandes auf weniger Passagiere einstellen.

Schlusskurse europäischer Indizes am vorangegangenen HandelstagStand 
Dax13.385,93
Dax-Future13.300,00
EuroStoxx503.793,24
EuroStoxx50-Future3.756,00
Schlusskurse der US-Indizes am vorangegangenen Handelstag Stand Veränderung 
Dow Jones28.868,80 + 1,2 Prozent
Nasdaq9.092,19 + 1,3 Prozent
S&P 5003.257,85  + 0,8 Prozent
Asiatische Indizes am FreitagStand Veränderung
Nikkei Kein Handel
Shanghai 3.084,32+ 0,0 Prozent
Hang Seng28.462,35- 0,3 Prozent


Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagenturen Reuters, dpa, dpa-afx

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