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Angst vor Coronavirus: Dax fällt auf tiefsten Stand seit einem halben Jahr


Angst vor Coronavirus  

Dax fällt auf tiefsten Stand seit Oktober

25.02.2020, 13:47 Uhr | dpa-AFX, dpa, mak

Angst vor Coronavirus: Dax fällt auf tiefsten Stand seit einem halben Jahr. Die Befürchtung, dass sich das Coronavirus weiter ausbreitet, setzt die Börse unter Druck. (Quelle: imago images/STPP)

Die Befürchtung, dass sich das Coronavirus weiter ausbreitet, setzt die Börse unter Druck. (Quelle: STPP/imago images)

Nach einer anfänglichen Erholung vom Schock am Montag sind die Kurse des Dax und des Euro sowie die Ölpreise erneut gefallen: Die Furcht vor dem Coronavirus ist wieder da.

Krisenstimmung an der Börse in Frankfurt: Der deutsche Leitindex Dax ist am Dienstag auf den tiefsten Stand seit vergangenen Oktober gerutscht,  schloss nach einem nervösen Handel schließlich 1,88 Prozent weniger bei 12.790,49 Punkten. Die Angst vor den wirtschaftlichen Folgen der Coronavirus-Epidemie bleibt allgegenwärtig.

Am Morgen wirkte es noch, als stabilisierte sich der deutsche Aktienmarkt. Zeitweise stieg der Dax auf mehr als 13.100 Punkte, nachdem der Index am Montag kurzfristig um mehr als vier Prozent gefallen war. Dann aber verloren die Investoren erneut das Vertrauen in die Märkte, der Kurs stürzte ab.

Auch der MDax der mittelgroßen Werte brach seine Erholung vom Morgen ab und verlor 2,04 Prozent auf 27.315,42 Punkte. Der EuroStoxx 50 als Leitbarometer der Eurozone gab zwischenzeitlich bis zu zwei Prozent nach.

Reaktionen der Politik sind schlecht für Finanzmärkte

Börsen-Experten hatten die Kursgewinne am Morgen bereits als reine Gegenbewegung nach dem Ausverkauf vom Vortag identifiziert. Nachrichten aus Italien verhießen kaum Gutes. Denn dort breitet sich das Virus Sars-CoV-2 offenbar weiter aus.

Nach Einschätzung der Devisenmarkt-Analystin Thu Lan Nguyen von der Commerzbank sind es gerade die Reaktionen der Politik auf die Virus-Entwicklung, die den Anlegern aktuell Kopfschmerzen bereiten. Die Entscheidungen, Regionen abzuriegeln, Reisebeschränkungen einzuführen und die Neujahrsferien zu verlängern hätten schon in China die Wirtschaft teilweise lahmgelegt. Die Lage in Italien schüre Ängste, dass auch in Europa an sich sinnvolle Eindämmungsmaßnahmen die Konjunktur ausbremsen.

Papiere der Lufthansa als größter Dax-Verlierer vom Montag und von CTS Eventim als Pendant im MDax standen auch am Dienstag unter Druck. So verzeichnete die Lufthansa-Aktie zeitweise einen Verlust von knapp zwei Prozent. Aktien aus der Reise- und Freizeitbranche setzten europaweit ihren Abwärtstrend fort. Noch schwerer erwischte es nur die Autowerte und Bankenpapiere.

Euro-Kurse sinken, Schweizer Franken profitiert

Das Coronavirus setzte auch dem Euro zu: Die Gemeinschaftswährung der EU gab am Dienstag deutlich nach. Im Mittagshandel fiel der Euro zwischenzeitlich auf ein Tagestief von 1,0831 US-Dollar.

Im Vormittagshandel war sie noch bis auf 1,0868 Dollar gestiegen. Die Europäische Zentralbank hatte den Referenzkurs zuletzt am Montagnachmittag auf 1,0818 Dollar festgesetzt. Von der Verunsicherung wegen des Coronavirus profitierten vor allem der Schweizer Franken, der japanische Yen und der US-Dollar.

Ölpreise sind gefallen

Die Ölpreise sanken ebenfalls in Folge der Coronavirus-Epidemie: Gegen Abend kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent 55,58 US-Dollar. Das waren 72 Cent weniger als am Montag. Der Preis für amerikanisches Rohöl der Sorte WTI fiel um 81 Cent auf 50,62 Dollar.

Bis zum Mittag hatten sich die Preise wieder erholt, dann jedoch an die starken Verluste vom Vortag angeknüpft. Zum Wochenauftakt waren die Preise für europäisches als auch amerikanisches Rohöl nach einer Zuspitzung der Coronavirus-Krise um jeweils etwa fünf Prozent eingebrochen.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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