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Erstmals seit 2016: Dax stürzt auf unter 10.000 Punkte ab

Psychologisch wichtige Marke  

Erstmals seit 2016: Dax stürzt auf unter 10.000 Punkte ab

12.03.2020, 11:18 Uhr | mak, dpa-AFX, rtr

Erstmals seit 2016: Dax stürzt auf unter 10.000 Punkte ab. Aktienkurs vor Frankfurter Skyline: Der Dax fällt unter die 10.000-Punkte-Marke. (Quelle: imago images/STPP)

Aktienkurs vor Frankfurter Skyline: Der Dax fällt unter die 10.000-Punkte-Marke. (Quelle: STPP/imago images)

Das Coronavirus hat die Finanzmärkte fest im Griff: Am Donnerstag startete der Dax als deutscher Leitindex mit weniger als 10.000 Punkten in den Handel – diese Marke gilt unter Experten als entscheidend.

Der Ausverkauf an den Aktienmärkten nimmt nach dem US-Einreisestopp für die meisten Europäer an Fahrt auf. Der Deutsche Aktienindex, kurz Dax, stürzte am Donnerstag beim Start in den Handel mit einem Minus von knapp sechs Prozent auf rund 9.800 Punkte ab – und ist damit erstmals seit Sommer 2016 unter die psychologisch wichtige Marke von 10.000 Punkten gesunken.

Im Handel des Tagesverlaufs beschleunigte sich die Talfahrt zwischenzeitlich noch etwas weiter. So sank der Dax um 6,45 Prozent auf 9.765 Punkte.

Der deutsche Leitindex hat seit Mitte Februar inzwischen rund 40 Prozent an Wert verloren. Das keine vier Wochen zurückliegende Rekordhoch von 13.795 Punkten ist inzwischen meilenweit entfernt.

Einreise-Stopp nach Amerika belastet Kurse

Auch für andere wichtige Indizes ging es bergab: Der MDax der mittleren Unternehmenswerte verlor am Donnerstag zwischenzeitlich 6,86 Prozent auf 21.085 Punkte. Der EuroStoxx 50 als Leitindex der Eurozone sackte zeitweise um 6,29 Prozent auf 2.723 Zähler ab.

Nach den jüngsten Verlusten sorgte in der Nacht auf Donnerstag die Ankündigung von US-Präsident Donald Trump, die US-Grenzen für Ausländer aus Europa zu schließen, für neuen Druck. Auch in den USA beunruhigte diese Nachricht die Finanzmärkte: Der Leitindex Dow Jones weitete im Tagesverlauf seine Verluste immer mehr aus und schloss 5,86 Prozent niedriger bei 23.553 Punkten.

In den vergangenen drei Wochen wurden somit die Kursgewinne mehr als eines Jahres zunichte gemacht. Der S&P 500, der die 500 wertvollsten börsennotierten Firmen der USA enthält, verlor 4,89 Prozent auf 2.741 Punkte. Für den Nasdaq 100, der die Wertentwicklung der 100 wichtigsten Technologieunternehmen abbildet, ging es um 4,37 Prozent auf 8.006 Zähler nach unten.

EZB berät über Zinssenkung

Die Europäische Zentralbank (EZB) will heute über Maßnahmen gegen die Coronakrise beraten. Investoren rechnen fest damit, dass die EZB zur Bekämpfung der wirtschaftlichen Folgen der Virus-Epidemie bei ihrer heutigen Sitzung den Zins für Einlagen bei der Notenbank auf minus 0,6 von minus 0,5 Prozent senkt. Experten zufolge wird sie gleichzeitig den Freibetrag, ab dem dieser Strafzins greift, anheben, um die Belastungen für die Geschäftsbanken zu minimieren.

Es wird außerdem erwartet, dass die Notenbank ihr Anleihen-Ankaufprogramm ausweitet, dessen Volumen bei derzeit 20 Milliarden Euro monatlich liegt. Für kleinere und mittlere Unternehmen, die keine Anleihen ausgeben, werde die EZB voraussichtlich zielgerichtete Liquiditätshilfen ankündigen.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa und Reuters

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