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Ölpreis – Preiskampf mit Russland: Saudi-Arabien fährt Produktion hoch


Preiskrieg mit Russland  

Ölpreise fallen – Saudi-Arabien fährt Fördermengen hoch

11.03.2020, 14:21 Uhr | top, rtr, AFP

Ölpreis – Preiskampf mit Russland: Saudi-Arabien fährt Produktion hoch. Eine texanische Öl-Raffinerie: Weil Saudi-Arabien die Fördermengen hochfährt, fielen die Ölpreise.  (Quelle: dpa/Gregory Bull)

Eine texanische Öl-Raffinerie: Weil Saudi-Arabien die Fördermengen hochfährt, fielen die Ölpreise. (Quelle: Gregory Bull/dpa)

Ölgigant Saudi-Arabien wird seine Fördermengen noch schneller und stärker als ursprünglich geplant erhöhen. Grund ist ein Preiskampf mit Russland. Die Ölpreise gaben daraufhin nach. 

Im Preiskrieg mit Russland hat Saudi-Arabien nun die Steigerung seiner Ölproduktion angekündigt. Der staatliche saudiarabische Ölkonzern Aramco teilte am Mittwoch mit, die Produktion werde von zwölf auf 13 Millionen Barrel (ein Barrel sind 159 Liter) pro Tag erhöht. Das Unternehmen setze damit eine Anordnung des Energieministeriums um.

Saudi-Arabien, mächtiges Mitglied der Organisation Erdöl exportierender Länder (Opec), hatte sich vergangene Woche in Verhandlungen mit den Partnern der Organisation nicht mit dem Wunsch durchsetzen können, die Fördermenge weiterhin zu drosseln.

Ölpreis fiel auf tiefsten Stand seit 20 Jahren

Russland hatte sich vergangene Woche beim Treffen der Organisation Erdöl exportierender Länder (Opec) mit ihren Partnerstaaten gegen eine weitere Drosselung der Ölfördermenge ausgesprochen. Daraufhin senkte Aramco den Ölpreis am Sonntag stark – auf den niedrigsten Stand seit 20 Jahren. Am Montag brach der Ölpreis auf den internationalen Märkten um 30 Prozent ein.

Nach der Ankündigung der höheren Förderung fiel der Ölpreis im asiatischen Handel um 1,7 Prozent. Ein Fass der Nordseesorte Brent verbilligte sich um 1,1 Prozent auf 36,81 Dollar, US-Leichtöl WTI gab 1,2 Prozent auf 33,94 Dollar nach.

Zusammen mit der Furcht vor den wirtschaftlichen Folgen der Coronavirus-Krise hatte der Absturz des Ölpreises weltweit drastische Kursverluste an den Börsen ausgelöst. Händler sprachen von einem "Schwarzen Montag".

Putin gibt sich im Ölpreiskrieg unbeeindruckt

Der russische Präsident Wladimir Putin zeigte sich indes unbeeindruckt vom Ölpreisstreit mit Saudi-Arabien. Die russische Wirtschaft könne "gestärkt" daraus hervorgehen, sagte Putin am Mittwoch in Moskau. "Ich bin sicher, dass Russland diese unruhigen Zeiten mit Ruhe und Würde durchstehen wird."

Russland ist der zweitgrößte Ölförderer der Welt und hängt stark ab von dem Geld aus dem Export des Rohstoffs. In den vergangenen Jahren wurde ein staatlicher Fonds aufgebaut, um Ölpreisschwankungen aufzufangen. Laut Finanzministerium sind darin 150 Milliarden Dollar investiert, was ausreichen würde, Mindereinnahmen wegen eines Ölpreises von 25 bis 30 Dollar für sechs bis zehn Jahre auszugleichen.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagenturen Reuters und AFP

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