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Cum-Ex Steuerskandal: Banken-Razzia wegen illegaler Aktiendeals


Großer Steuerskandal  

Banken-Razzia in Frankfurt wegen "Cum-Ex"-Aktiendeals

27.02.2020, 14:28 Uhr | top, dpa

Cum-Ex Steuerskandal: Banken-Razzia wegen illegaler Aktiendeals. Ein Polizist im Frankfurter Bankenviertel: Eine deutsche Niederlassung der Großbank ABN Amro ist im Zusammenhang mit dem Steuerskandal um "Cum-Ex"-Geschäfte durchsucht worden. (Quelle: dpa/Frank Rumpenhorst)

Ein Polizist im Frankfurter Bankenviertel: Eine deutsche Niederlassung der Großbank ABN Amro ist im Zusammenhang mit dem Steuerskandal um "Cum-Ex"-Geschäfte durchsucht worden. (Quelle: Frank Rumpenhorst/dpa)

Aufregung im Frankfurter Bankenviertel: Im Kontext der "Cum-Ex"-Aktiendeals haben Polizisten erneut eine Geschäftsbank gefilzt. Betroffen ist damit nun auch ein niederländisches Kreditinstitut.

Im Zusammenhang mit dem Steuerskandal um "Cum-Ex"-Aktiendeals ist in Frankfurt schon wieder eine Geschäftsbank durchsucht worden. Vor der deutschen Niederlassung der Großbank ABN Amro fuhr am Donnerstag ein Großaufgebot der Polizei auf.

Nach Informationen aus Justizkreisen führt die Staatsanwaltschaft Köln die Ermittlungen. Die Behörde war bislang nicht zu erreichen, auch die Bank äußerte sich zunächst nicht. 

Die Bank war als Rechtsnachfolgerin der Fortis-Bank bereits im November Zielscheibe einer umfangreichen "Cum-Ex"-Razzia in Hessen, Bayern und den Niederlanden geworden. Die damalige Aktion richtete sich nach früheren Angaben der Frankfurter Generalstaatsanwaltschaft gegen sechs Beschuldigte.

Milliardenschaden für Deutschland

Ihnen wurde vorgeworfen, mit Aktiengeschäften rund um den Dividendenstichtag in den Jahren 2008 und 2009 den Staat um etwa 53,3 Millionen Euro geprellt zu haben. Die Summe wurde bereits zurückgefordert und an die Staatskasse zurückgezahlt.

Bei "Cum-Ex"-Geschäften nutzten Investoren eine Lücke im Gesetz. Rund um den Dividendenstichtag wurden Aktien mit ("cum") und ohne ("ex") Ausschüttungsanspruch zwischen mehreren Beteiligten hin- und hergeschoben.

Am Ende war dem Fiskus nicht mehr klar, wem die Papiere gehörten. Finanzämter erstatteten Kapitalertragsteuern, die zuvor gar nicht gezahlt worden waren. Dem Staat entstand ein Milliardenschaden. 2012 wurde das Steuerschlupfloch geschlossen.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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