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Iran-Krise belastet: Dax rutscht unter 13.000 Punkte


Aktienmarkt verunsichert  

Iran-Krise: Dax rutscht unter 13.000 Punkte

06.01.2020, 12:19 Uhr | dpa

Iran-Krise belastet: Dax rutscht unter 13.000 Punkte. Handelssaal der Frankfurter Wertpapierbörse: Allgemein tendierten Anleger dazu, Aktien aus konjunkturempfindlichen Branchen abzustoßen. (Quelle: imago images/Michael Weber)

Handelssaal der Frankfurter Wertpapierbörse: Allgemein tendierten Anleger dazu, Aktien aus konjunkturempfindlichen Branchen abzustoßen. (Quelle: Michael Weber/imago images)

Die deutliche Verschärfung des Konfliktes zwischen den USA und dem Iran trieb Anleger aus Aktien heraus und in Staatsanleihen hinein. Ein Immobilienkonzern ist dennoch Spitzenreiter im Dax. 

Der Konflikt zwischen den USA und dem Iran hat die Anleger am deutschen Aktienmarkt am Montag weiter verunsichert. Der Dax rutschte unter die Marke von 13.000 Punkte. Zuletzt fiel der deutsche Leitindex um 1,72 Prozent auf 12.992,43 Punkte und knüpfte so an seine Freitagsverluste an, die schon von den geopolitischen Sorgen ausgelöst worden waren. Letztmals hatte der Dax vor etwa vier Wochen unter 13.000 Punkten notiert.

Die Schwäche erstreckte sich europaweit und auch am breiten Markt. Der MDax der mittelgroßen deutschen Werte gab am Montag um 1,70 Prozent auf 27. 968,98 Punkte nach. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx fiel um fast 1,5 Prozent.

Nach Tötung des iranischen Generals sind Anleger verunsichert

Nach der Tötung des iranischen Generals Ghassem Soleimani in Bagdad hat das Parlament im Irak überraschend für einen Abzug der rund 5.000 im Land stationierten US-Soldaten gestimmt. Wenige Stunden zuvor hatte US-Präsident Donald Trump seine Drohungen an die Führung im Iran nochmals massiv verschärft und vor Racheakten für die Tötung Soleimanis gewarnt.

Die Sorgen um eine Eskalation des Konflikts trieben Anleger heraus aus Aktien und hinein in Staatsanleihen. Auch bei Rohstoffen machten sich die Bedenken der Anleger am Morgen weiter bemerkbar. Der Goldpreis zog deutlich an, ebenso wie die Ölpreise. Wie schon am vergangenen Freitag stützte dies europäische Ölwerte, Fluglinien jedoch wurden belastet. Die vor dem Wochenende schon schwer belasteten Aktien der Lufthansa fielen um 2,9 Prozent auf ein Tief seit Oktober.

Spitzenreiter im Dax: Immobilienkonzern Vonovia

Allgemein tendierten Anleger dazu, Aktien aus konjunkturempfindlichen Branchen abzustoßen, während sich jene mit defensiven Eigenschaften relativ stabil zeigten. Die Titel des Chipkonzerns Infineon fielen um 3,3 Prozent, jene von Covestro waren mit einem Abschlag von 5,4 Prozent das Schlusslicht. Spitzenreiter im Dax waren die Papiere des Immobilienkonzerns Vonovia .

Nach dem Jahreswechsel mehrten sich zudem wieder die Analystenstimmen. JPMorgan etwa blickt für 2020 optimistischer auf diverse Automobilwerte, darunter die nun mit "Overweight" eingestuften Aktien wie Schaeffler oder Jost Werke. Die beiden SDax -Werte stemmten sich jeweils mit 0,7 Prozent Plus gegen den schwachen Markt.

Die Papiere von Telefonica Deutschland hielten sich nach einer Kaufempfehlung der HSBC-Analysten noch recht stabil. Metro dagegen litt im MDax mit minus 4,3 Prozent unter einem negativen Votum der Bernstein-Experten.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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