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Condor-Übernahme wegen Coronavirus in Gefahr

Laut Medienberichten  

Condor-Übernahme wegen Coronavirus in Gefahr

11.03.2020, 20:14 Uhr | mak, rtr

Condor-Übernahme wegen Coronavirus in Gefahr. Ein Airbus der Fluglinie Condor startet am Flughafen Stuttgart: Die Übernahme der deutschen Fluggesellschaft durch die polnische PGL ist laut Berichten in Gefahr. (Quelle: dpa/Sebastian Gollnow)

Ein Airbus der Fluglinie Condor startet am Flughafen Stuttgart: Die Übernahme der deutschen Fluggesellschaft durch die polnische PGL ist laut Berichten in Gefahr. (Quelle: Sebastian Gollnow/dpa)

Die Luftfahrt-Konzerne trifft das Coronavirus besonders stark, tausende Flüge wurden gestrichen. Jetzt droht sogar die Übernahme des deutschen Ferienfliegers Condor zu platzen.

Die Corona-Krise könnte einem Medienbericht zufolge die Übernahme des deutschen Ferienfliegers Condor durch die polnische Airline LOT gefährden. Es sei fraglich, ob die LOT-Mutter Polska Grupa Lotnicza (PGL) angesichts der unklaren Aussichten im Luftverkehr an dem Deal festhalte, berichtete der "Spiegel" am Mittwoch unter Berufung auf Verhandlungskreise. Verantwortliche hätten das Szenario einer Verschiebung oder gar Absage angesprochen. 

PGL lehnte eine Stellungnahme dazu ab. Eine Condor-Sprecherin bekräftigte aber, dass man zuversichtlich sei, dass auf der Gläubigerversammlung die Mehrheit dem Verkauf an LOT zustimme. Dann könne Condor das Schutzschirmverfahren bis Ende März verlassen. Der Staatskredit solle im April zurückgezahlt werden.

Der Bund und das Land Hessen hatten für öffentliche Darlehen von 380 Millionen Euro gebürgt, um Condor bis zu einem Verkauf über Wasser zu halten. Der Ferienflieger war durch die Pleite seiner Muttergesellschaft Thomas Cook in Schieflage geraten.

Condor hat noch keine Flüge wegen Corona gestrichen

Wegen der Corona-Krise befürchten viele Airlines derzeit Einbrüche bei Umsatz und Gewinn und haben wegen schwacher Nachfrage bereits viele Flüge gestrichen. Condor hat bisher allerdings noch keine Verbindung aus dem Flugplan genommen, da der Ferienflieger nicht in die Epidemie-Risikogebiete fliegt – wie China, Südkorea, Iran oder Norditalien. "Alle Condor-Flugzeuge sind im Einsatz", sagte eine Sprecherin.


Condor fliege nach wie vor mit einer stabilen Auslastung von durchschnittlich 90 Prozent. Allerdings spüre man Zurückhaltung bei Kunden und biete deshalb gebührenfreie Umbuchungen für neu gebuchte Flüge an.

Die LOT-Mutter PGL hatte in einem Bieterverfahren den Zuschlag für Condor bekommen. Außerdem waren noch zwei Finanzinvestoren im engeren Rennen. Neben dem bislang unbekannten Kaufpreis muss die PGL auch den millionenschweren Überbrückungskredit zurückzahlen.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur Reuters

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