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Ex-SAP-Chef McDermott bekommt mehr Geld als im Jahr zuvor


Trotz Abgangs  

Ex-SAP-Chef McDermott bekommt mehr Geld als im Jahr zuvor

27.02.2020, 17:44 Uhr | top, dpa

Ex-SAP-Chef McDermott bekommt mehr Geld als im Jahr zuvor. Der ehemalige SAP-Chef Bill McDermott: Er bekommt trotz seines Rücktritts im Oktober mehr Geld als 2018.  (Quelle: imago images/Arnulf Hettrich)

Der ehemalige SAP-Chef Bill McDermott: Er bekommt trotz seines Rücktritts im Oktober mehr Geld als 2018. (Quelle: Arnulf Hettrich/imago images)

Der IT-Konzern SAP steigert seinen Gewinn – auch aufgrund eines teuren Stellenabbaus im Jahr 2019. Der Ex-Chef Bill McDermott bekommt trotz seines Abgangs im Oktober mehr Gehalt als im vorigen Jahr.

 Der ehemalige SAP-Vorstandssprecher Bill McDermott hat trotz seines Abgangs und eines Gewinnrückgangs mehr verdient. Für 2019 streicht der mittlerweile dem Cloud-Anbieter Servicenow vorstehende US-Amerikaner 12,8 Millionen Euro ein, wie aus dem am Donnerstag veröffentlichten Geschäftsbericht des Dax-Konzerns hervorgeht. Ein Jahr zuvor hatte er 11,7 Millionen Euro verdient. McDermott trat Mitte Oktober überraschend von seinem Posten bei SAP zurück.

Der Gewinn war bei dem Softwarekonzern vergangenes Jahr wegen eines teuren Stellenabbaus in einigen Bereichen um 17 Prozent auf 3,4 Milliarden Euro zurückgegangen. Insgesamt beschäftigt SAP mit mehr als 100.000 Mitarbeitern aber mehr Menschen als vor einem Jahr, weil an anderen Stellen Personal aufgebaut wurde.

Grund für McDermotts höheres Gehalt sind vor allem die langfristigen variablen Vergütungsbestandteile, die einen Großteil der Summe ausmachen. Sie orientieren sich unter anderem am Wachstum, an der Profitabilität und am Aktienkurs von SAP – auch im Vergleich zu direkten Konkurrenten.

McDermott muss auf das Geld warten

Das Geld sieht McDermott nicht sofort. Auf die langfristigen Bestandteile muss er bis zu vier Jahre warten, sie können sich auch ändern. Das Ruder von McDermott übernommen haben als Co-Chefs Jennifer Morgan und Christian Klein.

Morgan ist die erste Frau an der Spitze eines Dax-Konzerns. Die beiden SAP-Chefs müssen sich derzeit noch mit weniger Geld als ihr Vorgänger zufriedengeben, Morgan erhält knapp sechs Millionen Euro für das vergangene Jahr, Klein rund 5,5 Millionen.

In diesem Jahr will SAP die Vergütung des Managements etwas umbauen: So sollen in die kurzfristigen Gehaltskomponenten unter anderem nachhaltige Ziele wie Kunden- und Mitarbeiterzufriedenheit sowie Treibhausgasemissionen einfließen.

Bei der langfristigen Vergütung soll der Vorstand stärker am Abschneiden des Aktienkurses gegenüber der Tech-Branche gemessen werden anstelle nur an direkten Konkurrenten. Zudem soll die Aktienrendite zugrunde gelegt werden statt nur der Aktienkurs – darin einbezogen ist dann auch die Dividende.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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