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Deutsche Bank gewinnt neuen Großaktionär Capital Group


Angeschlagenes Finanzinstitut  

Deutsche Bank gewinnt neuen Großaktionär

06.02.2020, 14:27 Uhr | mak, rtr

Deutsche Bank gewinnt neuen Großaktionär Capital Group. Ein neuer Großaktionär bei der Deutschen Bank stärkt Chef Sewing den Rücken. (Quelle: Reuters/Ralph Orlowski)

Der neue Großaktionär hilft auch Bank-Chef Christian Sewing beim Konzernumbau. (Quelle: Ralph Orlowski/Reuters)

Bei der Deutschen Bank ist ein neuer Investor eingestiegen. Das kommt an der Börse gut an. Für Bank-Chef Sewing bedeutet das Rückenwind für den geplanten Konzernumbau.

Die Deutsche Bank hat einen neuen Großaktionär. Die US-Investmentgesellschaft Capital Group ist mit 3,1 Prozent bei dem größten deutschen Geldhaus eingestiegen, wie am Donnerstag aus einer Stimmrechtsmitteilung hervorging.

Für den Chef der Deutschen Bank, Christian Sewing, ist das eine gute Nachricht. Er bekommt bei seinem kostspieligen Konzernumbau Rückendeckung. Die Investmentfirma Capital Group aus Los Angeles ist nun einer der sechst größten Investoren der Deutschen Bank.

Weitere Großaktionäre sind Scheichs aus Katar, die über zwei Fonds mit insgesamt mindestens 6,1 Prozent an dem Finanzhaus beteiligt sind. Zudem halten der Finanzinvestor Cerberus, der Hedgefonds Hudson Executive Capital und die US-Investmentfirma Blackrock größere Aktienpakete an der Deutschen Bank.

Börse feiert den neuen Aktionär

Auch an der Börse kam der neue Investor aus den USA gut an. Die Deutsche-Bank-Aktie kletterte zeitweise um 4,3 Prozent auf 8,61 Euro; so war die Deutsche Bank am Donnerstag zwischenzeitlich mit Abstand größter Gewinner im Dax.

Seit Anfang des Jahres gewannen die Deutsche-Bank-Papiere 24 Prozent an Wert, nachdem sie im Sommer 2019 noch auf ein Rekordtief von 5,78 Euro eingebrochen waren.

Die Deutsche Bank zeigte sich froh über den neuen Investor. "Wir freuen uns über alle Aktionäre, besonders über solche, die eine Erfahrung und Glaubwürdigkeit wie Capital mitbringen", sagte ein Sprecher. Die Capital Group äußerte sich bislang nicht.

Konzernumbau soll Milliarden bringen

Bank-Chef Sewing hatte in den vergangenen Wochen kräftig die Werbetrommel gerührt für den gut sieben Milliarden Euro teuren Umbau, den er seinem Institut verordnet hat. Das Geldhaus soll sich stärker auf Firmen- und Privatkunden fokussieren und weniger auf das schwankungsanfällige Investmentbanking-Geschäft setzen. Das hatte immer wieder für hohe Verluste gesorgt.

Weltweit streicht das Institut in den kommenden Jahren 18.000 Jobs. Das Geschäft mit Anleihen soll zurückgefahren werden, das Aktienhandel-Geschäft wird verkauft.

Die Capital Group verwaltet nach eigenen Angaben ein Vermögen von fast zwei Billionen Dollar und ist damit einer der größten Vermögensverwalter der Welt. Zum Vergleich: Die Investmentfirma Blackrock verwaltet mehr als sechs Billionen US-Dollar an Vermögen.

Die Capital Group sei früher bereits an der Deutschen Bank beteiligt gewesen, habe dann aber Anteile verkauft und sich gegen Ende des vergangenen Jahres für den Wiedereinstieg entschieden, heißt es von einem Insider.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur Reuters

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