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Versicherer: Allianz erzielt erneut Rekordgewinn – mehrere Milliarden Euro


Versicherungsriese  

Allianz macht neuen Rekordgewinn

21.02.2020, 11:56 Uhr | top, rtr

Versicherer: Allianz erzielt erneut Rekordgewinn – mehrere Milliarden Euro. Europas größter Versicherer erzielte einen operativen Rekordgewinn.  (Quelle: dpa/Andreas Gebert)

Europas größter Versicherer erzielte einen operativen Rekordgewinn. (Quelle: Andreas Gebert/dpa)

Der größte Versicherer Europas erzielt einen operativen Gewinn von knapp zwölf Milliarden Euro – ein neuer Rekord. Davon profitieren die Anleger. Doch der Konzern will noch mehr.

Die Allianz hat im vergangenen Jahr erneut einen operativen Rekordgewinn erwirtschaftet und dabei Probleme im Industriegeschäft weggesteckt. Der operative Gewinn verbesserte sich um drei Prozent auf 11,9 Milliarden Euro, wie Europas größter Versicherer am Freitag in München mitteilte.

Er übertraf damit die Erwartungen der Analysten und lag am oberen Rand der eigenen Prognosen. Dabei musste die Großkunden-Sparte AGCS, die seit einiger Zeit rote Zahlen schreibt, 600 Millionen Euro zusätzlich zurücklegen.

Im neuen Jahr soll es bei der Allianz weiter nach oben gehen: Dann will der Versicherungsriese operativ auf einen Gewinn von bis zu 12,5 Milliarden Euro kommen.

Allianz-Dividende steigt auf 9,60 Euro

2019 blieb nach Abzug von Steuern und Zinsen von 7,9 Milliarden Euro übrig – sechs Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Die Dividende soll daher auf 9,60 Euro erhöht werden, etwas mehr als von Experten erwartet.

Das stellt die siebte Erhöhung in Folge dar (2018: 9,00 Euro). Bereits am Donnerstag hatte die Allianz ein weiteres Aktienrückkaufprogramm über 1,5 Milliarden Euro angekündigt.

Das Kapitalpolster ist trotz der niedrigen Zinsen dick genug: Die Solvency-II-Quote lag Ende des vergangenen Jahres bei 212 (2018: 229) Prozent. Diese Quote geht zurück auf eine europäische Richtlinie und zeigt an, ob Versicherer im Falle eines Extremszenarios genügend Eigenmittel zur Verfügung haben. Sie muss langfristig mehr als 100 Prozent betragen, sonst schreiten die Aufsichtsbehörden ein.

Die hohe Quote der Allianz "zeigt die Widerstandsfähigkeit der Gruppe im heutigen negativen Zinsumfeld", sagte Finanzvorstand Giulio Terzariol. Der Umsatz – Versicherungsprämien und Fondsgebühren – wuchs um knapp acht Prozent auf 142,4 Milliarden Euro.

Gutes Geschäft  mit Lebens- und Krankenversicherungen

Getrieben wurde das Ergebnis von der Lebens- und Krankenversicherungs-Sparte. In diesem Bereich setzt die Allianz seit Jahren mit Erfolg auf Policen ohne lebenslange Garantien, die weniger Kapital binden.

Die Sparte verbesserte den operativen Gewinn um 500 Millionen Euro auf 4,7 Milliarden Euro, obwohl die Marge im Neugeschäft mit 3,2 (3,6) Prozent unter Druck geriet.

In Deutschland und Frankreich nahm die Allianz Gewinne mit und erwirtschaftete mehr mit den Kapitalanlagen. Die Vermögensverwalter Pimco und Allianz Global Investors sammelten 76 Milliarden Euro frisches Kapital ein und kassierten angesichts steigender Kurse mehr Gebühren von den Anlegern.

Insgesamt verwalten sie damit 2,27 Billionen Euro – so viel wie nie zuvor. Davon kommen 582 Milliarden Euro von der Allianz selbst.

Enttäuschung bei Schaden- und Unfallsparte

Die lange Zeit der erfolgsverwöhnten Schaden- und Unfall-Sparte musste wegen der Probleme bei AGCS einen Gewinnrückgang um zwölf Prozent auf 5,0 Milliarden Euro hinnehmen. Terzariol sprach von einem enttäuschenden Ergebnis. Die Allianz hatte im Herbst den Chef von AGCS ausgetauscht.

Die kräftige Erhöhung der versicherungstechnischen Rückstellungen führte in der Sparte zu einem Verlust von 284 Millionen Euro. Das trieb die Schaden-Kosten-Quote im gesamten Sachversicherungs-Geschäft auf 95,5 Prozent. Bis Ende des nächsten Jahres will Finanzvorstand Giulio Terzariol die Quote auf 93 Prozent drücken.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur Reuters
  • Handelsblatt

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