Sie sind hier: Home > Finanzen > Börse > Aktien >

Metro und Bieter einigen sich über Real-Verkauf mit Investor


Supermarktkette  

Metro und Bieter einigen sich über Real-Verkauf

11.02.2020, 18:33 Uhr | dpa, fls

Metro und Bieter einigen sich über Real-Verkauf mit Investor. Der Supermarktkette Real droht die Zerschlagung (Quelle: dpa/Oliver Berg)

Der Supermarktkette Real droht die Zerschlagung (Quelle: Oliver Berg/dpa)

Seit Monaten sucht Metro einen Käufer für seine Real-Supermärkte. Nun steht der Deal kurz vor der Unterschrift – aber noch nicht alle Punkte sind geklärt.

Der Handelskonzern Metro hat sich mit einem Konsortium um den Immobilieninvestor X-Bricks grundsätzlich über den Verkauf seiner angeschlagenen Supermarktkette Real geeinigt. Das teilte Metro in der Nacht zum Dienstag mit. Einzelne offene Punkte würden jedoch noch verhandelt. Ein Kaufvertrag sei noch nicht unterschrieben.

Die Vereinbarung sieht eine Veräußerung von Real als Ganzes zu einem Unternehmenswert von etwa einer Milliarde Euro vor, wie es in der Mitteilung heißt. Die Metro Gruppe, der aktuelle Eigentümer von Real, erwarte einen Nettomittelzufluss von etwa 300 Millionen Euro und weiterhin mehr als 1,5 Milliarden Euro Nettomittelzuflüsse nach sämtlichen Transaktionskosten aus dem Verkauf und der Veräußerung eines Mehrheitsanteils am chinesischen Geschäft.

Außerdem sollen die Servicegesellschaften von Metro für eine Übergangszeit weiterhin Dienstleistungen für Real erbringen. Diese würden allerdings nach und nach reduziert.

Viele Real-Standorte sollen zu Edeka- und Kaufland-Märkten werden

Der Supermarktkette mit deutschlandweit 277 Real-Märkten und rund 34.000 Beschäftigten droht die Zerschlagung. Denn die künftigen Eigentümer wollen nach den bisher bekanntgewordenen Plänen nur einen kleinen Teil der Real-Märkte selbst weiter betreiben.

Der Großteil der Standorte soll an andere Händler wie Edeka oder Kaufland verkauft werden. Einigen Standorten droht auch die Schließung. Die Supermarktkette war zuletzt das Sorgenkind bei der Metro und hatte im Geschäftsjahr 2018/19 für tiefrote Zahlen bei der Metro gesorgt.

Endgültige Genehmigung des Deals steht noch aus

Die Metro hatte bereits 2018 angekündigt, die Supermarktkette abgeben zu wollen, um sich ganz auf das Großhandelsgeschäft mit Gastronomen und kleinen Händlern konzentrieren zu können. Doch erwies sich der Verkaufsprozess als deutlich schwieriger als erwartet. Zunächst setzte die Metro große Hoffnungen in die Verhandlungen mit dem Immobilieninvestor Redos, doch die Gespräche scheiterten.

Bei der nun erzielten sogenannten kommerziellen Einigung zwischen Metro und dem Bieter-Konsortium um X-Bricks steht die Genehmigung durch die zuständigen Gremien auf beiden Seiten noch aus. Zudem müssten die Kartell- und Aufsichtsbehörden dem Vollzug noch zustimmen.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

Liebe Leserinnen und Leser,

Leider können wir Ihnen nicht zu  allen Artikeln einen Kommentarbereich zur Verfügung stellen. Mehr dazu erfahren Sie in der Stellungnahme der Chefredaktion.

Eine Übersicht der aktuellen Leserdebatten finden Sie hier.

Gerne können Sie auch auf Facebook und Twitter zu unseren Artikeln diskutieren.

Ihr Community-Team

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail

Ulla Popkenbonprix.deOTTOhappy-sizetchibo.deLIDLBabistadouglas.deBAUR

shopping-portal