Sie sind hier: Home > Wirtschaft & Finanzen > Corona-Krise >

Coronavirus: Laut Lufthansa – drastische Buchungsrückgänge bei Flügen

Wegen Coronavirus  

Lufthansa will bis zu 50 Prozent der Flugkapazitäten streichen

08.03.2020, 12:56 Uhr | fls, dpa, rtr

Coronavirus: Laut Lufthansa – drastische Buchungsrückgänge bei Flügen. Ein Lufthansa-Flugzeug auf dem Frankfurter Flughafen: Der Konzern streicht ihren Flugplan noch mehr zusammen. (Quelle: dpa/Frank Rumpenhorst)

Ein Lufthansa-Flugzeug auf dem Frankfurter Flughafen: Der Konzern streicht ihren Flugplan noch mehr zusammen. (Quelle: Frank Rumpenhorst/dpa)

Die Ausbreitung des Coronavirus belastet das Geschäft der Lufthansa immer stärker. Jetzt sollen weitere Flüge gestrichen werden – mit drastischen Folgen für die Mitarbeiter.

Der Einbruch der Buchungen infolge der Ausbreitung des Coronavirus belastet das Geschäft der Lufthansa immer stärker. Der Vorstand hat wegen den Einschränkungen durch das Coronavirus entschieden, die angebotene Flugkapazität noch stärker als bislang geplant zu verringern, teilte die Lufthansa am Freitag mit. Am Mittwoch wurde bereits bekannt, dass die Lufthansa im Flugplan kurzfristig 150 Flüge streichen werde. 

Jetzt soll die Kapazität in den nächsten Wochen um bis zu 50 Prozent reduziert werden – abhängig von der weiteren Entwicklung der Nachfrage. Auch wenn das nicht heißt, dass dadurch jeder zweite Flieger am Boden bleibt – die Maßnahme dient dazu, die finanziellen Folgen des Nachfrageeinbruchs zu verringern.

Das Unternehmen berichtete von drastischen Buchungsrückgängen und zahlreichen Flugstornierungen. Betroffen seien alle Zielgebiete. Europas größter Luftverkehrskonzern hatte bereits am Donnerstag für den März 7.100 Hin- und Rückflüge seiner Kernmarke Lufthansa gestrichen. Ähnliche Streichungen gibt es auch bei den Töchtern Austrian, Swiss, Eurowings und Brussels. Nach China, Iran und Israel sind die Flüge der Gruppe komplett abgesagt.

Lufthansa-Personal soll in Teilzeit gehen

Der Konzern hat rund 780 Flugzeuge in der Flotte, die im vergangenen Jahr durchschnittlich 3.226 Flüge pro Tag absolviert haben. Schwerpunkte der Absagen vom Donnerstag waren die innerdeutschen Flüge mit hohen Frequenzen sowie Flüge nach Italien.

Das Personal wurde aufgefordert, freiwillig in Teilzeit zu gehen oder unbezahlten Urlaub einzureichen. Auch wird in Deutschland und Österreich die Möglichkeit von Kurzarbeit für viele tausend Mitarbeiter geprüft.

Der Branchenverband IATA hatte den möglichen Umsatzeinbruch im weltweiten Passagiergeschäft auf eine Spanne zwischen 63 und 113 Milliarden Dollar (bis 101 Milliarden Euro) geschätzt, bis zu 19 Prozent des gesamten Volumens. Das sei in der Dimension mit der Finanzkrise 2008/2009 vergleichbar. Die Auswirkungen auf das Frachtgeschäft seien noch nicht abzuschätzen.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagenturen dpa und Reuters 

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail

Ulla Popkentchibo.deOTTOmyToysbonprix.deLIDLBabistadouglas.deXXXLutz

shopping-portal