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Iran-Krise: Börsen reagieren empfindlich auf Nahost-Krise


Nach iranischen Raketenangriffen  

Börsen in Asien stürzen wegen Eskalation in Nahost ab

08.01.2020, 07:46 Uhr | dpa, dpa-AFX, rtr

Iran-Krise: Börsen reagieren empfindlich auf Nahost-Krise. Kurstafel: Allein in Deutschland gibt es verschiedene Aktienindizes, die sich nach unterschiedlichen Kriterien zusammensetzen.  (Quelle: Getty Images/adrian825)

Kurstafel: Allein in Deutschland gibt es verschiedene Aktienindizes, die sich nach unterschiedlichen Kriterien zusammensetzen. (Quelle: adrian825/Getty Images)

In Asien haben die Börsen deutliche Verluste verzeichnet. Sowohl in Shanghai als auch in Tokio reagieren die Händler äußerst nervös auf die iranischen Raketenangriffe auf vom US-Militär genutzte Stützpunkte im Irak.

Die Börsen fürchten die Auswirkungen der Nahost-Krise. Alle wichtigen Handelsplätze in Asien verloren deutlich. In Tokio stürzte der Nikkei-Index für 225 führende Werte in der ersten Handelsstunde um mehr als 600 Punkte unter die psychologisch wichtige Marke von 23.000 Punkten, erholte sich wenig später etwas. Um 10.00 Uhr Ortszeit notierte das Börsenbarometer noch ein Minus von 568 Punkten beim Zwischenstand von 23.007 Punkten.  

Der Shanghai Composite Index verlor 0,9 Prozent, der südkoreanische Kospi-Index verlor knapp 0,8 Prozent. Der MSCI-Index für asiatisch-pazifische Aktien außerhalb Japans gibt 0,5 Prozent nach.

Ölpreis steigt nur kurzfristig

Die Ölpreise sind am Mittwoch nach einem iranischen Raketenangriff als Vergeltung für die Tötung des Top-Generals Ghassem Soleimani gestiegen. Die Notierungen konnten aber nur zeitweise neue mehrmonatige Höchststände erreichen. Am Ölmarkt setzte am frühen Morgen eine schnelle Gegenbewegung ein und die Kursgewinne hielten sich am Morgen in Grenzen. Zuletzt kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent 69,17 US-Dollar. Das sind 90 Cent mehr als am Vorabend. Der Preis für US-Rohöl der Sorte WTI stieg um 62 Cent auf 63,32 Dollar.

Der Goldpreis klettert um 1,9 Prozent auf 1603,93 je Feinunze.

Am Devisenmarkt verliert der Dollar zur japanischen Währung, die als sicherer Hafen in Krisenzeiten gilt, 0,7 Prozent auf 107,67 Yen.

Schlusskurse europäischer Indizes
am vorangegangenen Handelstag 
Stand
Dax13.226,83
Dax-Future13.087,50
EuroStoxx503.759,25
EuroStoxx50-Future3.719,00
Schlusskurse der US-Indizes am
vorangegangenen Handelstag 
StandVeränderung
Dow Jones28.583,68- 0,4 Prozent
Nasdaq                            9.068,58+ 0,0 Prozent 
S&P 5003.237,18- 0,3 Prozent
Asiatische Indizes am MittwochStand      Veränderung
Nikkei                           23.204,76- 1,6 Prozent 
Shanghai                          3.065,47- 1,3 Prozent
Hang Seng 28.010,67- 1,1 Prozent

Japan zwischen USA und Iran

Die dramatisch zunehmenden Spannungen zwischen den USA und Iran machen den Börsianern große Sorgen. Japan, die vor Deutschland drittgrößte Volkswirtschaft der Welt, bezieht einen Großteil seines Öls aus Nahost. Die USA sind Japans wichtigster Sicherheitspartner. Zugleich aber unterhält Tokio seit langem gute Beziehungen zum Iran.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagenturen dpa, dpa-afx, Reuters

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