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Umfrage: Viele Arbeitnehmer hätten wegen Coronavirus gern Homeoffice

Schutz vor Pandemie  

Coronavirus: Viele Arbeitnehmer wünschen sich Homeoffice

10.03.2020, 10:33 Uhr | dpa

Umfrage: Viele Arbeitnehmer hätten wegen Coronavirus gern Homeoffice. Konferenz mit Kollegen: Laut einer Umfrage wünschen sich viele Arbeitnehmer statt dem Büroalltag das so genannte Homeoffice.  (Quelle: imago images/Stockimage)

Konferenz mit Kollegen: Laut einer Umfrage wünschen sich viele Arbeitnehmer statt dem Büroalltag das so genannte Homeoffice. (Quelle: Stockimage/imago images)

Morgens zu Hause bleiben und von dort aus arbeiten, das wünschen sich viele Arbeitnehmer laut einer Umfrage. Der Grund: Die Angst vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus.

Viele Arbeitnehmer in Deutschland möchten angesichts der Coronavirus-Pandemie lieber im Homeoffice arbeiten. Das geht aus einer Umfrage der Unternehmensberatung Strategy&, die zu PricewaterhouseCoopers gehört, hervor.

Demnach wünschen sich 38 Prozent der befragten Arbeitnehmer, von ihrem Betrieb bessere Möglichkeiten, aus Vorsichtsgründen von zu Hause aus zu arbeiten. Aktuell hatten demnach nur 14 Prozent der Befragten eine erweiterte Homeoffice-Möglichkeit.

Gut ein Drittel der Befragten verzichtet in den nächsten Wochen grundsätzlich auf die Teilnahme an externen Meetings, Kongressen und Veranstaltungen. Weitere 19 Prozent sagen, sie würden gern verzichten, wenn ihr Arbeitgeber dies zulasse. Auf der anderen Seite sagte jeder Vierte, er habe keine Angst vor einer Ansteckung.

Weit verbreitet in den Betrieben sind Informationen zur Hygiene und die Ausgabe von Desinfektionsmitteln. Aber nur 19 Prozent der befragten Arbeitnehmer sagten, die Vorschriften zur Reiseplanung seien geändert worden. Knapp die Hälfte erwartet, dass ihr Unternehmen die Schutzmaßnahmen in nächster Zeit ausweiten wird.

PwC Strategy& hatte vergangene Woche 716 Arbeitnehmer in Deutschland befragt, die bevölkerungsrepräsentativ nach Alter, Geschlecht und Region ausgewählt worden sind.

Coronavirus kommt in deutscher Finanzmetropole an

Bei der Europäische Zentralbank (EZB) gibt es einen ersten bestätigten Coronavirus-Fall in der Belegschaft. Ein Teammitglied sei positiv auf den neuartigen Erreger getestet worden, teilte die Notenbank mit Sitz in Frankfurt mit. Geschlecht und Nationalität nannte die EZB auch auf Nachfrage am Dienstag nicht.

Etwa 100 Kollegen, die in der Nähe tätig waren, sollen nun vorsichtshalber vorübergehend von zu Hause aus arbeiten. "Die EZB führt eine gründliche Reinigung potenziell betroffener Büroräume durch", hieß es in einer Mitteilung.

Die EZB hatte am Montag testweise ihre Belegschaft ins Homeoffice geschickt. Dabei ging es vor allem darum, die IT für den Fall zu testen, dass bei einer weiteren Ausbreitung des Virus Sars-CoV-2 die etwa 3.700 Beschäftigten der Notenbank zum Großteil oder gar nicht in ihren Büros arbeiten können.

FDP-Vorsitzender: Homeoffice-Arbeiten unbürokratisch ermöglichen

Der FDP-Vorsitzende Christian Lindner fordert derweil, das Arbeiten im Homeoffice unbürokratisch zu ermöglichen. "Viele Menschen möchten aus Sorge vor einer Ansteckung zurzeit lieber von Zuhause aus arbeiten", schrieb er auf Twitter. 

Sie wollten zum Beispiel nicht lange Wege in öffentlichen Verkehrsmitteln zurücklegen. Dies sei auch aus Gründen des Infektionsschutzes sinnvoll. "Wir sollten alles Erforderliche tun, um die Ausbreitung des Virus einzudämmen", schrieb Lindner.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagenturen dpa, AFP

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