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Milliardendeal setzt Wirecard unter Druck – Aktienkurs sinkt


Deutscher Zahlungsanbieter  

Milliardendeal setzt Wirecard unter Druck

03.02.2020, 18:00 Uhr | mak, dpa-AFX, rtr, t-online.de

Milliardendeal setzt Wirecard unter Druck – Aktienkurs sinkt. Ein französischer Milliardendeal und Probleme im Singapur-Geschäft setzen dem Kurs der Wirecard-Aktie zu. (Quelle: dpa/picture alliance / Sven Simon)

Der viertgrößte Finanzdienstleister der Welt könnte entstehen. Das bedeutet Konkurrenz für Wirecard. (Quelle: picture alliance / Sven Simon/dpa)

Die Fusion zweier französischer Zahlungsabwickler bremst die Wirecard-Aktie aus. Auch Probleme im Singapur-Geschäft drücken den Kurs des deutschen Finanzdienstleisters.

Nach einem Magazinbericht über angebliche Lizenzprobleme in Singapur verstärkt sich der Verkaufsdruck bei Wirecard. Die Aktie des Zahlungsvermittlers war zwischenzeitlich um 4,7 Prozent gefallen. Der "Wirtschaftswoche" zufolge hat das Unternehmen bislang nicht die seit kurzem obligatorische Erlaubnis, bestimmte Dienstleistungen anzubieten.

Wirecard gab bislang keine Stellungnahme ab, schreibt das Magazin. Die Singapur-Tochter des deutschen Konzerns steht wegen angeblicher Bilanz-Tricksereien ohnehin in der Kritik.

Für fallende Kurse bei Wirecard sorgte am Montag zudem die Nachricht, dass zwei französische Rivalen fusionieren. So hat Worldline angekündigt, den heimischen Rivalen Ingenico übernehmen zu wollen.

Ingenico-Aktie steigt, Worldline fällt

In dem Deal, der von den Verwaltungsräten beider Seiten schon durchgewunken wurde, bietet Worldline insgesamt 8,65 Milliarden Euro für Ingenico. Durch den Zusammenschluss würde der viertgrößte digitale Zahlungsanbieter weltweit entstehen.

Jetzt sind die Aktionäre am Zug, das Angebot anzunehmen. Die Offerte entspricht den Angaben zufolge einer Prämie von 24 Prozent, wenn man den gewichteten Durchschnittskurs des vergangenen Monats zugrundelegt. Der Kurs der Ingenico-Aktie war zuletzt weiter gestiegen und hatte vor gut zwei Wochen erstmals seit 2016 wieder die 100-Euro-Marke durchkreuzt.

Am Montag nun sprangen die Ingenico-Papiere um rund 12 Prozent auf 117,90 Euro. Zuletzt erreichten sie mit 122 Euro ein Hoch seit 2015, damals wurde fast die 130 Euro-Marke geknackt. Die Papiere des Bieters Worldline dagegen gaben zu Beginn der Woche zwischenzeitlich um 4,2 Prozent nach.

Wie es am Markt in ersten Kommentaren hieß, zahle Worldline einen ordentlichen Preis für ein Unternehmen, das deutlich wachstumsschwächer sei als der deutsche Anbieter Wirecard.

Fusion bringt Wirecard Probleme

Die beiden französischen Konkurrenten erhöhen durch den Zusammenschluss jedoch ihre Schlagkraft in der Branche – und damit auch den Druck auf Wirecard. Allerdings wollten Händler die Folgen für den Dax-Konzern auch nicht überbewerten. Worldline und Ingenico seien Spezialisten für Backend-Prozesse, anders als Wirecard mit einem eher lösungsorientierten Ansatz. Es gebe viel Platz für beide Konzerne, heißt es von Finanzexperten.

Beobachtern zufolge treibt der Schritt die Konsolidierung in der europäischen Zahlungsabwicklerbranche weiter voran. 

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagenturen: dpa-afx und Reuters

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