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Rekordjagd gestoppt: Coronavirus bremst Apple – Dax rutscht ins Minus


Rekordjagd gestoppt  

Coronavirus bremst Apple – Dax rutscht ins Minus

18.02.2020, 12:37 Uhr | top, dpa

Rekordjagd gestoppt: Coronavirus bremst Apple – Dax rutscht ins Minus. Ein Apple-Store in Peking: Der Konzern hat aufgrund des Coronavirus' zahlreiche Läden in China geschlossen. (Quelle: dpa/kyodo)

Ein Apple-Store in Peking: Der Konzern hat aufgrund des Coronavirus' zahlreiche Läden in China geschlossen. (Quelle: kyodo/dpa)

Das Coronavirus setzt Apple zu, in China gibt es Lieferengpässe bei iPhones. Das stoppt auch die Rekordjagd des Dax. Ein Analyst warnt Anleger vor der Unterschätzung des Virus.

Eine Umsatzwarnung von Apple hat die Rekordjagd am deutschen Aktienmarkt vorerst gestoppt. Der Leitindex Dax rutschte bereits zur Eröffnung unter den Schlusskurs vom Freitag und verlor zuletzt 0,62 Prozent auf 13.698,82 Punkte.

Das Rekordhoch vom Wochenauftakt bei 13.795 Punkten rückt damit wieder weiter weg. Der MDax der mittelgroßen deutschen Börsenwerte gab im frühen Dienstagshandel um 0,67 Prozent auf 29.120,98 Punkte nach. Der EuroStoxx 50 als Leitbarometer der Eurozone sank um 0,42 Prozent. 

Apple wird wegen des Coronavirus in China die erst wenige Wochen alte Umsatzprognose für das laufende Quartal verfehlen, teilte der Konzern am Montag mit. Bei iPhones gebe es Lieferengpässe, weil die Produktion in China langsamer hochgefahren werde als geplant.

Coronavirus bremst China-Geschäft von Apple

Aus diesen Gründen sei die erst Ende Januar abgegebene Umsatzprognose für dieses Vierteljahr nicht zu halten, hieß es. Apple hatte damals unter Verweis auf die Coronavirus-Risiken bereits eine ungewöhnlich breite Spanne von 63 bis 67 Milliarden Dollar angegeben.

Eine neue Prognose gab es jetzt nicht. Die Einschränkungen für das Geschäft seien nur vorübergehend, betonte der Konzern. Im Vorjahresquartal hatte Apple 58 Milliarden Dollar Umsatz erwirtschafte.

Die Werke der Apple-Fertiger wie Foxconn und Pegatron sowie der wichtigsten Zulieferer befinden sich zwar außerhalb der besonders von der neuen Lungenkrankheit Covid-19 betroffenen Provinz Hubei. Doch in China wurden auch anderswo die traditionellen Ferien zum chinesischen Neujahrsfest verlängert, um eine Ausbreitung zu vermeiden. 

Experte warnt Anleger vor Leichtsinn

Es sei ein Weckruf von Apple für scheinbar unbekümmerte Anleger und eine Mahnung, die Konsequenzen der Epidemie für die Wirtschaft nicht zu unterschätzen, kommentierte dies Analyst Milan Cutkovic vom Broker AxiTrader.

Der US-Konzern war mit Rekordgewinnen zuletzt einer der Hauptantreiber der Gewinne an der Wall Street. Ende Januar war der Kurs des iPhone-Herstellers auf ein Rekordhoch gestiegen. Am Montag war in New York wegen eines Feiertags nicht gehandelt worden. 

App-Stores mit verkürzten Öffnungszeiten

In China wurde nur ein Teil der gut 40 Apple-Stores mit verkürzten Öffnungszeiten wieder geöffnet, der Online-Verkauf geht aber weiter. Im Moment ist aber das Leben in großen Teilen des Landes vom Coronavirus-Ausbruch beeinträchtigt.

Für Apple ist China ein extrem wichtiger Markt: Im vergangenen Geschäftsjahr machte der Konzern dort 17 Prozent seines Geschäfts. Die Geschäftsregion "Greater China" umfasst allerdings auch Hongkong und Taiwan. Gerade in Hongkong waren zuletzt der Umsatz gesunken, weil die andauernden Protestaktionen zahlungskräftige Touristen abgeschreckt hatten.

Alle Produktionswerke liefen zwar wieder, betonte der Konzern. Aber: "Die iPhone-Lieferengpässe werden vorübergehend den Umsatz weltweit beeinträchtigen." Die Situation sei im Fluss - und mehr Informationen zu den Auswirkungen auf das Apple-Geschäft solle es erst mit den Zahlen zum laufenden Quartal im April geben.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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